Beinahe unglaublicher Verdacht: Die Staatsanwaltschaft Hamburg ermittelt gegen einen evangelischen Pastor aus Hamburg-Rahlstedt. Der 47-Jährige steht unter dem Verdacht, Kinderpornografie besessen und sich möglicherweise auch an Kindern vergangen zu haben, wie die Tageszeitung «Die Welt» (Dienstagsausgabe) berichtet. Das Blatt beruft sich auf die Staatsanwaltschaft und die evangelische Kirchenleitung.
Dem Bericht zufolge war die Polizei im Rahmen der Zerschlagung eines Kinderporno-Rings auf den Geistlichen gestoßen. Die Wohnung des Seelsorgers wurde bereits durchsucht. Dabei nahmen die Beamten Festplatten und Computer mit. Nach der ersten Durchsicht hätten die Fahnder eine erhebliche Zahl entsprechender Bilder sichergestellt, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Wilhelm Möllers, der Zeitung.
Außerdem gibt es ein Ermittlungsverfahren wegen möglichen sexuellen Missbrauchs von Kindern, wie die Zeitung weiter schrieb. Rund 200 Eltern wurden in den vergangenen Tagen von der Kirche über den Fall informiert. Außerdem wurden bereits die ersten Kinder befragt. «Der Pastor ist vom Dienst freigestellt worden, weil gegen ihn der Verdacht einer Straftat besteht. Die zuständige Staatsanwaltschaft ermittelt und hat die Nordelbische Kirche darüber informiert. Der strafrechtliche Verdacht führt gleichzeitig zu einer disziplinarischen Überprüfung des Vorwurfs», sagte Thomas Kärst, stellvertretender Pressesprecher der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche, der Zeitung. ddp/jsp/roy






