Im ARD-Film «Pizza und Marmelade» geht es am Mittwoch (30. Dezember, 20.15 Uhr) um die geplatzten Träume des jungen Architekten Florian Herzog. Er verliert von einem Moment zum nächsten seine Existenzgrundlage. Als er einen Job in einer Pizza-Bäckerei annimmt und in ein heruntergekommenes Wohnviertel ziehen muss, lernt er die schöne Lucia Blumenberg kennen, in die er sich sofort verliebt.
Regisseur Oliver Diekmann besetzte die Hauptrollen seines Langfilmdebüts mit den Schauspielern Max von Thun (Florian) und Stefanie Stappenbeck (Lucia), die auch als «Polizeiruf 110»-Kommissarin bekannt ist.
«’Pizza und Marmelade’ ist eine Tragikomödie über Einsamkeit, über Menschen, die hilflos versuchen damit umzugehen, dass ihnen der Boden unter den Füßen weggezogen wurde», sagte Regisseur Diekmann über seinen Film. Zu der Idee zum Drehbuch, die er gemeinsam mit der Autorin Andrea Stoll und der Redakteurin Birgit Metz vom Bayrischen Rundfunk entwickelte, inspirierten ihn eigene Erlebnisse. Als Student lebte er in einem anonymen Wohnblock, nach dem Zusammenbruch des Unternehmens Kirch Media war er arbeitslos. «Auch ich musste lernen, Vorurteile abzulegen», sagte der 41-Jährige.
In seinem Film bringt er verschiedene Schicksale zusammen. Neben Florian und Lucia dreht sich die Handlung um den ehemaligen BND-Agenten Edgar Büchner (Michael Hanemann), der seine Nachbarn mit selbstgemachter Marmelade versorgt, die Supermarkt-Kassiererin Fatima (Meral Perin) und die Pizza-Kellnerin Mariella (Celia Sarto). «Sie suchen nach einem Platz in unserer komplexen und anonymen Welt und finden ihn unerwartet in der Gemeinschaft und Liebe», sagte Diekmann.
Der Film feierte seine Premiere auf dem Münchner Filmfest 2008 und wurde dort für den «Förderpreis Deutscher Film 2008» nominiert.
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