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[Feature] Schlichte Eleganz und helle Farben in der Oscar-Nacht – Gewinnerin Sandra Bullock strahlt Gold in Gold

[Feature] Schlichte Eleganz und helle Farben in der Oscar-Nacht – Gewinnerin Sandra Bullock strahlt Gold in Gold

Helle Farben, figurbetonte Schnitte und schlichte Eleganz haben modisch bei der 82. -Verleihung in Los Angeles dominiert. In die Hitlisten der am besten gekleideten Damen zog ganz weit vorne Schauspielerin ein. Als sie in der Nacht zum Montag unter Tränen ihren als beste Hauptdarstellerin («Blind Side») entgegennahm, glänzte nicht nur die goldene Statuette in ihrer Hand, sondern auch sie selbst von oben bis unten. Bullock hatte sich für ein Gold glitzerndes Marchesa-Abendkleid mit Schleppe entschieden – eng anliegend und mit einem aufwendig bestickten Oberteil.

Dass sie ihren jungen Kolleginnen optisch und modisch in nichts nachstehen, bewiesen die nominierten Schauspielerinnen Meryl Streep und Helen Mirren sowie die große Gewinnerin des Abends, Kathryn Bigelow. Streep (60) fiel sofort auf in ihrem schneeweißen, leicht drapierten Kleid mit langen Ärmeln, das durch seine klassische Eleganz bestach. Entworfen hatte es ein Nachwuchsdesigner aus Heidi Klums US-Castingsendung «Project Runway».

Mirren (64) schritt in einer silberfarbenen, mit zahlreichen Glitzersteinchen besetzen Robe von Badgley Mischka den 150 Meter langen roten Teppich zum Kodak Theatre entlang. Und Regisseurin Bigelow (58), deren Irakkriegs-Drama «Tödliches Kommando – The Hurt Locker» gleich sechs Oscars abräumte, wurde in ihrem grauen, auf Figur geschnittenen Entwurf von Yves Saint Laurent so oft wie keine andere Dame von den Kameras eingefangen.

Die internationalen Topdesigner reißen sich alljährlich darum, die Stars bei der -Gala, die auch als die wichtigste Modenschau der Welt gilt, für ein Milliardenpublikum einzukleiden. 40 bis 50 Entwürfe werden manchen weiblichen Stars zur Ansicht geschickt. Immer wieder kommt es vor, dass eine -Diva sich erst in der letzten Minute entscheidet.

Während auch Kate Winslet, Cameron Diaz, Jennifer Lopez oder Diane Kruger mit ihren hellen Kleidern im Trend blieben, setzten andere Kolleginnen farbliche Akzente. Dabei waren diesmal dunkle Rot-Töne beliebt: «Avatar»-Schauspielerin Sigourney Weaver glänzte in einem fließenden Lanvin-Entwurf im Stil einer Göttin der Antike. Penélope Cruz überreichte dem österreichischen Schauspieler Christoph Waltz seinen in einem raffinierten, bordeaux-farbenen schulterfreien Abendkleid von Donna Karan.

Auch George Clooney wurde im Saal von zwei Damen in Rot umsäumt. Zu seiner linken saß seine Freundin Elisabetta Canalis, zu seiner Rechten seine als beste Nebendarstellerin nominierte Filmkollegin Vera Farmiga («Up in the Air»). Ihr Marchesa-Kleid zählte zu einem der wenigen pompös-extravaganten mit seinen üppigen Krepp-Rüschen. Auch «Avatar»-Darstellerin Zoe Saldana stach mit einer ausladenden Rüschen-Schleppe in verschiedenen Violett-Tönen (Givenchy) heraus.

Was das perfekte -Kleid ausmacht, hatte Jennifer Lopez (selbst in einer weißen Armani-Robe) eingangs erklärt: «Man muss sich wohlfühlen und stundenlang darin herumlaufen können.» Streep scherzte, das Schönste an der -Nacht sei es für sie, die hochhackigen Designerschuhe wieder ausziehen zu können.

Neben Kleidern, Schuhen und Taschen stellten auch die Topjuweliere den Stars wieder bereitwillig kostbare Colliers und Ohrringe bereit. Allein Kate Winslet trug laut people.com eine Diamantkette im Wert von 2,5 Millionen Dollar von Tiffany.

Gravierende Modesünden, die das Zeug haben, um in die -Geschichte einzugehen, gab es diesmal zwar. Die Verzierungen auf der Corsage von Charlize Therons Outfit erweckten aus der Entfernung allerdings den Eindruck, als trüge sie den BH über dem Kleid. Stilikone Sarah Jessica Parker dürfte über ihre etwas zerrupfte Frisur nicht glücklich gewesen sein, und Maggie Gyllenhaal stellte unter Beweis, dass man auch auf kleine Details bei der Kleiderwahl achten muss. Ihre gemusterte blaue Robe hatte schon vor Beginn der Gala deutliche Sitzfalten.

Die Herren hatten es modisch in der wichtigsten Filmnacht des Jahres wieder einmal deutlich leichter. «Ich gehe zum Schrank und hole meinen Smoking», hatte etwa Christoph Waltz zu Protokoll gegeben. George Clooney überraschte auf dem roten Teppich indes mit einem außergewöhnlichen Accessoire: Er hatte einen Flachmann in der Brusttasche seines Smokings dabei.

blogtainment/maa/ddp

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