Modedesigner Karl Lagerfeld hat kein Problem mit langen Wintern. Er liebe Kälte und Schnee, wenn es nicht feucht sei, sagte Lagerfeld der «Welt am Sonntag». Aber schöne trockene Kälte finde er toll. Er sei aus dem Norden. «In meiner Kindheit, da dauerten die Winter immer so lange. Ich find das ganz normal. Das soll auch gesünder für die Natur sein und auch für uns», sagte er. Die Leute seien «überhaupt nichts mehr gewohnt», fügte der aus Hamburg stammende Modeschöpfer hinzu.
Für seine neueste Chanel-Show in Paris hatte Lagerfeld eine Eisberglandschaft aufbauen lassen. Die Kulisse habe er im Schlaf früh morgens vor dem Aufwachen gesehen. «Es gab so viele Bilder von all diesen Eis-Themen in Zeitungen, dass das wahrscheinlich in meinem Unterbewusstsein irgendwie steckengeblieben war und als Vision für ein Schau-Dekor wieder rausgekommen ist», sagte er. Er sei wie eine Fernsehantenne. «Ich nehme alle Bilder auf. Vergesse sie wieder. Und mache dann etwas daraus, ohne zu wissen, worum es ursprünglich ging.»
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