Köln (ddp-nrw). In der WDR-Reportagereihe «Vorfahren gesucht» begibt sich Schauspielerin Ann-Kathrin Kramer am Freitag (19. März, 20.15 Uhr, WDR Fernsehen) auf die Spuren ihres Großonkels Willy Zielke (1902-1989). Dabei geht es auch um ein bislang wenig bekanntes Kapitel deutscher Filmgeschichte, wie der WDR am Montag in Köln mitteilte.
Der Regisseur und Kameramann Willy Zielke leitete die Dreharbeiten zum Prolog von Leni Riefenstahls Olympiafilmen. Allerdings war die Zusammenarbeit mit der von der NS-Führung protegierten Regisseurin für Zielke sehr belastend. Er bekam psychische Probleme, wurde in eine Klinik eingeliefert und zwangssterilisiert. Später holte ihn Riefenstahl aus der Klinik, um mit ihm den Film «Tiefland» zu drehen, heißt es in der Dokumentation, die auch umfangreiche Aufzeichnungen Zielkes vorstellt.
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