Saarbrücken/Hamburg (ddp). Die Staatsanwaltschaft Saarbrücken ermittelt gegen die in Hamburg ansässige Michael-Stich-Stiftung. Die Initiative «Nie Wieder!» habe die Stiftung wegen Beschimpfung von Bekenntnissen, Religionsgesellschaften und Weltanschauungsvereinigungen angezeigt, bestätigte die Staatsanwaltschaft am Donnerstag auf ddp-Anfrage. Der Fall sei jedoch inzwischen an die Hamburger Staatsanwaltschaft übergeben worden. Deren Sprecher Wilhelm Möllers lagen dazu zunächst keine Erkenntnisse vor.
Die Initiative mit Sitz im baden-württembergischen Weinheim will erreichen, dass die Stiftung des früheren Tennisspielers Michael Stich künftig für ihre Anti-Aids-Kampagnen keine anstößigen Motive mit irreführenden Aussagen mehr verwendet. Die im Februar bundesweit gestartete Aufklärungskampagne «Jugend und HIV» wolle «mit pietätlosen widerlichen Bildern und auf glaubensverhöhnende Weise den Zusammenhang von Tod und ungeschütztem Geschlechtsverkehr herstellen», hieß es in der Mitteilung von «Nie Wieder!». Die Bild-Motive seien geschmacklos, pornografisch und beleidigend für jeden Katholiken.
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