Nach der Absage von Springers «B.Z. am Abend» in Berlin verzichtet auch die Verlagsgruppe M. DuMont Schauberg auf ihre neue, für die Hauptstadt angekündigte Zeitung. «Damit hat sich das Thema glücklicherweise für uns erledigt», sagte DuMont-Vorstand Konstantin Neven DuMont am Donnerstag in Köln.
Die Axel Springer AG hatte zuvor mitgeteilt, nach eingehender Prüfung der wirtschaftlichen Grundlagen des Projekts habe der Verlag entschieden, einen Markttest des Blattes derzeit nicht weiter zu verfolgen. Springer hatte in Berlin mit dem geplanten Markttest für Unruhe im regionalen Blätterwald gesorgt. Am Dienstag war bekanntgeworden, dass der Verlag ab Montag (19. April) in den drei Ost-Berliner Stadtteilen Hohenschönhausen, Marzahn und Hellersdorf neben dem Stammtitel «B.Z.» auch eine abgespeckte Version der Zeitung für 40 Cent herausbringen wollte.
Beim «Berliner Kurier», dem Konkurrenzblatt aus dem Ostteil der Stadt, war von einem «hochaggressiven Angriff» die Rede. Die Zeitung erscheint im Berliner Verlag, der wiederum der Kölner Verlagsgruppe M. DuMont Schauberg gehört. Das Verlagshaus hatte am Mittwoch seinerseits angekündigt, mit einer Zeitung in den West-Berliner Markt zu gehen. Der Start von «Express» war für den 26. April angekündigt.
(ddp)






