Für Irritationen in Polen hat eine Folge der ZDF-Kabarettsendung «Neues aus der Anstalt» gesorgt. Komiker Urban Priol hatte sich in der vergangenen Ausgabe am 13. April über die «Betroffenheitsorgie» nach dem Unfalltod von Polens Staatspräsident Lech Kaczyski echauffiert, woraufhin ZDF-Programmdirektor Thomas Bellut im polnischen Fernsehen die Wogen glätten musste, wie das Nachrichtenmagazin «Spiegel» vorab berichtete. Man habe keine Gefühle verletzen wollen, aber es handele sich nun einmal um Satire, sagte Bellut. Priol habe «die Rituale rund um Trauerfälle anprangern» wollen.
Priol hatte gesagt: «Ist da eine Heuchelei im Gange: Wie beliebt er war, der in ganz Europa als Nervensäge belächelte Lech Kaczyski. Mit dem wollte doch keine Sau was zu tun haben.» In der gleichen Nummer hatte Priol deutlich derber über einen ähnlichen Unglücksfall in Deutschland fantasiert. «Es ist nicht 100 Prozent mein Humor», sagte Bellut. «Aber wir mischen uns da nicht ein.»
(ddp)







Priol und Schramm machen wenigstens den Mund auf und reden Tacheles. Das meiste, was die beiden in der Anstalt bringen ist kein Kabarett sondern knallharte Wahrheit.