Neue Käufer drängen auf den Kunstmarkt

Die boomende Wirtschaft in Asien sorgt für Verschiebungen auf dem weltweiten Kunstmarkt. Die Kunden kämen nicht mehr nur aus Europa und Nordamerika, sondern immer mehr auch aus Indien, , Russland und anderen Wachstumsländern, heißt es bei den großen Auktionshäusern in New York.

«Wir haben für unsere kommende Auktion schon Interessenten aus der ganzen Welt registriert», sagte Marc , von Christie’s . Auch der Vize- des Sotheby’s in New York, Simon Shaw, sieht eine solche Entwicklung: «Bei unserer letzten Auktion kamen unsere Bieter aus 32 verschiedenen Ländern. Wir haben sehr viele erfahrene Sammler aus den und Europa. Dazu kommen aber die neuen Bieter aus Russland und dem asiatischen Raum, den new economies.»

Weil der Kreis potenzieller Käufer größer wird, erwartet Porter auch steigende Preise. «Mit einem globaleren Kunstmarkt wird auch das Ringen um die großen, qualitätsvollen Arbeiten härter. Wir haben immer nur eine begrenzte Zahl an Meisterstücken, daher werden die Preise steigen», sagte Porter. «Die Nachfrage ist kerngesund», sagte auch Simon Shaw. «Die Auktionen im und im Februar in London haben jeweils unsere Erwartungen weit übertroffen.»

In den Frühjahrsauktionen der beiden Häuser stehen Kunstwerke große Namen und seltene Objekte zum Verkauf. So bietet Christie’s das Ölgemälde «Nackte, grüne Blätter und Büste» von Picasso aus dem Jahr 1932 aus einer amerikanischen Privatsammlung an. Der Schätzpreis liegt bei 70 bis 90 Millionen Dollar (52 bis 67 Millionen Euro). Das Gemälde wurde in den 1950er Jahren direkt von Kunsthändler gekauft. Seitdem ist es im privaten Besitz und wurde das letzte Mal 1961 in ausgestellt.

Kurz vor seinem Tod 1986 hat noch fünf Selbstporträts in einem bestimmten Format selbst hergestellt. Drei dieser Werke hängen in Museen, zwei befinden sich in Privatbesitz. Eines davon wird bei Sotheby’s im Mai versteigert. Die Auktionatoren erwarten 10 bis 15 Millionen Dollar (7,5 bis 11 Millionen Euro) für das Werk.

Die Krise auf den Finanzmärkten wirke sich kaum auf den Kunstmarkt aus, sagen die Händler. «Wir sehen, dass die Käufer mehr Vertrauen in den Kunstmarkt haben als noch im November oder letztes Frühjahr», sagte Shaw. Porter führt das auf nüchterne Fakten zurück: «Es hat sich in letzter Zeit gezeigt, dass Kunst eine relativ stabile Wertanlage ist. Allerdings muss man einen geschulten Blick für Dinge haben, die sich auch wieder gut verkaufen lassen.»

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