Das am Dienstagabend eröffnete 20. Filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern lockt viel Prominenz nach Schwerin.
Präsident der Spielfilmjury ist Kameramann Michael Ballhaus, zu seinen Jurykollegen gehören Schauspielerin Hannelore Elsner, Drehbuchautor Wolfgang Kohlhaase und der Dramatiker Christoph Hein. Die Kurzfilmjury leitet Regisseur Andreas Dresen. Den Ehrenpreis des Festivals, den «Goldenen Ochsen», wird Manfred Krug für seine Lebensleistung entgegennehmen.
Ballhaus sagte kurz vor der Eröffnung, das Festival habe eine sehr persönliche Atmosphäre, und man sehe in Schwerin Filme, die auf großen Festivals nicht laufen. «Die sind mitunter wichtiger, weil überraschender.» Ballhaus hatte im vergangenen Jahr den Ehrenpreis des Festivals erhalten. Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) lobte das Filmkunstfest als mutig und kantig. «Hier haben Filme Premiere gefeiert, über die ganz Deutschland spricht, hier sind junge Filmemacher erstmals aufgefallen, die heute zu den Großen ihrer Branche zählen.»
Bis Sonntag werden in Schwerin mehr als 80 Filme gezeigt. Im Spiel- und im Kurzfilmwettbewerb konkurrieren jeweils zehn Streifen. Auch ein Dokumentarfilmwettbewerb wird ausgetragen, wobei das Publikum den Sieger kürt. Programmreihen zeigen Filme aus der 20- jährigen Festivalgeschichte, in Mecklenburg-Vorpommern gedrehte Produktionen, Filme mit Manfred Krug sowie Architektur- und Kinderfilme.
Hauptpreis des Festivals ist der mit 7500 Euro dotierte «Fliegende Ochse» für den besten Spielfilm. Traditionell bietet das Filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern dem jungen Film ein Podium. Neun Produktionen im Spielfilmwettbewerb sind Debüts oder Zweitwerke. Auch wird das Festival internationaler. Vier Regisseure von Beiträgen im Spielfilmwettbewerb sind nicht in Deutschland geboren. Im Jubiläumsjahr ist auch ein neuer Förderpreis gestiftet worden. Er wurde bei der Eröffnung der Regisseurin und Drehbuchautorin Ulrika Vahl verliehen, die in Demmin geboren wurde.
Blogtainment/ari/dpa / Foto dpa






