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Homosexuellen-Mahnmal: Video erst im Herbst gewechselt

Homosexuellen-Mahnmal: Video erst im Herbst gewechselt

Das umstrittene mit einem sich küssenden Männerpaar am Homosexuellen- wird später ausgetauscht als geplant.

Der künstlerische um das Projekt habe sich aus organisatorischen Gründen verzögert, sagte Denkmals- Sprecherin Leonie Mechelhoff der Nachrichtenagentur dpa. Der Film werde deshalb nicht im , sondern erst im Herbst gewechselt.

Das Mahnmal im erinnert an die im verfolgten Homosexuellen. In dem Steinblock, der die Stelenform von Peter Eisenmans nahe gelegenem Denkmal für die ermordeten Juden Europas aufnimmt, wird seit der Einweihung im Mai 2008 in einer Endlosschleife das Video mit der Kussszene gezeigt.

Die von Alice Schwarzer herausgegebene Zeitschrift «Emma» hatte den Film schon vor der Eröffnung als einseitig kritisiert, weil er die weiblichen Opfer ausschließe. Das dänisch-norwegische Künstlerduo und Dragset hatte daraufhin vorgeschlagen, das Kuss-Video alle zwei Jahre neu gestalten zu lassen.

Bei dem dazu ausgeschriebenen Wettbewerb wählte eine Jury fünf Künstler aus, die bis September ein genaueres Konzept vorlegen sollen. «Die Entscheidung wird nur unter künstlerischen Gesichtspunkten getroffen. Es ist offen, ob es eine männliche oder eine weibliche Szene wird», sagte Mechelhoff.

Die Leiter mehrerer KZ-Gedenkstätten in hatten im März wegen der geschlechtsunspezifischen Ausschreibung vor einer «Verzerrung und Verfälschung der Geschichte» gewarnt. Im Nationalsozialismus seien nur homosexuelle Männer verfolgt worden, schrieben sie in einem offenen Brief. Liebe unter Frauen sei zwar verpönt gewesen, aber kein Grund zur Verfolgung.

Der Lesben- und Schwulenverband hält den möglichen Wechsel zu einem Frauenkuss dagegen für eine gute Erweiterung. Das Denkmal habe auch den Sinn, ein Zeichen gegen aktuelle Diskriminierung zu setzen, sagte Bundessprecherin Renate Rampf. «Wir finden es schön, wenn das Mahnmal beweglich ist und einem Prozess unterliegt.»

Denkmal: dpaq.de/l6a4w

Blogtainment/ari/dpa / Foto dpa

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