Der Berliner Regisseur Jochen Alexander Freydank ist nach seinem Oscar-Gewinn im vergangenen Jahr ernüchtert. «Man könnte meinen, der erste Film nach dem Oscar sei wie ein Freischuss», sagte der 42-Jährige der «Berliner Morgenpost» (Samstagausgabe). Tatsächlich sei das Gegenteil der Fall. Trotz der begehrtesten Filmtrophäe der Welt für den Kurzfilm «Spielzeugland» hielten sich Produzenten in Deutschland mit Aufträgen zurück.
Für seine geplante Kafka-Adaption «Der Bau», für die er Produktionskosten in Höhe von 1,8 Millionen Euro taxiert und Zusagen von Ken Duken, Nicolette Krebitz, Robert Stadlober und Dominique Horwitz habe, hätten ihm vier deutsche Fördertöpfe abgesagt. «Das alles beschäftigt mich sehr», sagte Freydank.
Zuletzt hat Freydank in Saarbrücken einen «Tatort» gedreht, in dem vier aus Afghanistan zurückgekehrte Soldaten unter Mordverdacht geraten. Am 22. Juni feiert der Regisseur in der Berliner Volksbühne mit dem Stück «Johnny Chicago» Premiere, in dem Kurt Krömer die Hauptrolle übernimmt.






