Die Nationalsozialisten setzten Filme gezielt als Propaganda-Mittel ein: Sie sollten die Massen mobilisieren, den Völkermord an den Juden rechtfertigen und am Schluss vor allem den Durchhaltewillen an der Heimatfront stärken.
Das neue Dokumentationszentrum Topographie des Terrors in Berlin zeigt in einer Filmreihe wichtige Beispiele für die beispiellose Indoktrinierung.
Den Auftakt machen am Donnerstag die Dokumentarfilme «Deutschland erwache» sowie «Gestern und Heute». Danach folgen wöchentlich weitere Beispiele wie Leni Riefenstahls «Triumph des Willens» (1934/35) und Wolfgang Liebeneiners «Ich klage an» (1941). Den Abschluss macht am 15. Juli der NS-Durchhaltefilm «Kolberg» (1945) von Veit Harlan.
Die Reihe wurde mit der Filmabteilung des Bundesarchivs entwickelt und von der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung unterstützt. Fachkundige Referenten geben jeweils eine Einführung, im Anschluss ist Gelegenheit zur Diskussion.
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