[TV] „Gräfliches Roulette“ mit Fritz Wepper

Adel verpflichtet. Zum zu gewissen Status-Symbolen wie Schloss, Rolls Royce, . Wie das aber finanzieren, wenn der getreue selbst noch die Stromrechnung aus eigener Tasche begleichen muss?

Wege dorthin, wenn auch nur bedingt nachahmenswert, zeigt die «Gräfliches Roulette» in der ARD am 25. Mai. Graf ist nicht nur extrem kontaktscheu. Er ist auch völlig abgebrannt. Aber für die Heirat mit einer reichen Frau ist er denn doch schon etwas angejahrt. Nicht aber für die Vaterschaft mit einem reichen Sohn. Und schon steht einer bereit, der mit Gebäudereinigungen zu schwerem gekommene Otto samt Familie, den es so sehr in den piekfeinen drängt.

Aber dort darf einer nicht nur Meier heißen. Also: Adoption! Dem Meier und den Seinen bringt das den ersehnten Titel, dem Grafen eine Million, mit der er sein Stammschloss gerade noch mal vor dem Zugriff eines gierigen Immobilienhais retten kann. Ein reelles Geschäft also, aber etwas Unerwartetes kommt hinzu, womit der miesepetrige Graf am wenigsten gerechnet hätte: aufrichtige Sympathie für diese muntere Sippe, die etwas Leben in die gräfliche Bude bringt.

Gedreht wurde auf einem richtigen, noch heute bewohnten Schloss an der Donau. Für die beiden Hauptrollen, Graf und Sohn, standen dem Regisseur und Autor Ulrich König zwei vollgewichtige Erzkomödianten zur Verfügung, und Leonard Lansink, beide nicht eben fürs darstellerische Understatement bekannt.

«Aber das letzte Wort», erinnert sich Markus , im Film der nette Sohn vom nicht so netten Immobilienhai und natürlich alsbald in die Meier-Tochter total verschossen, «hatte denn doch unser Regisseur, der Uli.» Auch er selbst, der geborene vom Jahrgang 1978, hat nur gute Erinnerungen an die beiden prominenten Kollegen: «Anfangs hatte ich ganz schön Bammel. Den Wepper kenne ich schließlich vom Bildschirm her seit meiner Kindheit, bin mit ihm quasi aufgewachsen. Aber er wie Lansink waren nichts als hilfsbereit, nett und offen zu mir, hielten immer einen guten Tipp bereit.»

Gerade hat der gelernte Bühnenschauspieler seinen Vertrag mit dem Münchner Volkstheater gelöst, wo er zuletzt einen von der Kritik emphatisch gefeierten Erfolg in der irischen Komödie «Rum und Wodka» als saufender, prügelnder Familienvater hatte: «Drehen macht mir großen Spaß, und ich darf jetzt mal ein bisschen Geld verdienen.» Zum Beispiel in der ZDF-Serie «Bergwacht», in der er schon vier Folgen lang als Bürgermeistersohn Tobias Herbrechter vor der Kamera stand. Das kam gut an. Jetzt geht es mit zwölf Folgen weiter.

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