Die Natur gesehen mit den Augen bedeutender Künstler der Gegenwart: «An die Natur» heißt eine Ausstellung in der Langen Foundation nahe Neuss in Nordrhein-Westfalen.
Die rund 60 Gemälde, Fotografien, Zeichnungen und Skulpturen von Künstlern wie Georg Baselitz, Anselm Kiefer, Alex Katz oder Karin Kneffel sind dort vom 30. Mai bis zum 5. September zu sehen. Der Blick der höchst unterschiedlichen Künstler reicht von der Nahsicht auf Pflanzen oder Tiere bis zum Blick auf weite Horizonte. Die Kunstwerke sind Leihgaben der Altana-Kulturstiftung in Bad Homburg.
Zwischen romantischer Paradies-Ahnung und dem Schrecken vor den unkontrollierbaren Naturgewalten bewegt sich die künstlerische Anschauung. Eine Sonderstellung nimmt Georg Baselitz ein, der seinen großen, in derben blau-roten Pinselstrichen geschilderten «Teichrohrsänger» (1972) auf den Kopf stellt, um mit dem Naturmotiv eine möglichst hohe Abstraktion zu erreichen.
Robert Longos riesige Kohlezeichnung einer gewaltigen Meeres-Woge lässt den Schrecken der schwarzen Wasser-Wucht spüren.
Ganz der Idylle hingegeben sind zwei so unterschiedliche Positionen wie der verträumte Teich «Lake Light» (1992) des US-Pop-Art-Pioniers Alex Katz (83) und des Fotografen Axel Hütte: Die großformatigen Wasser-Landschaften des Becher-Schülers («Elfenweiher»/2004) erscheinen als moderne Nachfolger der Seerosen- Kompositionen Monets.
Bewusste Verwirrung des Blicks stiftet «Malerfürst» Markus Lüpertz, dessen herbstbunte Hochformate «Vesper» (2002) den Wald als undurchdringliches Dickicht darstellen.
Blogtainment/ari/dpa / Foto dpa






