«Geht doch rein!» – Lenas Heimatstadt feiert Siegerin

Scheitel, dunkler Anzug, Krawatte – wie beim Abschlussball steht Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) mit einem Blumenstrauß in der am von Hannover und wartet auf eine 19-Jährige. Dann kommt sie.

Lena Meyer-Landrut steigt aus der Sondermaschine aus , und keiner guckt mehr auf den Politiker. Alle Kameras schwenken auf die des 2010.

Lena ist zurück in ihrer Heimat, in Hannover. Dort, am Flughafen Langenhagen, stehen Milena (11) und Diana (8) und Tausende andere Fans am Sonntagnachmittag mit selbstgemalten Herzchen-Bildern und Deutschlandfahnen. Um 15.27 Uhr ist es endlich so weit: Die Grand- Prix-Siegerin steigt aus dem -Jet «» und Jubel brandet auf.

Bis vor wenigen Wochen war Lena noch eine ganz normale deutsche Abiturientin. Nun nimmt der Ministerpräsident die 19-Jährige auf dem Rollfeld mit Küsschen in Empfang. Ein roter Teppich ist ausgerollt, ein Dutzend dicke dunkle Limousinen sind vorgefahren. «So empfangen wir hier Präsidenten, aber ich denke, Lena hat es verdient. Sie hat unser Land angemessen vertreten», sagt Wulff staatsmännisch.

behält der Regierungschef in der Hand. Lena schaut auf ihre Fans, beantwortet Reporter-Fragen. Erst im zweiten Anlauf schafft Wulff es, der Siegerin die Blumen in die Hand zu drücken und ihr die Glückwünsche der Kanzlerin zu übermitteln. Der Politiker hat seine beiden kleinen Söhne Linus und Leander mitgebracht. Auch er outet sich als : In der Warteschleife seines Handys ertönt Lenas Siegersong «Satellite».

Die junge Hannoveranerin zeigt sich von dem Empfang in ihrer Heimatstadt überwältigt. In Jeans, Ringelshirt und roten Turnschuhen, in den Haaren ein Kopfschmuck in Schwarz-Rot-Gold, nimmt Lena die Ovationen ihrer Fans entgegen. «Das ist krass, ihr seid ja verrückt. Es , geht doch rein», ruft sie den Wartenden durch das Megafon eines Polizeiwagens zu.

«Ich bin ganz schön überwältigt und versuche, den Moment zu genießen. Aber das ist schwer, weil so viel auf mich einströmt.» Nach ihrem Sieg in Oslo war sie in der Nacht nur zweieinhalb Stunden im Bett. Auch Journalisten drängen auf sie zu, sie haben das Absperrgitter durchbrochen. Dann steigt Lena in eine Limousine, um wenige Meter später wieder anzuhalten, auf das Autodach zu klettern und ihren Fans zuzuwinken.

Anschließend geht es im Autokorso in die Stadt. Vor dem Rathaus, wo weitere tausende begeisterte Fans aus ganz Deutschland warten, erreicht die Lena-Mania einen neuen Höhepunkt: «Oh, wie ist das schön», tönt es aus tausend Kehlen. Die Straßen sind gesperrt, Hannovers Oberbürgermeister Stephan Weil (SPD) hat das Goldene Buch aus dem Tresor geholt.

Lena kommt, lächelt, turnt über die Bühne. Später singt sie dann auch. «Und was machst Du heute abend?», fragt sie ein Journalist. «Ich weiß noch nicht», antwortet sie, «schlafen vielleicht mal.»

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