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Königliche Hochzeit

Königliche Hochzeit

Es wird die des Jahres: Wenn die schwedische Kronprinzessin Victoria (32) am 19. Juni ihren bürgerlichen Verlobten (36) heiratet, schaut die ganze Welt zu.

So wie damals, auf den Tag genau vor 34 Jahren, als Victorias Vater, König , die bürgerliche aus Deutschland heiratete, seine Königin Silvia. Die neuerliche im europäischen Hochadel nimmt das zum Anlass für eine sechsteilige Dokumentarreihe mit dem Titel «Königliche », jeweils dienstags um 20.15 Uhr.

Der Auftakt an diesem Dienstag, «Ein Prinz für Victoria» von Julia Melchior und Sebastian Dehnhardt, nimmt sich zunächst die Schweden-Trauung vor. War es Absicht, dass sich Victoria und Daniel bei der Verkündung ihrer Verlobung im Februar 2009 vor dem Bild des Dynastie-Begründers Jean-Baptiste Bernadotte positionierten? Immerhin war dieser Karl XIV. Johann, wie er von 1818 bis zu seinem Tod 1844 als König von Schweden hieß, ein Bürgerlicher, wenn auch ein hochdekorierter französischer Militär – und der wurde zunächst ebenfalls äußerst kritisch beäugt, später aber hochverehrt.

Dennoch hatte Victoria mit ihrer Wahl einen schweren Stand: Ein Fitnesstrainer als künftiger König? Das passte König Carl XVI. Gustaf zunächst gar nicht, schließlich geht es um die Zukunft der Monarchie und seiner Dynastie. Doch Victoria blieb beharrlich und überzeugte ihre Eltern, die richtige Wahl getroffen zu haben. Viele Millionen Menschen freuten sich mit ihr. Denn mit ihrer Zurückhaltung und sympathischen Ausstrahlung, aber auch mit ihren persönlichen Problemen wie dem Kampf gegen die Magersucht, verkörpert sie eine sehr moderne Prinzessin, die durch ihre Normalität zu den beliebtesten Adeligen des Kontinents gehört.

Die Dokumentation zeigt all dies in einer Mischung aus nachgespielten historischen Szenen, Originalaufnahmen aus der Geschichte Schwedens ebenso wie der aktuell Herrschenden, Interviews mit Adelsexperten und Nahestehenden sowie anschaulich präsentierten historischen Dokumenten. Das Fazit: Mit dieser Ehe sichert die Bernadotte-Dynastie ihren Fortbestand.

Nach einer Fußball-WM-Pause wird die Doku-Reihe fortgesetzt am 13. Juli mit dem Film «Holland und die Macht der Harmonie». Im Mittelpunkt steht die des Jahres 2002 von Kronprinz Willem-Alexander mit der Argentinierin Máxima. Einen Rückblick auf längst vergangenes Glück wirft die dritte Doku «England und das Märchen vom Glück» (20. Juli). Sie zeigt, wie aus der von Prinz Charles und Lady Diana 1981 binnen kurzem eine Alptraumehe wurde und welche Hoffnungen die Briten auf Prinz William setzen.

«Dänemark und seine starken Frauen» (27. Juli) spannt den Bogen von der pompös gefeierten von Prinzessin Margrethe (spätere Königin Margrethe I.) im 1363 bis zur Trauung der heutigen Königin Margrethe II. im 1967. Mit der von Kronprinz Frederik und der Australierin Mary 2004 hat die Zukunft des dänischen Königshauses schon begonnen. Der Film «Norwegen und der Sieg der Liebe» (3. August) will zeigen, wie Kronprinz Haakon und seine Mette Marit mit und nach ihrer 2001 alle Skandale überwinden und Anwürfe überstehen konnten.

In «Spanien und das Leid der Liebe» (10. August) wiederholt sich ein wenig die Geschichte von Victoria und Daniel – nur mit umgekehrten Vorzeichen. Kronprinz Felipe, damals häufig als begehrtester Junggeselle der Welt apostrophiert, heiratete 2004 die Journalistin Letizia. In Spanien löste diese nicht standesgemäße Partnerwahl Irritationen und nicht gerade Jubelstürme aus. Doch die vor mehr als einer Milliarde Menschen machte klar: «Spaniens Bourbonendynastie war im 21. Jahrhundert angekommen», wie das schreibt.

Blogtainment/ari/dpa / Foto dpa

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