Eine große Ausstellung befasst sich in München mit dem Realismus und der präzisen Darstellung der Wirklichkeit.
Die Schau der Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung spannt dabei einen weiten Bogen vom Realismus des 19. Jahrhunderts über die neue Sachlichkeit, die Pop-Art und den Fotorealismus der 1960er Jahre bis zur Kunst der Gegenwart. Mehr als 180 Werke aus Malerei, Fotografie, Skulptur, Videokunst und Grafik von mehr als 120 Künstlern sind nach Angaben des Museums zu sehen, sie alle sind auf eine detailgenaue Auseinandersetzung mit der Realität gerichtet. Die Schau bleibt bis zum 5. September in München und soll anschließend leicht verändert in Rotterdam gezeigt werden. Zuvor war sie in Emden (Niedersachsen) zu sehen.
Die Kunstwerke stammen von Klassikern wie Gustave Courbet, Edward Hopper, Christian Schad oder Duane Hanson, aber auch Künstlern der Gegenwart wie Gerhard Richter und Andreas Gursky sowie jungen Künstlern. In acht Kapiteln werden jeweils fünfzehn bis zwanzig Künstlerpositionen gezeigt. Themen sind unter anderem Stillleben, modernes Historienbild, Porträt und Akt. Die Ausstellung von Nils Ohlsen und Christiane Lange, die in Zusammenarbeit mit der Kunsthalle Emden entstand, will den Betrachter so anregen, über historische Grenzen hinweg der Frage nach der Darstellbarkeit von Wirklichkeit und der Funktion von Kunst bei der Konstruktion von Realität nachzugehen.
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