Locker im Stil, leicht gekräuselte Stirn und eine hochgezogene Augenbraue – das sind Annes Wills Markenzeichen. Die 44- Jährige hat sich als Talk-Gesicht der ARD am Sonntag etabliert, wurde diese Woche noch wegen ihrer guten Quote gelobt.
Seit September 2007 moderierte die dunkelhaarige Journalistin «Anne Will» als Nachfolgerin von Sabine Christiansen. Nun muss die sie ihren Sendeplatz an Günther Jauch abgeben – ihre Zukunft ist ungewiss.
Will wuchs als Tochter eines Architekten in Hürth bei Köln auf, studierte an der Universität Köln und an der Freien Universität Berlin Geschichte, Politologie und Anglistik. Schon während ihrer Studienzeit arbeitete sie als Journalistin bei der «Kölnischen Rundschau» und dem «Spandauer Volksblatt» in Berlin. Ihre berufliche Laufbahn begann mit einem Volontariat beim Sender Freies Berlin (SFB).
Dem Publikum wurde sie Ende 1992 mit der SFB-Talkshow «Mal ehrlich» und dem «Sportpalast» bekannt. Von 1996 bis 1998 war sie auch Gastgeberin in der Show «Parlazzo» des Westdeutschen Rundfunks (WDR). Ihr richtiger Durchbruch kam 1999, als Will in der bis dahin von Männern dominierten ARD-«Sportschau» als Moderatorin auftauchte. Im Jahr 2000 kommentierte sie Übertragungen von Olympia in Sydney.
Anne Will, die sich unter anderem als Botschafterin für die Aktion «Gemeinsam für Afrika» und für ein Verbot von Landminen einsetzt, wurde 2001 wegen ihres «Moderationstalents und ihrer breiten journalistischen Kompetenz» für den Adolf-Grimme-Preis Spezial nominiert. 2002 erhielt sie die Goldene Kamera der «Hörzu» als Shooting-Star und 2006 den Deutschen Fernsehpreis für die beste Moderation einer Informationssendung. 2007 folgte der Hanns-Joachim- Friedrichs-Preis für Fernsehjournalismus.
Blogtainment/ari/dpa / Foto dpa






