Mit der Barock-Oper «Montezuma» von Carl Heinrich Graun eröffnet die Hamburger Kulturfabrik Kampnagel die Spielzeit 2010/2011. Das Stück über die Eroberung Mexikos inszeniert der mexikanische Regisseur Claudio Valdés Kuri.
«Mit “Montezuma” liefert Kampnagel einen eigenen Beitrag zu den Bicentenario-Feiern 2010 in Lateinamerika», sagte Intendantin Amelie Deuflhard in Hamburg. Der argentinische Barock-Spezialist Gabriel Garrido dirigiert ein internationales Sänger- und Musikensemble aus Lateinamerika und Europa. Zuvor ist die Produktion beim Festival Theater der Welt und in Madrid zu sehen.
«Wir werden weiter unser Konzept verfolgen, große Produktionen neben experimentellen Projekten zu präsentieren», sagte Deuflhard. Dabei werde das Programm nicht nach Sparten, sondern thematisch gegliedert. Mit 143 000 Zuschauern im vergangenen Jahr sei Kampnagel so gut ausgelastet wie nie zuvor.
Auf der «Weltbühne» präsentiert Kampnagel unter anderem die neue Arbeit des Choreografen Jecko Siompo aus Papua-Neuguinea. Ebenfalls eingeladen sind der flämisch-marokkanische Choreograf Sidi Larbi Cherkaoui mit seinem neuen Stück «Babel» und «Radio Muezzin» von Rimini Protokoll. «Rue Princesse» ist ein Festival des Künstlerduos Gintersdorfer/Klaßen, für das europäische Künstler von Carsten «Erobique» Meyer bis Gob Squad zusammen mit jungen Künstlern der Elfenbeinküste in Afrika und Europa Projekte entwickeln.
Ausgefallen ist auch das Projekt des Berliner Künstlers Christian von Borries, das sich mit der globalen Wirtschaftskrise auseinandersetzt. Auf einem Containerschiff im Hafen wird er ein Orchester dirigieren und die Musik mit Kommentaren von Wirtschaftsexperten verschneiden. Wieder dabei ist auch die New Yorker Performance-Gruppe Nature Theater of Oklahoma mit «Life and Times – Episode 2».
Blogtainment/ari/dpa / Foto dpa






