Die Promi-Geburtstage vom 12. Juni 2010: Otto Schenk

war Otto Schenk immer «ein bissl peinlich», und «Verbeugungen und Knickserei» sind auch nicht seine . Um Ehrungen wird der österreichische Schauspieler, und Theaterleiter jedoch in den nächsten Wochen nicht herumkommen.

Der ORF plant bereits etliche Sendungen, und eine Jubiläums-DVD mit dem Titel «Sternstunden und alte Hüte» ist auch schon auf dem Markt. Schenk ist «gerührt» über die Würdigungen – aber eine Laudatio auf sich selbst könnte er nicht halten: «Ich würd‘ nur zu stottern anfangen, ich wüsst‘ gar nicht, was ich an mir zu loben habe», sagt er. Heute wird der Erzkomödiant 80 Jahre alt.

Pünktlich zum runden Geburtstag feiert der gebürtige auch schon wieder eine Premiere: Mit «Einmal noch» hat ihm der deutsche Autor Klaus Pohl ein Stück auf den Leib geschrieben, das zwei Tage vor großem an der Josefstadt uraufgeführt wird.

Markenzeichen Schenks ist vor allem seine Vielseitigkeit: Als Nestroy-Darsteller und Komödiant gefeiert, gab er auch manchmal den hemdsärmeligen Volksschauspieler, um anschließend in tragikomischen, ja teilweise melancholischen Rollen zu brillieren. Als Kabarettist profilierte er sich bereits in den 50er Jahren, begeisterte aber auch in den vergangenen Jahrzehnten seine Fans im gesamten deutschsprachigen Raum mit Leseabenden unter dem Titel «». Dabei spielt er – ebenso wie auf seinen Schallplatten und CDs – seine Paraderolle: Den Schenk.

1930 in Wien geboren, besuchte Schenk zunächst das Max-Reinhardt-Seminar und feierte in seiner Heimatstadt bald erste Erfolge am Volkstheater und Theater in der Josefstadt. Schon damals zeigten sich seine zahlreichen Begabungen: Abends stand er auf der Bühne, tagsüber arbeitete er an den ersten Fernsehspielen der 50er Jahre. Später leitete er viele Jahre seine «Heimbühne» an der Josefstadt und machte das zu einem der erfolgreichsten im deutschsprachigen Raum.

Die erste beachtete Inszenierung war 1957 Mozarts «Zauberflöte» am Landestheater. Schenk verband immer wieder geschickt einen realistischen Ansatz mit opulenter Ausstattung und erhielt dafür unter anderem auch im Münchner Residenztheater, an der Mailänder Scala und an der Metropolitan Opera in viel Anerkennung. Die Met ist bis heute im Herzen des Künstlers: «Ein Haus, das ich in dieser Welt so unendlich liebe, dass ich mich dort wirklich zu Hause fühle», betonte er kürzlich. Zudem war Schenk auch 26 Sommer lang als Regisseur und Schauspieler für den Erfolg der Salzburger Festspiele mitverantwortlich.

Von der Opernregie zog er sich Ende der 80er Jahre nach 120 Inszenierungen zurück. Jedoch denkt er mittlerweile darüber nach, diese Entscheidung noch einmal zu überdenken, seit ihm von einigen Direktoren angeboten wurde, einigen «Antiquitäten» – wie etwa dem «Rosenkavalier» in und Wien – neue Frische zu verleihen: «Da kann ich mich ja drauf rausreden, dass aufpolieren nicht dasselbe ist wie neu inszenieren», schmunzelte Schenk im Interview mit der «Kleinen Zeitung».

Den großen Tag wird der Jubilar privat bei einem Mittagessen im Haus von Freunden begehen. Fehlen darf da nicht die große Liebe seines Lebens, seine Frau Renee. Seit fast 54 Jahren sind die beiden nun verheiratet – und ebenso wie bei seiner Arbeit ist Schenk auch der Ehe nicht müde: «Da ist eine Verliebtheit, die ununterbrochen aufschießt, in einer Intensität, dass ich fast erschrecke.»

NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
TSCHIRNER, Nora deutsche Schauspielerin und Moderatorin 29 12.06.1981 Ost-Berlin DDR
DEMIRKAN, Renan deutsch-türkische Schauspielerin und Autorin 55 12.06.1955 Ankara Türkei
COREA, Chick amerikanischer Jazzpianist und Komponist 69 12.06.1941 Chelsea USA
991s 991s

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