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Fussball-WM: Mikrofone gegen nervigen Vuvuzela-Lärm

Fussball-WM: Mikrofone gegen nervigen Vuvuzela-Lärm

Die WM boomt im Fernsehen – trotz Vuvuzela- Dauerbeschallung, wütenden -Protesten und mäßiger Sommerfußball-Partien sitzt ein Millionenpublikum vor dem Bildschirm.

«Das war ein perfekter Start. Die Quoten sind riesig, die Marktanteile gigantisch, und technisch gab es kaum eine Panne», kommentierte -Programmchef Thomas Wehrle in Johannesburg den geglückten -Start mit tollen Einschaltquoten jenseits der Zehn-Millionen-Zuschauer-Marke und der Rückkehr zu traditionellen Lippenmikrofonen für die Kommentatoren.

Damit reagierte der TV-Sender auf die lautstarken Vuvuzela-Tröten in den Stadien, die seit dem Eröffnungstag den TV-WM-Genuss erheblich trüben. Bei ARD und ZDF gingen auch am Sonntag zahlreiche Beschwerden ein. «Wir haben der Produktionsfirma HBS die Meinung unserer Zuschauer mitgeteilt. Auch andere europäische TV-Sender finden das nervig», sagte ARD/ZDF- .

Nach seinen Angaben handelt es sich nicht um eine offizielle Protestnote. Es stehe deutschen Sendern nicht zu, ein Verbot der Vuvuzelas vom Weltverband FIFA und den WM-Gastgebern in zu fordern. «Wir sind Gast in einer anderen Kultur und müssen damit leben», erklärte Gruschwitz

Die Lippenmikrofone, die die Reporter in der Hand halten müssen, ersetzen die modernen (Kopfhörer). Mit der alten Technik können die Außengeräusche gedämpft werden. Ganz auszuschalten ist das ständige Bienenschwarm-Gebrumme zwar nicht. Die Kommentatoren sind aber besser zu verstehen. «Ich drehe zum ersten Mal während der WM den Sound lauter», lobten Fans im Internet den -Trick.

An die Spitze der WM-Hit-Liste setzte sich vor dem Sonntag-Match der DFB-Auswahl gegen das 1:1 von England gegen die USA. 12,56 Millionen Zuschauer sahen am Samstagabend den enttäuschenden Auftritt der Engländer. Auch RTL verbuchte bei der Nullnummer von Frankreich gegen mit 10,34 Millionen Fans eine sehr gute Reichweite. Den höchsten Marktanteil mit 55,5 Prozent und 8,68 Millionen Fans erzielte das WM-Eröffnungsspiel zwischen Gastgeber Südafrika und Mexiko am Freitagnachmittag im Ersten.

«Dass fast neun Millionen Zuschauer um 16.00 Uhr das Eröffnungsspiel geschaut haben, zeigt, welche Zugkraft die Fußball- Weltmeisterschaft hat», sagte ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky. Das schwache Niveau einiger Spiele mindert die Attraktivität des Turniers offensichtlich nicht, zumal einige TV-Leute mit ihrer Kritik nicht hinter dem Berg halten. «Man hat gesehen, dass die Stimmung in der Truppe nicht gut ist. Es war tendenziell eine eher lustlose Veranstaltung», kommentierte RTL-Experte Jürgen Klopp den Auftritt des WM-Zweiten Frankreich.

Neben dem TV verfolgen zahlreiche Fußballfans die WM auch im Internet oder Radio. Auch hier ist die Vuvuzela das Thema Nummer eins. «Wir sind gut darauf vorbereitet und haben sehr gut gedämmte Kopfhörer», erklärte der ARD-Hörfunkreporter Michael Augustin. Aber es sei trotzdem «sehr laut und sehr extrem». Angesichts des Hintergrundgeräusches spricht Augustin «automatisch lauter, als ich es sonst tue. Ich bin schon ziemlich heiser.» Dennoch sei er ein Fan der Vuvuzelas.

Blogtainment/ari/dpa / Foto dpa

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