Stuttgart (ddp). Günther Jauch soll in seiner Talkshow im Ersten ab Herbst 2011 offenbar nicht nur politische Themen behandeln. «Es wäre nicht besonders fantasievoll, wenn Herr Jauch das Konzept von Anne Will eins zu eins übernehmen würde. Das wird er auch nicht tun», sagte der amtierende ARD-Vorsitzende und Intendant des Südwestrundfunks (SWR), Peter Boudgoust, in einem Interview mit den «Stuttgarter Nachrichten» (Donnerstagausgabe). Er erwarte, dass das Themenspektrum breiter werde und sich nicht nur im politischen Talk erschöpfe, «sondern auch andere gesellschaftlich wichtige Themen aufgreift».
Jauch trete «in große Fußstapfen», sagte Boudgoust und verteidigte die Tatsache, dass Will erst kurz vor der Bekanntgabe von Jauchs Wechsel erfahren habe und die Talksendung «Hart, aber fair» mit Frank Plasberg künftig erst am späten Mittwochabend ausgestrahlt wird. «Für Anne Will und Frank Plasberg war es eine Überraschung, aber beide haben sehr professionell reagiert. Beide wissen auch, dass wir sie sehr schätzen und wir auch künftig mit ihnen zusammenarbeiten möchten.» Es sei darum gegangen, dass alle gleichzeitig informiert würden.
Über die künftige Rolle von Will sei noch nicht entschieden worden. «Da sind wir noch nicht festgelegt. Wir haben vereinbart, dass wir uns nach ihrer Rückkehr aus dem Urlaub zum Gespräch treffen.»
Die ARD hatte in der vergangenen Woche mitgeteilt, dass Jauch ab Herbst 2011 ins Erste wechselt und den Sendeplatz von «Anne Will» am Sonntagabend (21.45 Uhr) einnimmt.
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