Ludwigshafen (dpa) Der Schauspieler Moritz Bleibtreu ist am Freitag in Ludwigshafen mit dem «Preis für Schauspielkunst» des Festivals des deutschen Films ausgezeichnet worden.
Festivaldirektor Michael Kötz lobte das «wahrhaft überragende Können» des 38-Jährigen. Es gebe kaum eine auch sehr ernste Charaktervariante, die Bleibtreu bisher nicht auf die Leinwand gezaubert habe, sagte er laut vorab verbreiteter Mitteilung in seiner Laudatio. Der undotierter Preis für Schauspielkunst wird an herausragende Akteure vergeben, die im deutschen Film Charakter und Persönlichkeit gezeigt haben. Zu den bisherigen Preisträgern gehören Hannelore Elsner, Nina Hoss, Klaus Maria Brandauer oder Hanna Schygulla. Das Festival geht am Sonntag mit der Vergabe des Filmkunstpreises zu Ende.
Nach der Verleihung an Bleibtreu stand am Freitagabend der Spielfilm «Jud Süß. Film ohne Gewissen» von Regisseur Oskar Roehler auf dem Programm, in dem der Preisträger Hitlers Propagandaminister Joseph Goebbels spielt. Der Streifen läuft auch als Wettbewerbsbeitrag des Festivals.
Bleibtreu ist der Sohn der Schauspielerin Monika Bleibtreu, die 2009 starb. Er startete seine Schauspielkarriere im Alter von sechs Jahren in der TV-Kinderserie «Neues aus Uhlenbusch». In dem Kinofilm «Lola rennt» gelang ihm 1998 neben Franka Potente der endgültige Durchbruch.
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