Die Eigentümer des Nachrichtensenders N24 bringen ein neues Sat.1-Magazin an den Start. «Wir haben die Zusage für ein wöchentliches, aktuelles Magazin, angelegt auf anderthalb Jahre mit 42 Folgen jährlich», sagte N24-Geschäftsführer Torsten Rossmann, eines der Mitglieder des Konsortiums, das N24 gekauft hat, der «Frankfurter Rundschau».
Zehn bis zwölf Mitarbeiter sollen für das Magazin in einer Tochterfirma arbeiten, die voraussichtlich Anfang 2011 gegründet wird. «Auf diese Weise bieten wir jenen, die wir bei N24 nicht mehr beschäftigen können, eine neue Perspektive», sagte Rossmann. Die Verträge für diese Mitarbeiter werden zeitlich befristet sein.
Während bei den von N24 gelieferten Nachrichten von ProSieben, Sat.1 und Kabel Eins Rossmann zufolge keine großen Änderungen anstehen, wird das Programm von N24 selbst «stärker formatiert». Das bedeute, dass mehr mit 15-Minuten-Formaten gearbeitet werde. Damit erhalte der Zuschauer schnell einen Überblick über das aktuelle Geschehen. «Außerdem ist diese Produktionsweise günstiger», erklärte Rossmann.
Der Verkauf von N24 an das Konsortium um Rossmann und den früheren «Spiegel»-Chefredakteur Stefan Aust war vor rund eineinhalb Wochen bekannt gegeben worden. Es wurden «umfangreiche Restrukturierungsmaßnahmen» angekündigt, 72 Stellen sollen wegfallen.
Aust hatte schon damals angekündigt, sein ursprünglich für den WAZ-Konzern entwickeltes Printprojekt «Woche» einbinden zu wollen. In der «Frankfurter Rundschau» bestätigten Rossmann und Aust nun dieses Vorhaben. «Kommt ein Verlag als Partner dazu, wird es auch ein Printmagazin, kommt keiner dazu, realisieren wir es online», sagte Aust.
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