50 Jahre «Expeditionen ins Tierreich»

Erst hat er mit Aufnahmen von Spechten aus dem Inneren einer Baumhöhle die Fußball-WM von 1954 im englischen TV quotenmäßig übertrumpft, dann setzte Heinz Sielmann in seiner Heimat dem Tierfilm ein Denkmal: Vor 50 Jahren zeigte das Fernsehen erstmals seine «Expeditionen ins Tierreich».

«Das Jahr der Störche» war die erste von ihm für den Norddeutschen Rundfunk (NDR) produzierte Sendung unter diesem Reihennamen. An dieses Jubiläum erinnert das NDR Fernsehen im September mit zwei Sendungen: «50 Jahre Expeditionen ins Tierreich – Pannen, Preise und Premieren» (22.9./20.15 Uhr) und «Das Beste aus Expeditionen ins Tierreich» (23.9./21.00 Uhr). Die Witwe des 2006 gestorbenen Tierfilmers, Inge Sielmann, ist überzeugt: «Die Expeditionen ins Tierreich werden weiterleben.» Sie erfüllten eine «ganz unverzichtbare wunderbare Aufgabe», sagte sie am Montag in Hamburg.

Nach dem Start mit den Störchen, der am 6. März 1960 ausgestrahlt wurde, entwickelten sich Tierfilme schon bald zu einem Dauerbrenner. Seither gehörten sie zu den beliebtesten Sendungen, sagte Patricia Schlesinger, Leiterin des Programmbereichs Kultur und Dokumentation beim NDR.

«Expeditionen ins Tierreich» seien «bestes öffentlich- rechtliches Programm». Es bilde – «und die Zuschauer genießen es». Das Erfolgsgeheimnis: Man sitze vorm Fernseher und habe das Gefühl, das so noch nie gesehen zu haben. Unter dem Titel «Expeditionen ins Tierreich» läuft die Reihe nur noch im NDR Fernsehen, die Filme selbst sind aber auch im Ersten montagabends zu sehen. Neben der BBC gilt der NDR Naturfilm im Studio Hamburg als Europas wichtigster Tierfilmproduzent. Nach «Wildes Russland» widmet sich die nächste große Serie Skandinavien. Im November läuft bundesweit die erste Kinoproduktion von NDR Naturfilm an: «Serengeti».

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