Neues Konzept für Vorabendprogramm nimmt Gestalt an

Hamburg (dapd). Bei einem Wechsel zur ARD könnte Fernsehmoderator Thomas Gottschalk seine Vorstellungen eines neuen Sendeformats umsetzen. Gottschalk habe eigene Ideen, sagte ARD-Programmdirektor Volker Herres am Dienstag in Hamburg. Dabei gehe es nicht um die große Politik.

Nach wie vor ist allerdings offen, ob Gottschalk nach seinem Abschied von "Wetten, dass..?" beim ZDF bleiben wird oder zur ARD wechselt. Beide Sender buhlen um den Entertainer. Herres bestätigte, dass Gespräche mit Gottschalk geführt werden.

ZDF-Programmdirektor Thomas Bellut hatte zuvor dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" gesagt, bis Anfang August müsse man Gewissheit haben, damit der Sender für das nächste Jahr planen könne. Er würde sich wünschen, dass Gottschalk beim Zweiten eine wöchentliche Late-Night-Show moderiert.

Am Dienstagabend sind zudem weitere Details über die Neugestaltung des ARD-Vorabendprogramms bekannt geworden. Es sollen mehrere Quizshows entwickelt werden, die allerdings nicht alle gesendet würden, sagte der ARD-Koordinator Vorabendprogramm, Frank Beckmann. Unter anderem bestätigte er, dass eine Quiz-Show mit Kabarettist Dieter Nuhr pilotiert werde.

Darüber hinaus werde mit Kai Pflaume geredet, sagte Beckmann. Der frühere Sat.1-Moderator Pflaume präsentiert im Ersten bereits die Sendung "Star-Quiz" und die Samstagabend-Show "Klein gegen Groß". Ab Juli ist zudem eine Neuauflage von "Dalli Dalli" geplant.

Am Dienstag wurde indes der erste Schritt der Umgestaltung des ARD-Vorabendprogramms vollzogen. Erstmals wurde "Verbotene Liebe" in verlängertem Format ausgestrahlt. Ab Oktober sollen weitere Änderungen wie die Ausstrahlung neuer Regionalkrimis nach dem Vorbild des "Großstadtreviers" folgen.

Der ARD-Koordinator Vorabendprogramm präsentierte am Dienstag einen weiteren Regionalkrimi aus dem Bereich "Crime & Smile". In dem Krimi "Alles Klara" ermitteln Wolke Hegenbarth und Felix Eitner im Harz. Drehstart sei im Juli. Die knapp 50-minütige Serie zeichne sich durch Spannung, Humor und Menschen aus, die dem Zuschauer nahe seien, sagte Beckmann weiter.

Im Vorfeld waren bereits die Regionalkrimis "Hubert und Staller", "Henker und Richter" (Arbeitstitel), "München 7" und "Nordisch herb" vorgestellt worden.

dapd

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