
Mit Beginn der Urlaubszeit variieren die Preise an den Zapfsäulen europaweit stark. Wie der Auto Club Europa (ACE) in Stuttgart ermittelt hat, beträgt die Differenz zwischen dem höchsten und dem niedrigsten Preis für einen Liter Superbenzin derzeit 1,07 Euro.
Am teuersten ist der Kraftstoff jetzt in der Türkei, wo 1,88 Euro pro Liter verlangt werden. Am günstigsten tanken Autofahrer im Westen Russlands: 81 Cent werden dort für einen Liter verlangt. Der europäische Durchschnittspreis beträgt laut ACE zurzeit 1,25 Euro, der in Deutschland liegt mit 1,43 Euro deutlich darüber.
ACE-Grafik zu den Spritpreisen: dpaq.de/Benzin

Mit einer Forschungsfahrt rund um Island und Grönland wollen Hamburger Wissenschaftler dabei helfen, das Klima in Nordeuropa besser vorherzusagen.
Das Schiff «Meteor» soll am 3. Juli in Cuxhaven zu der Expedition auslaufen, wie Fahrtleiter Prof. Detlef Quadfasel vom Hamburger Institut für Meereskunde am Freitag ankündigte. Die Wissenschaftler wollen unter anderem die Zirkulation des Tiefenwassers und ihre Auswirkung auf das Klima untersuchen.
Im Nordatlantik wollen die Wissenschaftler die Zirkulation des Tiefenwassers untersuchen – das ist die wenige Grad Celsius kalte, sauerstoffreiche Wasserschicht unterhalb von 2000 Metern Tiefe. «Das nach Süden strömende Tiefenwasser wird durch einen oberflächlichen Nordstrom warmen Wassers ersetzt, das im Nordmeer die Atmosphäre heizt und für das milde europäische Klima sorgt», erklärte Quadfasel – die «Warmwasserheizung von Europa» also.
Bei den bisherigen Beobachtungen sei die Zirkulation in den vergangenen 15 Jahren erstaunlich stabil gewesen, berichtete Quadfasel. «Diese Warmwasserheizung ist in Gang geblieben.» Durch die globale Erwärmung könne sich der Zustand aber ändern. Mit den Langzeitmessungen – unter anderem von Wassertemperatur, Salzgehalt und Strömung – sollen Klimamodelle verbessert werden.

Jeff Goldblum (57), Star aus Kassenhits wie «Die Fliege» und «Jurassic Park», will in Hollywood gar nicht mehr die erste Geige spielen.
«Ich sehe das Filmgeschäft heute entspannter als früher», sagte er in einem Interview des Fernsehsenders Tele 5. «Ich muss keine Rollen mehr annehmen, um meine Miete zahlen zu können. Deshalb suche ich mir Angebote aus, die etwas in mir bewegen. Ich will Rollen spielen, die ich lieben kann. Genauso habe ich mir das immer gewünscht». Goldblum ist am Mittwoch (23. Juni) um 20.15 Uhr in dem Film «Der Gefallen, die Uhr und der sehr große Fisch» bei Tele 5 zu sehen.
Außerdem werde er langsam älter, was er auch merke – deshalb trete er etwas kürzer. «Ich stecke Jetlags nicht mehr so schnell weg wie früher, wenn ich von Kalifornien nach Europa fliege. In den ersten Nächten kann ich immer schlecht schlafen. Dann wache ich oft auf, schalte den Fernseher an und checke die Footballergebnisse», sagte er. Aktuell spielt Goldblum in der Krimiserie «Criminal Intent – Verbrechen im Visier» den Kommissar Zach Nichols.

Die Galerie Neue Meister Dresden präsentiert zur Wiedereröffnung des Albertinums 26 Werke des kanadischen Fotokünstlers Jeff Wall. Sie zeigen zu dürfen, sei «ein Glücksfall», sagte der Generaldirektor der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Martin Roth.
Die Schau «Transit» setze zugleich einen wichtigen Schwerpunkt der Gegenwartskunst. In der benachbarten Kunsthalle im Lipsiusbau sind vom 20. Juni bis zum 19. September 19 riesige Großbilddias in Leuchtkästen, sechs Schwarzweißfotografien und eine farbige Arbeit im C-Print-Verfahren zu sehen.
Die Palette der Kunstwerke reicht vom «Doorpusher» (1984) bis zu dem als farbiges LightJet Print realisierte Bild «Search of premises» – einem Experiment. Die meist großformatigen Leihgaben des Künstlers geben einen Überblick über sein Schaffen in 30 Jahren. Einige sind erstmals in Europa zu sehen, sagte Galeriedirektor Ulrich Bischoff. Wall studierte Kunstgeschichte, beschäftigte sich mit Malerei, Fotografie, Bildhauerei, Konzeptkunst und Installationen. Bis er als einer der Ersten mit Leuchtkästen arbeitete, wurde Fotografie schwarz-weiß und im kleinen Format wie Druckgrafik ausgestellt.
Walls beleuchtete Farbdiapositive zeigen scheinbar zufällig aufgenommene Bilder, die jedoch Ergebnis sorgfältiger Inszenierung sind. Jedes Detail der abgebildeten Alltagszenen, Porträts, Landschaften und Innenräume ist minutiös arrangiert, die Menschen bis auf Ausnahmen wie «Restoration» (1993) fast immer eigens dafür engagierte Schauspieler. Die Bilder zeigen Augenblicke körperlicher Gewalt, der Zerstörung, Alltagszenen aus Unterschicht und Bürgertum, sprechen soziale Aspekte wie Umweltverschmutzung, Armut oder rassistische Ausgrenzung an.
Die Motive entdecke er unmittelbar im Leben, sagte der Künstler. Ausgangspunkt seiner Bildthemen sei immer eine Art unvorhergesehene Begegnung. Die «Inszenierung» sei der Versuch, «künstlich irgendein spontanes Geschehen in einer Situation herbeizuführen, das sich nur geringfügig von dem unterscheidet, was sowieso da wäre». Die modernen Allegorien beziehen sich aber auch auf Kompositionsprinzipien und Bildmotive aus der europäischen Kunstgeschichte. «Storyteller» (1986) oder «Tattoos and Shadows» (2001) etwa zeugen von Walls Wissen um das Erbe von Malern wie Manet oder Gauguin und dem Bemühen, im Medium der Fotografie Sinnbilder des modernen Lebens zu schaffen.
«Ich habe keine persönliche Beziehung zu Dresden, aber vielleicht können sich meine Bilder beziehen», sagte Wall. Der mit fünf mal 1,19 Meter größte Leuchtkasten «Restoration» (1993) schlage eine Brücke, so Bischoff. Das Bild thematisiere Wiederherstellung und Bewahrung der Vergangenheit anhand der Restaurierung eines Panoramagemäldes. «Das ist das für Dresden relevante Thema.»

Mainz (ddp). Das ZDF widmet der Hochzeit von Kronprinzessin Victoria von Schweden und Daniel Westling am Samstag eine sechsstündige Sendung. Höhepunkt wird die Liveübertragung der Trauung aus der Storkyrkan, der ältesten Kirche Stockholms, um 15.30 Uhr, wie der Sender mitteilte. Bereits um 13.05 Uhr stimmt der Sender die Zuschauer mit der Dokumentation «Königliche Hochzeit – Ein Prinz für Victoria» ein. Ab 13.50 Uhr beginnt die Übertragung aus Stockholm mit Hintergründen und Interviews zum schwedischen Königshaus. Ab 14.30 Uhr werden die Feierlichkeiten live übertragen.
Die Hochzeit zwischen der schwedischen Kronprinzessin und dem bürgerlichen Westling findet auf den Tag genau 34 Jahre nach der Hochzeit ihrer Eltern, König Carl Gustaf und Königin Silvia, statt. Es werden zahlreiche Monarchen aus ganz Europa erwartet. Die Trauung findet nach skandinavischer Tradition um 15.30 Uhr statt, danach fährt das Brautpaar in einer offenen Hochzeitskutsche durch Stockholm und geht schließlich an Bord des Paradebootes des Königshauses, der sogenannten Hochzeitsschaluppe. Seit der Heirat des Königs und der Königin soll das Boot nicht mehr in Gebrauch gewesen sein. Am frühen Abend wird erwartet, dass sich das Brautpaar dann noch einmal den Gratulanten zeigt.
Kronprinzessin Victoria und Daniel Westling hatten sich 2001 in einem seiner Fitnessstudios kennengelernt. Die Beziehung blieb etwa ein Jahr lang geheim, bis eine Boulevardzeitung davon erfuhr. Erst 2004 zeigte sich das Paar öffentlich, nachdem König Carl Gustaf gemeinsame öffentliche Auftritte zuvor abgelehnt hatte. 2009 gab das Paar schließlich seine Verlobung bekannt.
Mit Spannung wird auch der Auftritt von Victorias Schwester, Prinzessin Madeleine, erwartet. Die 28-Jährige hatte sich nach ihrer Trennung von ihrem Verlobten, dem Anwalt Jonas Bergström, im April völlig aus der Öffentlichkeit zurückgezogen.
Die schwedische Hauptstadt hat sich anlässlich der Hochzeitsfeiern in diesem Jahr dem Motto «Love Stockholm 2010» verschrieben und ein Programm aus Führungen, Ausstellungen und Workshops zusammengestellt.
ddp

Die Art Basel, weltweit die wichtigste Messe für Gegenwartskunst, öffnet an diesem Mittwoch ihre Pforten. Dabei setzen die Veranstalter auf neue Ideen. «Wir wiederholen uns nie, das ist wichtig für unseren Erfolg», sagte Annette Schönholzer, die mit Marc Spiegler das jährliche Kunstreffen leitet.
Bei der 41. «Art Basel» präsentieren 300 Galerien die Werke von rund 2500 Künstlern. Neu im Programm sind die Bereiche «Art Feature» über den kuratorischen Aspekt der Galerienarbeit und «Art Parcours» mit Kunstprojekten in der Stadt Basel als Brücke zur Bevölkerung.
Man müsse dem Zeitgeist folgen und sich neuen Trends anpassen, meinte auch Spiegler. Ein Konzept, mit dem die Messe dem Krisenjahr 2009 erfolgreich die Stirn geboten hat, auch wenn die Umsätze im Vergleich zu den Spitzenjahren 2007 und 2008 leicht zurückgegangen waren.
Für den Sonderbereich «Art Feature» wurden rund 20 Galerien aus 12 Ländern ausgewählt, um ihre Gruppen- und Einzelausstellungen zu zeigen. Das Interesse an diesem neuen Bereich sei groß gewesen, denn mehr als 200 Aussteller hätten sich beworben, erklärte Spiegler. Im Rahmen des «Art Parcours» werden Künstler wie Daniel Buren, John Bock und Martha Rosler mit ihren Performances, Installationen und Videos verschiedene historische Orte in Basel bespielen. «Ich denke es ist wichtig, dass wir mit der Kunst in die Stadt gehen und auch das Potenzial dieser Stadt ausnützen», sagte Schönholzer.
Die Auswahl aus den Bewerbungen für die Messe unterlag auch dieses Jahr wieder strengsten Qualitätskriterien, ohne jedoch die Breite des Angebots einzuschränken. «Wir haben Top-Galerien und ein vielfältiges künstlerisches Angebot», erklärte Spiegler. Von den 300 Galerien stellen die USA mit 72 die meisten Aussteller, Deutschland folgt mit 53 an zweiter Stelle.
Das Leitungs-Duo setzt dieses Jahr auf junge und neue Sammler. Schönholzer erwartet vor allem wieder amerikanische Sammler, die im vergangenen Jahr wegen der Finanzkrise Basel fern geblieben waren. Aber auch finanzkräftige Kunstbegeisterte aus Asien wollen nach Basel kommen. «Wir rechnen mit neuen Sammlern, sowohl aus Europa als auch aus Asien.» Indien gehört derzeit mit China zu den Ländern, deren Bedeutung auf dem Kunstmarkt stark zunimmt. Auf der Art Basel sind dieses Jahr denn auch gleich fünf indische Galerien vertreten – mehr als je zuvor.
Mehr als 60 000 Besucher werden auf der bis Sonntag dauernden Kunstmesse erwartet. Das Angebot umfasst neben einer reichen Auswahl an klassischer Moderne und Nachkriegskunst auch den Sonderbereich «Art Statements», der jungen Künstlern eine ideale Spielwiese bietet. Die 26 Einzelprojekte, die dieses Jahr zu sehen sind, wurden eigens für die Basler Messe geschaffen. Zum Publikumsmagnet geworden ist auch der Sektor «Art Unlimited», der mehr als 60 großformatige, innovative Arbeiten zeigt. Einige nehmen dieses Jahr sogar bis zu 200 Quadratmeter Fläche in Anspruch.
Schönholzer und Spiegler würdigten auf der Pressekonferenz auch den Kunsthändler Ernst Beyeler, der 1970 zusammen mit Trudl Bruchner und Balz Hilt die Art Basel gegründet hat. Dank seiner Kontakte zu Künstlern, Galeristen und Sammlern sei die Messe zu dem geworden, was sie heute ist, einer der wichtigsten Treffpunkte der Kunstwelt, erklärte die amerikanisch-schweizerische Doppelbürgerin.

Die 60. Bad Hersfelder Festspiele sind mit einem feierlichen Festakt und der Premiere von «Wilhelm Tell» eröffnet worden. Die bis zum 8. August laufende Jubiläumssaison des Freilicht-Theaterfestivals steht unter dem Leitmotiv «Europa».
Die Festspiele müssten «größer und internationaler gedacht werden», sagte der neue Intendant Holk Freytag in der Stiftsruine zu seinen Zielen.
In der größten romanischen Kirchenruine Europas zeigte Freytag am Abend eine eigene Inszenierung von Friedrich Schillers Drama «Wilhelm Tell». Bei der insgesamt gelungenen Premiere präsentierte der vom Staatsschauspiel aus Dresden gekommene und für vier Jahre verpflichtete Intendant eine moderne Version des Klassikers mit einigen Überraschungseffekten.
Die etwa 1500 Zuschauer in der nicht ausverkauften Stiftsruine bedachten die Aufführung von «Wilhelm Tell» mit fast zehnminütigem Applaus. Markus Gertken beeindruckte als Titelheld. In weiteren Rollen überzeugten Bernd Kuschmann als Werner Stauffacher, Stefan Reck in der Gestalt des sadistischen Reichsvogts Hermann Gessler und vor allem Altmeister Horst Sachtleben als Freiherr von Attinghausen.
Die achtwöchigen Festspiele haben in diesem Jahr ein Rekordetat von 5,05 Millionen Euro. Der Kartenverkauf liegt den Angaben zufolge unter den Erwartungen. Die Verantwortlichen befürchten ein Defizit.
Einer der weiteren Höhepunkte soll die Uraufführung von «Carmen – Ein deutsches Musical» an diesem Mittwoch werden. Die Hauptrolle bekleidet die international renommierte Darstellerin Anna Montanaro. Am kommenden Samstag wird erstmals ein russisches Stück in Bad Hersfeld zu sehen sein: «Sommergäste». Jean-Claude Berutti inszeniert Szenen von Maxim Gorki. Berutti ist Präsident der Europäischen Theater Konvention (ETC). Sie bildet mit 41 Mitgliedstheatern aus 23 Ländern eines der bedeutendsten Theaternetzwerke Europas.
Festspiele: dpaq.de/lZMvx

Die Schauspielerin Iris Berben und der Pianist Lang Lang sind in Leipzig mit dem Internationalen Mendelssohn-Preis 2010 ausgezeichnet worden. Die Preise wurden während eines Gala-Konzerts im Leipziger Gewandhaus überreicht.
Berben wurde für ihr gesellschaftliches Engagement ausgezeichnet, Lang Lang erhielt den Preis für sein musikalisches Schaffen, begründete die Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Stiftung die Wahl der beiden diesjährigen Preisträger. Der undotierte Mendelssohn-Preis wird seit 2007 verliehen. Er geht auf den Komponisten und früheren Gewandhaus-Kapellmeister Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847) zurück.
Sichtlich gerührt nahm Schauspielerin Iris Berben die Auszeichnung entgegen. Die 59-Jährige erhielt den Ehrenpreis für ihre Rolle als Mittlerin zwischen jüdischer und deutscher Kultur. Mit ihren Projekten richte sie sich entschieden gegen Rassismus und Antisemitismus, hieß es in der Begründung der Mendelssohn-Stiftung. «Wo steht eine Gesellschaft in der es notwendig ist, für eine Haltung ausgezeichnet zu werden, die für viele selbstverständlich ist», fragte Berben nachdenklich.
Mit ihrem Engagement tritt sie nach Ansicht der Stiftung in die Fußstapfen des berühmten Komponisten, der sich nicht nur als Musiker, sondern auch als Kosmopolit, Pädagoge und musikalischer Vermittler zwischen Religionen und Kulturen verdient gemacht habe.
Der chinesische Pianist Lang Lang wurde in der Kategorie «Musik» geehrt. Der 27-Jährige habe mit seinem Einfühlungsvermögen und mit seiner Fähigkeit, Menschen zu begeistern, einen wichtigen Beitrag zur Verbreitung von Mendelssohns Erbe geleistet. «Die Musik Mendelssohns gibt mir Kraft und Inspiration», sagte Lang Lang. Er war im Mendelssohn-Jahr 2009 auf Europa-Tournee mit dem Gewandhausorchester. Das Orchester unter Leitung von Riccardo Chailly wurde wie die Preisträger begeistert gefeiert. Es spielte Werke von Mendelssohn Bartholdy, Johann Sebastian Bach sowie Robert Schumann. Als Solisten wirkten Margarita Höhenrieder am Klavier und Anna Garzuly-Wahlgren an der Flöte.
Gewandhaus: www.gewandhaus.de
Stiftung: www.mendelssohn-stiftung.de

Die Hauptrolle spielt einer der «Sexiest Men Alive». 1986 kürte das «People»-Magazin den amerikanischen Schauspieler Mark Harmon zum Mann mit dem größten Sexappeal.
Ob der ergraute 58-Jährige immer noch so smart aussieht wie damals, können Fernsehzuschauer immer sonntags um 20.15 Uhr auf Sat.1 überprüfen. Dort wird die Krimiserie «Navy CIS» ausgestrahlt. Die Sendung läuft nicht nur in den USA, sondern auch in Deutschland beim Bezahlsender Sky erstaunlich gut. Für Sat.1 ist es aktuell die erfolgreichste Serie.
Ihre Fans verwechseln sie nicht mit den ebenfalls beliebten «CSI»-Formaten und mögen es, wie sich die Fahnder wie in einer Familie kräftig streiten oder harmonisch beim Thanksgiving-Truthahn zusammensitzen. Harmon ist seit 2003 der Chefermittler Leroy Jethro Gibbs, ein ruhiger Typ, der sich nicht gerne in die Arbeit hineinreden lässt.
Amerikanische Serien sind im DVD-Zeitalter noch erfolgreicher als früher. Harmon wird auch in Europa von Zuschauern auf der Straße erkannt. «Die Leute mögen die Serie», sagt der Kalifornier im dpa- Interview in Berlin. «Sie ist universell.» Die Anerkennung der US- Kritik kam recht spät, nachdem sich vor und hinter der Kamera einiges geändert hatte. «Wir machen es jetzt besser», sagt Harmon.
Im Vergleich mit der Echtzeit-Serie «24» ist «Navy CIS» zwar nicht so innovativ, aber auch international erfolgreich. Das US-Magazin «Slate» glaubt sogar, dass die Serie ein Genre für sich ist: ein «Action-Melodram». Die Navy-Ermittler haben jedenfalls die mittlerweile eingestellte Serie um den hartgesottenen, der Folter zugeneigten «24»-Agenten Jack Bauer überdauert.
Die Mordfälle, die das Team des Naval Criminal Investigative Service (NCIS) löst, sind brutal, wenn auch nicht so, dass man weggucken muss. Ein Stilmittel, das für etwas Ruhe sorgt, sind kurze Schwarz-Weiß-Sequenzen. Sie zeigen Gesichter des Teams, die später in der Folge zu sehen sind.
Die Washingtoner Behörde, die im Umfeld der Marine ermittelt, gibt es wirklich, sie ist weniger bekannt als CIA und FBI. Im Team geht es kuschelig zu. Viel Mühe haben sich die Drehbuchautoren bei den Figuren gegeben. Der Chefermittler baut ein Modellschiff im Keller, das Babe am Set ist eine Mossad-Agentin (Cote de Pablo), die kluge Forensikexpertin Abby (Pauley Perrette) darf bei der Arbeit Gothic-Klamotten tragen.
Auch nach gut 160 Folgen: «Es ist ein Tanz, jeden Tag», sagt Harmon über die Dreharbeiten. Viel Wert legen die Macher auf Echtheit. So tragen die Fahnder am Tatort «NCIS»-Kappen. So etwas sehe man in anderen Serien nicht, sagt Harmon. «Schauspieler mögen keine Mützen.»
Harmons Vertrag läuft noch bis 2011, im Spätsommer steht in den USA die achte Staffel an. Die deutschen Fans hängen ein Jahr hinterher. Sat.1 unterbricht den Sommer über die Ausstrahlung der aktuellen siebten Staffel und startet an diesem Sonntag mit einer Doppelfolge aus der fünften Staffel in die Wiederholungsphase. Erst im Herbst wird die siebte Staffel fortgesetzt und beendet.
Früher hat Harmon in Serien wie «Chicago Hope» und «Flamingo Road» oder in Filmen wie «Wyatt Earp» gespielt. Heute steht der Schauspieler bei den Dreharbeiten für «NCIS» (so der Originaltitel) um vier Uhr morgens auf und kommt um halb zehn nach Hause. Eine 45-minütige Folge entsteht an fünf Tagen. Wie es nach 2011 weitergeht? «Ich weiß es noch nicht», sagt Harmon.
EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso hat sich gegen eine Änderung der EU-Verträge ausgesprochen, um neue Schuldenkrisen zu verhindern. Die Finanzkrise sei nicht entstanden, weil die EU-Verträge nicht ausreichten, sondern weil dagegen verstoßen worden sei, sagte Barroso am Freitagabend bei einem Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) im Kanzleramt.
Die Kanzlerin bekräftigte ihre Forderung nach einem Verbot ungedeckter Leerverkäufe auf alle oder bestimmte Aktien und Staatsanleihen. Auch der Wachstums- und Stabilitätspakt in der EU müsse verschärft werden, sagten Merkel und Barroso.
Die Europäische Union (EU) will nach den Worten der Kanzlerin auf dem G20-Weltwirtschaftsgipfel Ende Juni in Kanada bei der angestrebten Finanzmarktregulierung an einem Strang ziehen. “Europa muss und wird mit einer Stimme sprechen”, sagte sie.
Barroso begrüßte die Haltung Deutschlands in der Euro- Verschuldungskrise: “Sie haben den Euro durch Ihre verantwortliche Haltung gestärkt”, sagte der EU-Kommissionspräsident. Die Ungleichgewichte in der EU dürften sich nicht weiter verstärken. Die EU müsse in neues Wachstum investieren.
Das Treffen diente der Vorbereitung des EU-Gipfels am Donnerstag kommender Woche in Brüssel. Die EU-Staats- und Regierungschefs wollen sich auf eine gemeinsame Wirtschaftsstrategie verständigen. Thema ist auch die Reform des Euro-Stabilitätspaktes.
Australien hat die Bewerbung für die Fußball-Weltmeisterschaft 2018 zurückgezogen. Das teilte der Verband Football Federation Australia (FFA) heute mit. Man wolle sich ganz auf die WM 2022 konzentrieren, hieß es. “FFA und FIFA standen zuletzt in einem permanenten Dialog”, so FIFA-Generalsekretär Jerome Valcke.
Dabei habe Australien große Solidarität mit den europäischen Bewerbern gezeigt und sei einer der ersten Bewerber gewesen, die mit ihm in Kontakt getreten sind. Der Weltverband FIFA wird die WM-Endrunden 2018 und 2022 Anfang Dezember vergeben. mehr »
Mit der Barock-Oper «Montezuma» von Carl Heinrich Graun eröffnet die Hamburger Kulturfabrik Kampnagel die Spielzeit 2010/2011. Das Stück über die Eroberung Mexikos inszeniert der mexikanische Regisseur Claudio Valdés Kuri.
«Mit “Montezuma” liefert Kampnagel einen eigenen Beitrag zu den Bicentenario-Feiern 2010 in Lateinamerika», sagte Intendantin Amelie Deuflhard in Hamburg. Der argentinische Barock-Spezialist Gabriel Garrido dirigiert ein internationales Sänger- und Musikensemble aus Lateinamerika und Europa. Zuvor ist die Produktion beim Festival Theater der Welt und in Madrid zu sehen.
«Wir werden weiter unser Konzept verfolgen, große Produktionen neben experimentellen Projekten zu präsentieren», sagte Deuflhard. Dabei werde das Programm nicht nach Sparten, sondern thematisch gegliedert. Mit 143 000 Zuschauern im vergangenen Jahr sei Kampnagel so gut ausgelastet wie nie zuvor.
Auf der «Weltbühne» präsentiert Kampnagel unter anderem die neue Arbeit des Choreografen Jecko Siompo aus Papua-Neuguinea. Ebenfalls eingeladen sind der flämisch-marokkanische Choreograf Sidi Larbi Cherkaoui mit seinem neuen Stück «Babel» und «Radio Muezzin» von Rimini Protokoll. «Rue Princesse» ist ein Festival des Künstlerduos Gintersdorfer/Klaßen, für das europäische Künstler von Carsten «Erobique» Meyer bis Gob Squad zusammen mit jungen Künstlern der Elfenbeinküste in Afrika und Europa Projekte entwickeln.
Ausgefallen ist auch das Projekt des Berliner Künstlers Christian von Borries, das sich mit der globalen Wirtschaftskrise auseinandersetzt. Auf einem Containerschiff im Hafen wird er ein Orchester dirigieren und die Musik mit Kommentaren von Wirtschaftsexperten verschneiden. Wieder dabei ist auch die New Yorker Performance-Gruppe Nature Theater of Oklahoma mit «Life and Times – Episode 2».