
Rap-Rüpel Eminem sprüht nach seinem Entzug vor Energie. Erst vor einem Jahr gab er mit «Relapse» (deutsch: Rückfall) sein Comeback nach fünf Jahren Pause wegen seiner Sucht nach Schlaf- und Beruhigungspillen.
Prompt erhielt er zwei Grammy-Musikpreise – jetzt ist seine neueste Platte weltweit herausgekommen. Mit seinem siebten Studioalbum «Recovery» (deutsch: Wiederbelebung/Erholung) meldet sich der 37-jährige US-Musiker zurück in der Arena der derben, nicht jugendfreien Sprüche.
Der «weiße Rapper» hatte nach eigenen Angaben täglich 10 bis 20 Tabletten geschluckt. Auch den Heroin-Ersatz Methadon nahm er ein, einmal fast eine Überdosis. Er ist nicht der einzige Musiker, der in jüngster Zeit Drogen- oder Medikamentensucht eingestand und therapierte. Der Tod von Michael Jackson, der von Schmerzmitteln abhängig war, war ein trauriger Höhepunkt in dieser Serie.
Eminems Bühnenname ergibt sich aus der Aussprache der Initialen M&M seines richtigen Namens, Marshall Bruce Mathers III. Er war mit 80 Millionen verkauften Platten trotz heftig gestiegener illegaler Downloads der kommerziell erfolgreichste Künstler im vergangenen Jahrzehnt.
Eigentlich sollte es gar kein neues Werk geben. Eminem hatte mit dem Rapperkollegen Dr. Dre für «Relapse» genug Songs für zwei Platten produziert. Stattdessen kam kurz vor Weihnachten mit «Relapse: Refill» eine Neuauflage der Comebackplatte mit sieben neuen Lieder auf den Markt. Zu unterschiedlich ist die neue Produktion geworden, zu sehr hat sich Eminems Stimmung verändert. «Ich habe mit verschiedenen Produzenten gearbeitet, um einen vielfältigen Sound zu schaffen und eine vielfältige Stimmung wiederzugeben», sagte er laut Plattenfirma.
Die 17 Lieder auf «Recovery» enthalten deutlich mehr Gesang als die Songs auf der Vorgängerplatte. Auffällig sind auch die geliehenen Ausschnitte vergangener Hits im Refrain: «What Is Love» von Haddaway in «No Love», «Changes» von Black Sabbath in «Going Through Changes» und «Drive» von R.E.M. in «Space Bound». Die Single «Not Afraid», in der er auf der Flucht vor seiner dunklen Seite seinen Ängsten begegnet, schoss von 0 auf 1 in die US-Charts.
Eminem zieht den großen Trend in der Musikbranche, mit anderen Künstlern zusammenzuarbeiten, schon fast ins Lächerliche. Er holte den schwarzen Südstaatenrapper Lil Wayne, Rihanna und Pink, die in «Won’t Back Down» wie in einem James-Bond-Titelsong daherkommt. Vor seinem Entzug hätte er sich gemeinsamen Songs mit diesen Stars aus Prinzip wohl verweigert.
Der Musiker wirkt in seiner neuen Ära ein wenig durcheinander. Auftritte sind rar gesät. Dennoch kommt er erstmals seit sieben Jahren im Juli wieder nach Europa, zum Schweizer Frauenfeld Open Air (9.7.), dem schottischen In The Park (10.7.) und dem irischen Oxegen Festival (11.7.).
In seiner Dokumentation nimmt Stascha Bader seine Zuschauer mit in die faszinierende Welt der jamaikanischen Musik: In den 1960er Jahren entwickelte sich der Musikstil Rocksteady auf der karibischen Insel aus dem Ska.
Auslöser für die Weiterentwicklung waren angeblich eine Hitzewelle und die aufkeimende Gewalt in den Dancehalls. Der Beat wurde verlangsamt, um das Tanzen weniger anstrengend zu machen und die erhitzten Gemüter zu beruhigen. Der Rocksteady ging dann seinerseits in den Reggae über. Auch wenn der Film von einem Europäer gedreht wurde, merkt man ihm Baders fundierte Kenntnisse dieses Musikstils an. 40 Jahre nach dem Beginn des Zeitalters des Rocksteady kommen in der Doku Musiker dieser Ära in Kingston zusammen und erzählen ihre persönliche Geschichte.
(Rocksteady – The Roots of Reggae, Schweiz, Kanada 2009, 95 Min., FSK o. A., von Stascha Bader)

Mit 24 Jahren hat Amanda Bynes von der Schauspielerei genug. «Eine Schauspielerin zu sein, macht längst nicht so viel Spaß, wie man denkt», twitterte der «Hairspray»-Star. «Ich liebe die Schauspielerei nicht mehr, also höre ich damit auf».
Bynes räumte ein, dass 24 «ein junges Alter für den Ruhestand» sei, aber sie meine es ernst. Wenige Tage zuvor verbreitete sie noch via Twitter, dass Marilyn Monroe und Angelina Jolie ihre Idole seien.
Mit «Hairspray» hatte Bynes 2007 ihren größten Kinoerfolg gefeiert. Zuvor war sie in einer Hand voll Filmen aufgetreten, darunter «She’s The Man – Voll mein Typ» und «Was Mädchen wollen». Von 2002 bis 2006 hatte sie im US-Fernsehen eine eigene Sitcom mit dem Titel «What I Like About You».
Im vorigen Jahr trennte sich nach kurzer Beziehung von dem US-Baseballspieler Doug Reinhardt. Der bändelte danach mit Paris Hilton an, doch im April nahm auch diese turbulente Romanze ein Ende.
Gleich drei deutschsprachige Filme ringen beim 32. Moskauer Internationalen Filmfestival bis 26. Juni um die Trophäe des «Heiligen Georg».
Der französische Starregisseur Luc Besson («Das Fünfte Element») und die von ihm geleitete Jury müssen unter 17 Beiträgen im Hauptwettbewerb ihren Favoriten küren. Im Rennen ist etwa das Ausländerdrama «Der Albaner», ein Film des Regisseurs und Drehbuchautors Johannes Naber aus Baden-Baden. Außerdem gezeigt werden «Boxhagener Platz» von Matti Geschonneck über das Leben im Ostberlin 1968 sowie das Psychodrama «Der Kameramörder» des österreichischen Filmemachers Robert A. Pejo. Insgesamt sind bei dem Festival mit großem Nebenprogramm mehr als 200 Filme zu sehen.
«Ich sehe unsere Hauptaufgabe darin, den Menschen zu zeigen, dass die Leinwand im Kinosaal um einiges besser ist als der Computerschirm zu Hause. Leider laden sich die meisten Zuschauer heute Filme im Internet herunter», sagte Festivalpräsident Nikita Michalkow am Donnerstag unmittelbar vor der Eröffnung. Wie in den Vorjahren zeigt das Festival viele Filme aus früheren Ostblockstaaten, die sich wie Russland mit ihrer sozialistischen Vergangenheit auseinandersetzen.
Moskau gehört wie Berlin, Cannes oder Venedig zu den A-Festivals der internationalen Produzentenvereinigung FIAPF. Das vorwiegend vom Staat finanzierte Kinoereignis wurde 1959 gegründet, seit 2000 wird es jährlich organisiert. Im vergangenen Jahr hatten 40 000 Zuschauer die Filme gesehen, 60 000 weniger als im Jahr davor. Kritiker beklagen, dass es dem von Michalkow autoritär geführten Festival seit Jahren an frischem Wind und vor allem Glamour fehle. Anders als in Berlin und Cannes treten in Moskau kaum Hollywood-Stars auf.

Los Angeles (dpa) - Das Studio Universal Pictures will eine vierte «Bourne»-Folge auf die Leinwand bringen. «Variety» zufolge wurde der Regisseur und Drehbuchautor Tony Gilroy («Michael Clayton») mit dem Skript beauftragt.
Der vorläufige Titel heißt «The Bourne Legacy». Gilroy hatte bereits die ersten drei Streifen zu Papier gebracht. Die erfolgreiche Serie startete 2002 mit Matt Damon als gejagter CIA-Agent in «Die Bourne Identität». Zwei Jahre später kam «Die Bourne Verschwörung» in die Kinos, 2007 «Das Bourne Ultimatum».
Ob Damon auch ein viertes Mal Jason Bourne spielen wird, ist noch unklar. Er machte bereits deutlich, dass er nur für den Regisseur Paul Greengrass vor die Kamera treten würde. Greengrass hatte die beiden letzten Folgen inszeniert. Ein Regisseur wurde noch nicht benannt. Universal will den Streifen 2012 fertig haben.
Die Anne-Frank-Stiftung hat einen Roman einer britischen Autorin kritisiert, in dem das junge jüdische Mädchen in seinem Hinterhausversteck Sex hat.
«Das ist geschmacklos, es fehlen einem die Worte», sagte am Montag eine Sprecherin der Stiftung in Amsterdam. «Das sieht sehr nach Sensationshascherei unter Missbrauch des Namens von Anne Frank aus.»
Die Stiftung reagierte damit auf die Ankündigung des Buches «Annexed» der britisch-asiatischen Autorin Sharon Dogar. Laut Medienberichten dichtete die Autorin Anne Frank, die 1945 mit 15 Jahren im Konzentrationslager Bergen-Belsen starb, eine sexuelle Beziehung zu dem knapp drei Jahre älteren jüdischen Jungen Peter van Pels an. Er lebte mit seinen Eltern und der Familie Frank in dem Versteck im Hinterhaus der Prinsengracht 263, in dem sich acht Juden vom Sommer 1942 bis zu ihrer Verhaftung am 4. August 1944 vor den Nazis verborgen hatten.
Dogar hatte Annes weltberühmtes Tagebuch über ihre Zeit im Versteck für ihren Roman herangezogen. In dem Tagebuch habe das Mädchen zwar berichtet, dass es sich in Peter verliebt habe, aber es gebe keinerlei Hinweis auf eine sexuelle Beziehung, sagte die Sprecherin der Anne-Frank-Stiftung. «Es ist ein schönes, offenherziges und reines Tagebuch.»
Auch Buddy Elias, der einzige Neffe Anne Franks, der noch am Leben ist, kritisierte den Roman, der vom britischen Verlag Andersen Press veröffentlicht wird. «Anne war nicht das Kind, als das sie in diesem Buch dargestellt wird», sagte er der Londoner «Sunday Times». «Ich glaube auch nicht, dass ihr schreckliches Schicksal für eine fiktive Geschichte verwendet werden sollte.» Der Roman «Annexed» geht nach Verlagsangaben zeitlich über den Zeitpunkt der Verhaftung der versteckten Juden hinaus und erzählt von Peter van Pels’ Schicksal im Konzentrationslager Auschwitz.
Von den acht «Untergetauchten» in der Prinsengracht hatte allein Annes Vater Otto Frank die Konzentrationslager überlebt. Er veröffentlichte später die Aufzeichnungen seiner Tochter. Unter dem Titel «Das Hinterhaus» wurden sie weltberühmt und erschienen in zahlreichen Sprachen.

England in den 1920er Jahren: Als Familie Whittaker von der Heirat ihres Sprosses John (Ben Barnes) erfährt, ist sie gar nicht begeistert. Besonders Johns konservative und neurotische Mutter (Kristin Scott Thomas) passt die junge Amerikanerin Larita (Jessica Biel) nicht ins Konzept.
Mit allen Mitteln versucht sie die Beziehung der Jungvermählten zu zerstören. Regie in dieser bissigen Gesellschaftskomödie, basierend auf einem Theaterstück von Noel Coward, führte Stephan Elliott («Priscilla – Königin der Wüste»). Die Verfilmung glänzt mit ihrer Starbesetzung.
(Easy Virtue – Eine unmoralische Ehefrau, Großbritannien 2008, 96 Min., FSK ab 6, von Stephan Elliott, mit Jessica Biel, Colin Firth, Kristin Scott Thomas)

Die weltweit größte Messe für Gegenwartskunst «Art Basel» ist am Sonntag mit einem Besucherrekord beendet worden. In diesem Jahr zog der Treffpunkt der internationalen Kunstwelt mehr als 62 500 Künstler, Sammler, Kuratoren und Kunstliebhaber aus aller Welt an.
Die Sammler hätten das künstlerische Material und die Standpräsentationen die ganze Woche hindurch mit starken Umsätzen belohnt, erklärten die Veranstalter.
Etwa 300 Galerien aus aller Welt boten Arbeiten von mehr als 2500 Künstlern an. Dazu gehörten Klassiker der Moderne, aber auch Werke junger Künstler, die vor allem in dem Sonderbereich «Art Statements» zu waren. Mit 72 Galerien waren die USA am stärksten vertreten, gefolgt von Deutschland mit 53.

Der exzentrische Londoner Schriftsteller und Künstler Sebastian Horsley ist tot. Er starb wahrscheinlich an einer Überdosis Heroin, teilte der Blumenbar Verlag in Berlin mit. Horsley wurde 47 Jahre alt.
Der Exzentriker wurde durch provokante Kunstaktionen bekannt. Für eine Performance ließ er sich auf den Philippinen freiwillig ans Kreuz nageln und dabei filmen.
Auf Deutsch erschienen seine Memoiren «Dandy in der Unterwelt». In seinen Werken schilderte Horsley seine Drogen- und Sexsucht, seine kaputte Familie und seinen Umgang mit Prostituierten. Erst vor wenigen Tagen wurde eine Theaterfassung von «Dandy in der Unterwelt» im Soho Theater in London uraufgeführt. Horsley wurde vermutlich von seiner Freundin am vergangenen Donnerstag (17. Juni) leblos in seiner Wohnung in Soho gefunden.

Wasser im Keller, marode Fundamente, uralte Technik – die Berliner Staatsoper Unter den Linden ist ein dringender Sanierungsfall. Nach jahrelangem Hickhack um Kosten und Entwürfe beginnt nun der Umbau des Opernhauses in der Berliner Mitte.
In drei Jahren sollen Generalmusikdirektor Daniel Barenboim und sein Ensemble für knapp 240 Millionen Euro einen runderneuertes Arbeitsplatz bekommen. Offizieller Start der Bauarbeiten ist am 21. September mit dem ersten Spatenstich.
«Wir wollen das Haus als Gesamtkunstwerk erhalten», sagte der Architekt Hans-Günter (HG) Merz am Montag bei einem Rundgang. Die vom DDR-Architekten Richard Paulick nach dem Krieg neu aufgebaute Oper des Schinkel-Schülers Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff soll am 3. Oktober 2013 wieder eröffnet werden. In der Zwischenzeit spielt das Ensemble im Schiller Theater im Berliner Stadtteil Charlottenburg, das eigens dafür gerade renoviert wird. Kosten: 26 Millionen Euro.
Merz kennt sich mit preußischen Bauten aus. Der Stuttgarter hat in Berlin unter anderem die Nationalgalerie und die Staatsbibliothek saniert und umgebaut. Er will sich an die Ausschreibung halten, die ihn dazu zwingt, das Rokoko-Ambiente der Staatsoper sowie die Fassade zu erhalten.
Auch das gegenüberliegende Intendanzgebäude und das Magazin der Staatsoper werden saniert. Dort, wo heute Kulissen und Requisiten aufbewahrt werden, sollen zwei neue Probesäle entstehen. Die Kulissen der drei Berliner Opernhäuser werden in Zukunft in einem Lager in Hohenschönhausen aufbewahrt.
«Wir wollen die technischen Voraussetzungen schaffen, um 300 Vorstellungen im Jahr spielen zu können», sagte der technische Direktor der Staatsoper, Hans Hoffmann. Heute sind unter den begrenzten Möglichkeiten bis zu 220 Aufführungen im Jahr möglich.
Im Zuschauersaal soll die Rokoko-Decke Paulicks erhalten bleiben, doch zwischen der Decke und dem dritten Rang wird eine sogenannte Nachhallgalerie eingebaut, um die Akustik zu verbessern. Das war eine der zentralen Forderungen Barenboims an den Umbau. Die meisten der rund 1200 Plätze sollen auch eine bessere Sicht auf die Bühne bekommen.
In den kommenden drei Jahren soll die Staatsoper entkernt und das Haus auf neue Fundamente gestellen werden. Etwa 17 000 Quadratmeter sind von Feuchtigkeit befallen, das Grundwasser drückt die Isoliermasse aus den Grundmauern. Neu verlegt werden hunderte Kilometer Kabel, 8000 Schalter, Steckdosen und Rauchmelder eingebaut. Mehr als 100 000 Quadratmeter Wand müssen neu verputzt werden.
Die Staatsoper war nach Plänen des Bauhaus-Schülers Richard Paulick (1903-1979) in den 50er Jahren aus der Kriegsruine wieder aufgebaut worden. Um die Sanierung wurde jahrelang gestritten. Schließlich willigte der Bund ein, 200 der auf 239 Millionen Euro geschätzten Bausumme beizusteuern. 39 Millionen gibt das Land Berlin. Ein erster Entwurf des Architekten Klaus Roth, der einen vollständigen Neuentwurf des Inneraums vorsah, wurde verworfen.
Senatsbaudirektorin Regula Lüscher Lüscher und Merz äußerten sich zuversichtlich, dass der Bau rechtzeitig und mit den geplanten Geld fertig wird. Die Gefahr einer Kostenexplosion wie bei der Hamburger Elbphilharmonie sieht Lüscher nicht. «Ich möchte mich nicht mit Hamburg vergleichen», sagte die Baudirektorin. Vorsorglich hat sie aber 20 Millionen Euro für unliebsame Überraschungen auf die hohe Kante gelegt.

Deutschland im Fußballtaumel: Mehr als 30 Millionen Menschen sahen den Sieg der DFB-Elf gegen Australien, weit mehr als 20 Millionen waren es bei der mittäglichen Niederlage gegen Serbien.
Das Land hat keine Bürger mehr, sondern nur noch Fans, möchte man meinen. Doch sind das wirklich alles Fußballverrückte, sind es Partygänger oder Opportunisten-Gucker? Eine Auswahl:
- DER WM-FANATIKER
Man erkennt ihn sofort: Er ist ungewaschen und unrasiert, läuft ständig im Deutschland-Trikot herum oder (die globalisierte Variante) besitzt Shirts aller WM-Teilnehmer und trägt diese passend zu den Spielen. Zur WM nimmt er sich vier Wochen Urlaub. Keine, wirklich keine Partie entgeht ihm. Selbst für unbedeutende Kicks wie Slowakei gegen Neuseeland lässt er die Hochzeitsfeier seiner Schwester sausen. Er kennt sämtliche Spieler aller 32 WM-Teilnehmer auswendig, inklusive deren Jugendvereine. Hat ein enzyklopädisches Wissen (wer hat den ersten Elfmeter der WM-Historie verwandelt?) und besitzt Pay- TV-Abos für Bundesliga, zweite Liga, mehrere europäische Ligen sowie die Copa América. Er ernährt sich während des Turniers hauptsächlich von Bier, Grillwürstchen und Chips. Sein Trauma: Ein Tor zu verpassen, weil er eben doch mal aufs Klo musste. mehr »
Tausende Menschen haben am Montag die Sommersonnenwende am prähistorischen Steinkreis Stonehenge gefeiert.
Druiden, Sonnenanbeter oder einfach nur Neugierige – etwa 20 000 Menschen hatten die Nacht über an dem mysteriösen Monument bei Salisbury in Südwestengland ausgeharrt und jubelten, als die Sonne gegen 5.00 Uhr Ortszeit zum längsten Tag des Jahres am Horizont erschien.
Die Steinkreise von Stonehenge gelten als das bedeutendste prähistorische Bauwerk Europas. Die Kultstätte aus der Jungsteinzeit gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die bis zu 25 Tonnen schweren Steinkolosse wurden vermutlich etwa 2500 vor Christus aus Wales dorthin geschafft.
Möglicherweise war Stonehenge eine Art Kalender, mit der die Sommer- und die Wintersonnenwende vorausgesagt werden konnten. Das Rätsel um die Bedeutung der geheimnisvollen Stätte wurde bislang nicht vollständig gelöst.