Pollesch verspricht Hawaii und schenkt Wodka aus

Mülheim an der Ruhr ist für René Pollesch immer ein Heimspiel: Hier hat er mehrfach den Publikumspreis der Stücketage eingeheimst und sich einen treuen, belastbaren Fankreis erobert. Dass der Applaus für die Uraufführung des dritten und letzten Teils seiner Ruhrtrilogie «Der perfekte Tag» zwar herzlich, aber ziemlich kurz ausfiel, war dem eisigen Wind geschuldet. Denn der Spielort liegt wiederum unter freiem Himmel: Eine öde Industriebrache im unwegsamen Niemandsland. Bert Neumann hat, ähnlich wie im vergangenen Jahr bei «Cinecittà aperta», auf dem zugigen Gelände ein paar Wohnwagen verteilt, in der Mitte stehen die üblichen weißen, wackeligen Plastikstühle für das Publikum. Alles sieht in guter alter Volksbühnen-Tradition nicht nur reichlich unfertig aus; die Vorstellung. Read More..

Die Promi-Geburtstage vom 12. Juni 2010: Otto Schenk

Applaus war Otto Schenk immer «ein bissl peinlich», und «Verbeugungen und Knickserei» sind auch nicht seine Sache. Um Ehrungen wird der österreichische Schauspieler, Regisseur und Theaterleiter jedoch in den nächsten Wochen nicht herumkommen.Der ORF plant bereits etliche Sendungen, und eine Jubiläums-DVD mit dem Titel «Sternstunden und alte Hüte» ist auch schon auf dem Markt. Schenk ist «gerührt» über die Würdigungen - aber eine Laudatio auf sich selbst könnte er nicht halten: «Ich würd' nur zu stottern anfangen, ich wüsst' gar nicht, was ich an mir zu loben habe», sagt er. Heute wird der Erzkomödiant 80 Jahre alt.Pünktlich zum runden Geburtstag feiert der gebürtige Wiener auch schon wieder eine Premiere: Mit «Einmal noch» hat ihm der deutsche Autor Klaus Pohl ein. Read More..

Sido beißt sich in den Charts fest

Sido hat einen Lauf: Zwar musste sich der Berliner Rapper Li-La-Lena geschlagen geben, aber mit seinem Album «MTV Unplugged - Live aus'm MV» (CD/DVD) landete er direkt auf dem zweiten Platz der Charts.Nirvana, Grönemeyer, Bob Dylan: Es sind die ganz Großen im Pop, denen eine besondere Ehre zuteil wird: ein Akustik-Konzert in der Unplugged-Reihe des Musiksenders MTV. Dass sich mit Sido nun auch ein Protagonist des umstrittenen Berliner Rap darunter findet, ist kurios: Unlängst noch konnten Hauptstadt-Rapper froh sein, wenn ihre oftmals anzüglichen Videos überhaupt bei MTV liefen. Die Zeiten haben sich geändert: Bushido (31) darf sein Leben verfilmen, Sido, der einst mit Songs wie «Mein Block» reüssierte, eine Unplugged-Sendung aufnehmen.«MTV Unplugged» habe ihm gezeigt, so Sido,. Read More..

Applaus für Debütstück «Sonst ist alles drinnen»

Minutenlangen Applaus bekommt das Debütstück «Sonst ist alles drinnen» der jungen Autorin Anne Lepper. Der Beifall der rund 120 Zuschauer im ausverkauften Neuen Haus der Münchner Kammerspiele kommt wie eine Befreiung daher und mag kaum aufhören.Dann gehen die Zuschauer fast betreten und sicher aber nachdenklich aus dem Saal. Denn das gerade Gesehene ist bedrückend. Lepper widmet sich in ihrem Stück gesellschaftlich brisanten Themen wie Inzest, blindem Neid, permanenter Unzufriedenheit und Hedonismus. In der Inszenierung werden die Themen nicht direkt ausgesprochen, sind aber stets präsent.    Schwere, vergilbt wirkende Spitzenvorhänge trennen das Publikum von der Bühne. Sie trennen auch die Hauptfigur des Stücks, die knapp 40-jährige Anne, von der Außenwelt. Seit dem Begräbnis. Read More..

Premiere für «Die Affäre Rue de Lourcine»

Ein Filmriss, ein Mord und die Frage «Was zur Hölle ist gestern nur geschehen?» - das sind die Themen der Komödie «Die Affäre Rue de Lourcine» des französischen Autors Eugène Labiche (1815 - 1888), die in der Regie von Hans-Ulrich Becker Premiere im Münchner Cuvilliés-Theater feierte. Zum Schluss gab es vom Publikum minutenlangen Applaus und vereinzelte Bravo-Rufe, die vor allem den beiden Hauptdarstellern Rainer Bock in der Rolle des Lenglumé und Stefan Wilkening als Mistingue galten.Das Stück dreht sich im wesentlichen um einen ganz üblen Kater. Als Lenglumé eines Morgens nach einem Klassentreffen aufwacht, hat er nicht die geringste Ahnung, wie er die vergangene Nacht verbracht hat. Er hat zu viel getrunken - das weiß er noch - der Rest liegt im Dunkeln. Vollends verwirrt. Read More..

Geiger David Garrett: Musik müsse doch nicht wie eine Meditation aufgenommen werden

Berlin (ddp). David Garrett (28), Geiger, findet Applaus zwischen den Sätzen eines Konzerts nicht verwerflich. «Das hat Beethoven nicht gestört, weshalb sollte es mich stören?», sagte er der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung». Es gebe doch nichts Schöneres für einen Künstler, als wenn sein Publikum nach einem Satz spontan applaudiere. «Dieser ganze Firlefanz von wegen man darf nicht zwischen den Sätzen applaudieren, ist eh erst Anfang des 20. Jahrhunderts entstanden.» Musik müsse doch nicht wie eine Meditation aufgenommen werden, «man steht ja nicht vor dem Kreuz». Musik solle Spaß machen. Man solle sich nicht zurückhalten im Konzertsaal.

Frühere Bischöfin stellt neues Buch vor

München (ddp). Der erste öffentliche Auftritt der früheren Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche Deutschlands (EKD), Margot Käßmann, am Mittwoch in München ist auf großes Interesse bei Journalisten, Anhängern und Schaulustigen gestoßen. Kurz vor Beginn des 2. Ökumenischen Kirchentags stellte die 51-Jährige in einer großen Münchner Buchhandlung ihr neues Buch «Das große Du - Das Vaterunser» vor. Dazu drängten sich mehr als 200 Menschen in der Buchhandlung, die die Ex-Bischöfin mit Applaus begrüßten. Käßmann hatte in der Nacht zum 21. Februar betrunken mit ihrem Dienstwagen eine rote Ampel überfahren und war dabei von der Polizei erwischt worden. Sie trat wenige Tage. Read More..

Weltwirtschaftskrise prägt Berliner Theatertreffen

Mit viel Applaus hat das 47. Berliner Theatertreffen begonnen. Zum Auftakt des zweieinhalbwöchigen Festivals deutschsprachiger Bühnen stand Horváths «Kasimir und Karoline» auf dem Programm. Mit dem Schauspiel Köln holte der niederländische Regisseur Johan Simons das 1932 uraufgeführte Stück über Arbeitslosigkeit und Desillusionierung konsequent in eine neonbunte, trostlose Gegenwart. Das Publikum war beeindruckt.Der frühere französische Kulturminister Jack Lang warnte in seiner Rede zur Festivaleröffnung die Politik davor, die Bedeutung des Theaters zu unterschätzen. «Zu viele Politiker halten das Theater heute für überflüssigen Luxus», sagte Lang. «Sie verweisen auf die Wirtschaftskrise als Vorwand, um die Kürzungen im Kulturetat zu rechtfertigen.» Das sei jedoch «ein. Read More..

Die Promi-Geburtstage vom 08. Mai 2010: Keith Jarrett

Wenn Keith Jarrett jetzt das Rentenalter erreicht hat, liegt eine Karriere von weit mehr als den üblichen 30, 40 Jahren hinter ihm. Jarrett war noch nicht drei, als er Unterricht am Klavier bekam. Mit sieben gab er sein erstes Konzert, mit zwölf ging er auf Tourneen und gerade 17-jährig füllte er ein Abendprogramm ausschließlich mit eigenen Kompositionen. Heute wird das ehemalige Wunderkind 65.Der schmächtige Amerikaner mit dem Bürstenschnitt wird weit über seine Heimat hinaus als einer der besten, vielleicht sogar der beste Pianovirtuose und -improvisateur der Gegenwart gefeiert. Wenn Jarrett in die Tasten greift, wird er zum Magier. Sein legendäres «The Köln Concert» (1975) ist mit über 3,5 Millionen verkauften Kopien das erfolgreichste Soloalbum der Jazz-Geschichte.«Wofür. Read More..

Moderner Tanz zwischen Himmel und Erde

Sie kriechen, taumeln, winden sich, tanzen leichtfüßig, geschmeidig und dann wieder aggressiv - Choreograph Henrique Rodovalho lässt in seinem 80 Minuten dauerndem Stück kaum etwas aus. Mit der mitreißenden Europapremiere des Tanzstückes «Up in the mouth» hat die Quasar Companhia de Dança aus Brasilien am Donnerstagabend die Movimentos-Festwochen in Wolfsburg fortgesetzt. Mit stürmischen Applaus honorierte das Publikum im denkmalgeschützten Kraftwerk des VW-Konzerns die Leistung der Tänzer.Rodovalho will mit seinem Stück die Gegensätze von irdischer Realität und himmlischem Paradies ausdrücken. «Das erzähle ich mal brutal, mal humorvoll und natürlich kann man merken, dass meine Wurzeln im Kampfsport sind», sagte der Brasilianer. Aber es seien auch ethnische Elemente zu. Read More..