Start für Sanierung von Berlins Staatsoper

Wasser im Keller, marode Fundamente, uralte Technik - die Berliner Staatsoper Unter den Linden ist ein dringender Sanierungsfall. Nach jahrelangem Hickhack um Kosten und Entwürfe beginnt nun der Umbau des Opernhauses in der Berliner Mitte. In drei Jahren sollen Generalmusikdirektor Daniel Barenboim und sein Ensemble für knapp 240 Millionen Euro einen runderneuertes Arbeitsplatz bekommen. Offizieller Start der Bauarbeiten ist am 21. September mit dem ersten Spatenstich.«Wir wollen das Haus als Gesamtkunstwerk erhalten», sagte der Architekt Hans-Günter (HG) Merz am Montag bei einem Rundgang. Die vom DDR-Architekten Richard Paulick nach dem Krieg neu aufgebaute Oper des Schinkel-Schülers Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff soll am 3. Oktober 2013 wieder eröffnet werden. In der Zwischenzeit. Read More..

Ausbau des Bayreuther Festspielhauses gestoppt

Wegen eines Streits um die Kosten ist der Ausbau des Bayreuther Festspielhauses nach Medienberichten vorerst gestoppt worden. Der Bauantrag sei zwar inzwischen gestellt, das Projekt ruhe aber, berichtete das Nachrichtenmagazin «Focus» unter Berufung auf den federführenden Architekten Bernd Werner. Bei dem Streit gehe es um Baukosten von rund zehn Millionen Euro. Der im Stiftungsrat der Bayreuther Festspiele vertretene Freistaat Bayern geht dem Bericht zufolge davon aus, dass die Kosten für die baulichen Erweiterungen die «Freunde von Bayreuth» übernehmen.Dieser Einschätzung habe jedoch der Vorsitzende des Mäzenaten- Vereins Georg von Waldenfels widersprochen, berichtet das Blatt. «Da gibt es keinen Automatismus», zitiert «Focus» von Waldenfels. Zudem gebe es juristischen Ärger. Read More..

Norman Foster bleibt auch mit 75 modern

Ganz egal wie das Wetter draußen ist, in der Glaskuppel auf dem Berliner Reichstag herrscht immer ein besonderes Licht. Ähnliche Erfahrungen machen die Besucher des berühmten British Museum in London. Auch wenn es draußen schüttet wie aus Eimern, das Dach des Museums zaubert eine Atmosphäre, als würde draußen die Sonne strahlen. Für beide Lichteffekte ist Norman Foster zuständig. Und mit beiden Bauwerken zeigt der britische Architekt in Perfektion, wofür er bekanntgeworden ist: Sein Händchen für Licht, Helligkeit und Transparenz.Am Dienstag (1.6.) wird Foster 75 Jahre alt, und ist fast gefragter denn je. Seine Gebäude stehen sowieso schon in der ganzen Welt, seinen Namen kennen mittlerweile auch Architektur-Laien. Neben seinem Titel als Lord klebt auch der Begriff «Stararchitekt». Read More..

Elbphilharmonie: Wer hat den Schwarzen Peter?

In zehn Tagen, am letzten Maiwochenende, soll der Richtkranz auf Hamburgs berühmtester Baustelle stehen: 1200 Ehrengäste sind geladen, einen Tag später dürfen 4000 Besucher beim «Tag der Plaza» die Aussicht in 37 Metern Höhe genießen.Doch von Harmonie ist beim Bau der Elbphilharmonie schon lange nichts mehr zu spüren. Immer höhere Kosten, die Eröffnung erneut um ein Jahr auf 2013 verschoben und jetzt auch noch Baumängel: Längst ist das Prestige-Projekt für alle Beteiligten zum Alptraum geworden, und die Schweizer Architekten Herzog & de Meuron, die Stadt Hamburg und der Baukonzern Hochtief schieben sich gegenseitig den Schwarzen Peter zu.Unfreiwillig komisch brachte es der Vorsitzende des Freundeskreises Elbphilharmonie und Laeiszhalle, Nikolaus Schües, am Montagabend bei. Read More..

Architekturpreis für Luther-Geburtshaus

Der 3,7 Millionen-Euro-Umbau von Martin Luthers Geburtshaus in Eisleben gilt in der Architektenszene als besonders gelungen. Der Bund Deutscher Architekten (BDA) verlieh dem Springer Architekten (Berlin) und der Stiftung Luthergedenkstätten nun die «Nike für die beste Raumbildung», wie die Stiftung am Montag mitteilte. Der BDA würdigte, dass die gewachsene Architektur in der Stadt in Sachsen-Anhalt respektvoll aufgenommen wurde und die alten und neuen Ensemble-Teile ein «wirkungsvolles Raumerlebnis» schaffen.Das zum Weltkulturerbe der UNESCO zählende Geburtshaus des Reformators Martin Luther (1483-1546) war Mitte des 15. Jahrhunderts gebaut und zwischen November 2005 und März 2007 um einen Anbau in dänischem Backstein erweitert worden. Seitdem beherbergt es die Dauerausstellung «Von. Read More..

Schlemmer, Baumeister, Krause – «Der Dritte Mann»

Den nahezu vergessenen Künstler und Architekten Franz Krause (1879-1979) «entdeckt» das Wuppertaler Von der Heydt Museum neu. Krause bildete ab 1937 mit dem Bauhausmeister Oskar Schlemmer und dem Maler Willi Baumeister einen Künstlerkreis, den der Wuppertaler Lackfabrikant Kurt Herberts in seinem Betrieb beschäftigte und damit vor den Nachstellungen des Nazi-Regimes schützte. Während beide Künstler-Kollegen zu internationalem Ruf kamen, blieb Krause weitgehend vergessen. Mit etwa 200 Zeichnungen, Aquarellen und Kleinskulpturen würdigt das Museum vom 11. Mai bis zum 25. Juli das fantasievolle und facettenreiche Schaffen Krauses. www.von-der-heydt-museum.de

Fünf Jahre Holocaust-Mahnmal in Berlin

Das Holocaust-Mahnmal in Berlin wird am 10. Mai fünf Jahre alt. Der amerikanische Architekt Peter Eisenman, der das gigantische Stelenfeld im Herzen der Stadt gemeinsam mit dem Bildhauer Richard Serra entworfen hatte, zog jetzt eine positive Bilanz. «Das Denkmal hat seinen Platz im Bewusstsein und im Unterbewusstsein der Deutschen gefunden», sagte Eisenman in Berlin. «Ich glaube, es hat einen Anteil daran, dass die Deutschen ihr Erinnerungsvermögen wiedergewinnen.»Das Mahnmal erinnert an die rund sechs Millionen Juden, die dem Völkermord der Nationalsozialisten zum Opfer gefallen sind. Schätzungsweise acht Millionen Menschen haben das Gedenkfeld nahe dem Brandenburger Tor seit seiner Eröffnung am 10. Mai 2005 besucht. «Wie es alles in allem von den Menschen angenommen wird, berührt. Read More..