Nussbaum-Haus prüft Exponate auf Fälschungen

Nach dem Fund eines gefälschten Gemäldes will das Nussbaum-Haus in Osnabrück weitere Exponate auf ihre Echtheit untersuchen lassen. «Bei Einzelnen soll noch mal geprüft werden», sagte Stadtsprecher Sven Jürgensen am Donnerstag und bestätigte einen Bericht der «Neuen Osnabrücker Zeitung». Es ginge aber wohl nur um eine Hand voll der insgesamt 180 Werke. Seit Mittwoch muss sich vor dem Berliner Landgericht eine Fälscherbande verantworten. Sie soll unter anderem das Gemälde «Stillleben mit Puppe und Pampelmuse» für 200 000 Euro an die Nussbaum-Foundation verkauft haben.«Es muss nicht die gesamte Sammlung geprüft werden, dafür gibt es keinen Anlass. Viele Bilder sind über jeden Zweifel erhaben», sagte Jürgensen. Das angeblich 1943 entstandene Bild des 1944 in Auschwitz ermordeten. Read More..

München zeigt Fotografie und Videokunst aus Israel

Fotos von küssenden Großeltern oder von den Eltern am Esstisch werden eigentlich eher im Familien-Album vermutet. Das Jüdische Museum in München stellt sie aber in den Mittelpunkt seiner neuen Ausstellung «Family Files - Zeitgenössische Fotografie und Videokunst aus Israel».Gezeigt werden Fotografien und Videos von 16 israelischen Künstlern - darunter auch das beeindruckende Porträt dreier Schwestern, die ihre Unterarme in die Kamera halten. Darauf sind Nummern aus dem Konzentrationslager Auschwitz zu sehen, die die Reihenfolge zeigen, in der sie dort eingesperrt wurden. Die Künstlerin Vardi Kahana fotografierte dafür ihre Mutter und ihre beiden Tanten.«Die eigene Familie ist bei vielen Künstlern in den Mittelpunkt ihrer Bildbetrachtung gerückt», sagte Museumsdirektor Bernhard. Read More..

Ausstellung zu «Ost-Umsiedlung»: Mit Zug DA 1405 in den Tod

Sie waren als «Sonderzüge» getarnt, die Transporte selbst als «Ost-Umsiedlung» verharmlost: Millionen von Juden hat die Reichsbahn während der Nazi-Zeit in überfüllten Güterzügen in die Vernichtungslager in Osteuropa gebracht. Mit der «Logistik des Rassenwahns» setzt sich nun eine Sonderausstellung im Dokumentationszentrum auf dem Nürnberger Reichsparteitagsgelände auseinander. Die bedrückende Schau schildert detailliert die Willfährigkeit, mit der die Reichsbahn und ihre Mitarbeiter der Hitler-Diktatur zu Diensten waren. Mit neuen historischen Erkenntnissen über die Rolle der Bahn wartet die Ausstellung zwar nicht auf, wie Museumsleiter Christian Täubrich bei einer Vorbesichtigung zugab. Was die Ausstellung sehenswert macht, ist nach Einschätzung der ersten Besucher. Read More..

Gemäldesammlungen geben Nazi-Raubkunst zurück

Die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen geben erneut Nazi-Raubkunst an den rechtmäßigen Besitzer zurück. Vier Gemälde sollen der Tochter des jüdischen Kunsthistorikers August Liebmann Mayer übergeben werden, der im März 1944 in Auschwitz ermordet wurde. Das teilten die Staatsgemäldesammlungen in München mit. Mayers Besitz - darunter eine wertvolle Bibliothek und eine Kunstsammlung - hatten die Nazis beschlagnahmt.Bei den vier jetzt zurückgegebenen Gemälden handelt es sich um ein Damenbildnis von Wilhelm Thöny, eine Mariendarstellung von Cristoforo de' Moretti, eine kölnische Aposteldarstellung und eine Christusdarstellung aus dem 19. Jahrhundert. Die Gemälde werden an einen Rechtsanwalt gegeben, der Mayers in Los Angeles lebende Tochter vertritt.

Drama «Villa Jasmin» bei Arte

Der 30-jährige Serge (Clément Sibony) und seine schwangere Verlobte Jeanne (Judith Davis) laufen mit einem Passagierschiff im Herbst 1976 in den Hafen von Tunis ein. Erwartungsvoll blickt der werdende Familienvater auf die Kulisse der Stadt, die er als Elfjähriger das letzte Mal sah. Odette spürt den Duft des frischen Jasmins und ist auch überwältigt von der Ankunft in der Heimat ihres Partners. Die Reise zur «Villa Jasmin», an diesem Freitag (20.15 Uhr) auf Arte zu sehen, wird für Serge zu einer emotionalen Achterbahnfahrt, die auch den Zuschauer erfasst.Die Grundlage für den französischen Fernsehfilm lieferte Serge Moatis autobiografischer Roman «Villa Jasmin», der 2003 veröffentlicht und 2007 verfilmt wurde. Die Reise ins Ich wird für Serge zu einer dauerhaften Begegnung. Read More..

Unesco zeigt Welterbe in Koffern

Weltweit stehen auf der Liste der Weltkulturerbestätten rund 890 Sehenswürdigkeiten aus knapp 150 Ländern. Wie man diese dauerhaft gefährdeten Top-Attraktionen originell ausstellen kann, zeigt die Pariser UN-Kulturorganisation Unesco, die diese Liste erstellt und verwaltet. Unter dem Titel «Welterbe im Museumskoffer» sind 45 Koffer zu sehen, in denen Objekte gesammelt wurden, die in direktem Bezug zu den verschiedenen internationalen Kulturstätten stehen. Die Ausstellung ist ein Projekt der Universität Paderborn (Nordrhein-Westfalen) und dauert vom 3. mai bis zum 7. Mai.Einer der Museumskoffern ist der Welterbestätte Zeche Zollverein in Essen gewidmet und zeigt Haushaltsgeräte, die den beschwerlichen Alltag der Bergmannsfrauen widerspiegeln. Der Museumskoffer zu Auschwitz-Birkenau. Read More..