Ausbau des Bayreuther Festspielhauses gestoppt

Wegen eines Streits um die Kosten ist der Ausbau des Bayreuther Festspielhauses nach Medienberichten vorerst gestoppt worden. Der Bauantrag sei zwar inzwischen gestellt, das Projekt ruhe aber, berichtete das Nachrichtenmagazin «Focus» unter Berufung auf den federführenden Architekten Bernd Werner. Bei dem Streit gehe es um Baukosten von rund zehn Millionen Euro. Der im Stiftungsrat der Bayreuther Festspiele vertretene Freistaat Bayern geht dem Bericht zufolge davon aus, dass die Kosten für die baulichen Erweiterungen die «Freunde von Bayreuth» übernehmen.Dieser Einschätzung habe jedoch der Vorsitzende des Mäzenaten- Vereins Georg von Waldenfels widersprochen, berichtet das Blatt. «Da gibt es keinen Automatismus», zitiert «Focus» von Waldenfels. Zudem gebe es juristischen Ärger. Read More..

Nemirovas «Rheingold» in Frankfurt

Walhall gibt es nicht mehr. Am Ende vom «Rheingold» tragen die Götter Smoking und Abendkleid, singen noch einmal, verlassen dann die Bühne und nehmen Platz im Publikum. Ihre Zeit ist zu Ende, der Niedergang der Welt eingeläutet. Wo Richard Wagner in seinen Regieanweisungen die Götter über einen Regenbogen in ihre neue Burg einziehen lässt, greift Regisseurin Vera Nemirova beherzt ein: Sie liest den Vorabend zum «Ring des Nibelungen» ganz abstrakt-analytisch als Niedergang göttlicher Macht.Dazu haben sie und ihr Bühnenbildner Jens Kilian Bilder bezwingender Intensität entworfen: Den kompletten Abend siedeln sie auf einer schräg im Raum stehenden Scheibe an, die aus vier konzentrischen Ringen besteht. Diese sind jeweils frei drehbar, so dass aus der Weltenscheibe je nach Einstellung. Read More..