Der Ernst von Siemens Musikpreis wird seit 1973 verliehen und gilt als «Nobelpreis der Musik»

München (ddp). Der Dirigent und Komponist Michael Gielen ist am Mittwochabend in München mit dem Ernst von Siemens Musikpreis 2010 ausgezeichnet worden. Der 82-jährige Künstler erhielt den mit 200 000 Euro dotierten Preis für sein Lebenswerk. Gielen habe als einer der wenigen Dirigenten das Musikleben nicht bedient, sondern «maßgeblich mit gestaltet und verändert», urteilte die Jury. Er habe Musik nie als «Genussmittel» verstanden, sondern immer versucht, in seinen Interpretationen «Verstörungspotenziale» und «Normverstöße» herauszuarbeiten. Die Stiftung hob auch Gielens lebenslangen Einsatz für die zeitgenössische Musik hervor. Der Komponist und langjährige Wegbegleiter Gielens,. Read More..

Nemirovas «Rheingold» in Frankfurt

Walhall gibt es nicht mehr. Am Ende vom «Rheingold» tragen die Götter Smoking und Abendkleid, singen noch einmal, verlassen dann die Bühne und nehmen Platz im Publikum. Ihre Zeit ist zu Ende, der Niedergang der Welt eingeläutet. Wo Richard Wagner in seinen Regieanweisungen die Götter über einen Regenbogen in ihre neue Burg einziehen lässt, greift Regisseurin Vera Nemirova beherzt ein: Sie liest den Vorabend zum «Ring des Nibelungen» ganz abstrakt-analytisch als Niedergang göttlicher Macht.Dazu haben sie und ihr Bühnenbildner Jens Kilian Bilder bezwingender Intensität entworfen: Den kompletten Abend siedeln sie auf einer schräg im Raum stehenden Scheibe an, die aus vier konzentrischen Ringen besteht. Diese sind jeweils frei drehbar, so dass aus der Weltenscheibe je nach Einstellung. Read More..