600 000 feiern 32. Christopher Street Day in Berlin

Schrille Parade als politisches Statement: Etwa 600 000 Menschen haben am Samstag in Berlin mit einem bunten Umzug den Christopher Street Day gefeiert. Unter dem Motto «Normal ist anders!» demonstrierten Schwule, Lesben und andere für mehr Toleranz gegenüber homo- und transsexuellen Lebensweisen. Für einen Eklat auf der CSD-Bühne sorgte Judith Butler, Philosophin und legendäre Geschlechter-Theoretikerin aus den USA. Sie lehnte einen Zivilcourage-Preis ab. Die Veranstaltung sei ihr zu kommerziell und oberflächlich. Sie könne die Auszeichnung deshalb nicht akzeptieren.Mehr als 50 Wagen waren auf den Straßen unterwegs. In schrägen Kostümen und bunten Verkleidungen wurde ausgelassen zu lauter Techno-Musik gefeiert. Getrübt wurde die Stimmung, als ein 43-Jähriger auf einem Paradewagen. Read More..

Christa Wolfs Triumph in der Berliner Akademie

Christa Wolf hat ihr bisheriges literarisches Archiv bereits der Berliner Akademie der Künste übergeben. Die 81-jährige Schriftstellerin weiß, dass ihr nicht mehr viel Zeit bleibe, wie sie in ihrem letzten Werk schreibt. Mit ihren Romanen «Der geteilte Himmel», «Kindheitsmuster» und «Kassandra» wurde Wolf zur bedeutendsten Autorin der untergegangenen DDR. «Ich glaube auch nicht, dass ich noch einmal so ein Buch wie "Stadt der Engel" schreiben werde, das ist mein "Lebensmuster"», sagte Wolf am Mittwochabend in der Berliner Akademie der Künste, die den Andrang kaum bewältigen konnte.Die Schriftstellerin stellte ihren ersten Roman seit 16 Jahren erstmals der Öffentlichkeit vor. Am Montag (21. Juni) erscheint das Buch bei Suhrkamp. 700 Besucher fanden vor und hinter der Bühne. Read More..

Lesben und Schwule feiern wieder

Berlins Lesbisch-Schwules Stadtfest wird volljährig. An diesem Wochenende geht es zum 18. Mal am Nollendorfplatz im Stadtteil Schöneberg über die Bühne. In der Woche drauf steigt der große hauptstädtische Christopher Street Day (CSD), dessen Parade (19.6.) diesmal am Brandenburger Tor und nicht wie in früheren Jahren an der Siegessäule endet. Danach folgen bald die anderen bundesweit bekannten Paraden, bei denen Party, aber auch Politik gemacht werden soll: Köln (4.7.), Frankfurt/Main, München (jeweils 17.7.) und Hamburg (7.8.). München und Hamburg feiern dieses Jahr beide das 30. Jubiläum ihres CSD.

Bushido muss wegen Beleidigung von Polizisten über 10 000 Euro zahlen

Berlin (ddp). Ungewohnt kamerascheu gab sich Rapper Bushido am Freitag vor dem Amtsgericht Tiergarten in Berlin. Der Prozess gegen ihn hatte längst begonnen, als der 31-Jährige verspätet den Gerichtssaal betrat, um dem Blitzlichtgewitter der wartenden Pressefotografen zu entkommen. In Bluejeans, rotem T-Shirt und Kapuzenjacke nahm der Musiker vor seinem Verteidiger Platz. Der wegen seiner rüpelhaften und teils auch schwulenfeindlichen Texte umstrittene Musiker setzte sich vor Gericht gegen einen Strafbefehl juristisch zu Wehr. Wegen vierfacher Beleidigung sollte er 18 000 Euro zahlen. Der Deutsch-Tunesier wurde beschuldigt, Ende Mai vergangenen Jahres zwei Polizisten bei einer Verkehrskontrolle als «Hampelmann» und «Affe» beleidigt zu haben. In einem. Read More..

Fünf Jahre Holocaust-Mahnmal in Berlin

Das Holocaust-Mahnmal in Berlin wird am 10. Mai fünf Jahre alt. Der amerikanische Architekt Peter Eisenman, der das gigantische Stelenfeld im Herzen der Stadt gemeinsam mit dem Bildhauer Richard Serra entworfen hatte, zog jetzt eine positive Bilanz. «Das Denkmal hat seinen Platz im Bewusstsein und im Unterbewusstsein der Deutschen gefunden», sagte Eisenman in Berlin. «Ich glaube, es hat einen Anteil daran, dass die Deutschen ihr Erinnerungsvermögen wiedergewinnen.»Das Mahnmal erinnert an die rund sechs Millionen Juden, die dem Völkermord der Nationalsozialisten zum Opfer gefallen sind. Schätzungsweise acht Millionen Menschen haben das Gedenkfeld nahe dem Brandenburger Tor seit seiner Eröffnung am 10. Mai 2005 besucht. «Wie es alles in allem von den Menschen angenommen wird, berührt. Read More..