Schlingensief gegen «Nazi-Nummer» in Venedig

Der Regisseur Christoph Schlingensief will sich nicht ausdrücklich mit der NS-Architektur des deutschen Pavillons bei der Kunst-Biennale in Venedig auseinandersetzen. Der Künstler soll den Pavillon bei der nächsten Biennale 2011 gestalten.«Ich muss alle enttäuschen, die schon in Bayreuth enttäuscht waren. Ich werde keine Nazi-Nummer geben! Warum auch?» sagte der an Krebs erkrankte Schlingensief (49) in einem Gespräch mit dem Magazin «Focus». Schlingensief hatte in Bayreuth Richard Wagners «Parsifal» inszeniert. In Venedig hätten sich bereits so viele Künstler vor ihm von Haacke bis Genzken mit der Architektur auseinandergesetzt, «was soll ich da noch sagen?»Die Kritik des Künstlers Gerhard Richter an seiner Venedig-Berufung versteht Schlingensief nicht. Richter habe so etwas. Read More..

Kult-Regisseur Christoph Schlingensief erzählt von Europas Versagen gegenüber Afrika

Hamburg (dpa) ­ Wir können uns selber nicht helfen, wollen aber den Afrikanern helfen. «Wir müssen einfach wegbleiben», erkennt Christoph Schlingensief am Schluss seiner neuen Produktion «Via Intolleranza II». Die Szenencollage mit Akteuren aus Burkina Faso und Europa feierte nach der Brüsseler Uraufführung Mitte Mai Deutschland-Premiere bei den «1. Pfingst-Festspielen» am Sonntag in der Hamburger Kampnagelfabrik.Der krebskranke Regisseur zieht eine vorläufige Bilanz der Erfahrungen mit seinem zu Jahresbeginn gestarteten Operndorf-Projekt «Remdoogo» bei Ouagadougou in Burkina Faso. Selbstkritisch, auch wütend erzählt der geschwächte Performer und Regisseur von der eigenen Naivität. Vom Versagen der europäischen Kunst vor der Kraft der afrikanischen Kultur und Realität.Halbhohe. Read More..

Mammutspektakel bei den Wiener Festwochen

Über sieben Stunden Warhol, neun Stunden «Lipsynch» und zwölf Stunden Dostojewski: Theaterfans müssen bei den diesjährigen Wiener Festwochen Geduld mitbringen. Intendant Luc Bondy, der das fünfwöchige Kulturspektakel mittlerweile zum zehnten Mal leitet, versuchte kürzlich eine Erklärung für diese Renaissance der Mammut-Produktionen: Je kürzer ein Stück sei, umso mehr neigten die Leute dazu, jeden Moment mit der Lupe zu betrachten, meinte er. «Zu episch langen Geschichten hat der Zuschauer eine andere Einstellung: Er lehnt sich zurück, lässt sich darauf ein, überlegt nicht die ganze Zeit, wie dies oder jenes gemacht ist.»Schon vor dem offiziellen Start an diesem Freitag wurden in den vergangenen Tagen einige Premieren auf die Wiener Bühnen gebracht, darunter eine Adaption. Read More..

Uraufführungen von Schlingensief bis Strauß in Wien

Mit voraussichtlich sechs Uraufführungen von Botho Strauß bis Franzobel geht der deutsche Burgtheater-Direktor Matthias Hartmann in seine zweite Saison in Wien.«Dies ist der sensationellste Spielplan, den man sich nur vorstellen kann», sagte der 46-Jährige am Freitag bei der Präsentation der Saison 2010/2011. Unter anderem werden auch Christoph Schlingensief mit «Parenté è plaisanterie» und Jan Lauwers mit «Die Kunst der Unterhaltung» an dem renommierten Theater ihre neuen Stücke zur Uraufführung bringen.Zudem schreibe die französische Dramatikerin Yasmina Reza («Kunst») an einem neuen Skript, das ebenfalls am Burgtheater Premiere haben soll, betonte Hartmann. Als besondere schauspielerische Höhepunkte nannte der gebürtige Osnabrücker Birgit Minichmayr als Lulu in eines. Read More..

Kult-Regisseur Schlingensief für deutschen Pavillon bei Biennale 2011 verantwortlich

Der Regisseur Christoph Schlingensief soll im kommenden Jahr den deutschen Pavillon bei der Biennale in Venedig gestalten. Das bestätigte heute die Kuratorin Susanne Gaensheimer. Als "einen der ganz wesentlichen Künstler dieses Landes" lobte Gaensheimer den 49-Jährigen. Schlingensief, der bereits 2003 bei der Biennale mitwirkte, hatte in den letzten Jahren vor allem durch sein Projekt eines Festspielhauses in Afrika Aufmerksamkeit erregt. "Mit Christoph Schlingensief wird einer der profiliertesten deutschen Künstler den deutschen Pavillon auf der 54. Venedig Biennale 2011 gestalten", erklärte die Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Cornelia Pieper. Die alle zwei Jahre stattfindende Internationale Ausstellung ist eines der bedeutendsten internationalen Foren zeitgenössischer bildender. Read More..

Deutscher Biennale-Pavillon von Schlingensief

Regisseur Christoph Schlingensief (49) soll im kommenden Jahr der Künstler für den deutschen Pavillon bei der Biennale in Venedig werden. Das sagte die Kuratorin des Pavillons, Susanne Gaensheimer, dem «Kölner Stadt-Anzeiger». Das Werk Schlingensiefs zeichne sich durch «beispiellose Radikalität» aus, sagte die Direktorin des Museums für Moderne Kunst Frankfurt. «Ich halte ihn für einen der ganz wesentlichen Künstler dieses Landes und stelle mir vor, dass durch seine künstlerische Vision der Deutsche Pavillon zu einem Ort der Kommunikation und des kosmopolitischen Geschehens wird.»Für den an Krebs erkrankten Film- und Theaterregisseur ist die Kunst-Biennale in Venedig kein Neuland. 2003 sorgte Schlingensief mit einem Projekt dort für viel Aufsehen. www.schlingensief.com