Von Buenos Aires bis «Nueva York»

Als die lateinamerikanische Literatur einst ihren Siegeszug in die Welt antrat, da war es der Zauber ferner Tropen, der die Leser in Europa und Nordamerika in seinen Bann schlug. Der Kolumbianer Gabriel García Márquez führte mit «Hundert Jahre Einsamkeit» das mythische Urwalddorf Macondo in die Weltliteratur ein. Mit ihm und seiner Generation ist der Begriff des «Magischen Realismus» verbunden.Jüngere Latino-Autoren haben damit nicht mehr viel im Sinn. Sie sagen «Basta» zum Magischen Realismus und widmen sich lieber der Wirklichkeit des 21. Jahrhunderts. 36 Kurzgeschichten hat die Hispanistin Michi Strausfeld jetzt in einer Anthologie zusammengestellt. «Schiffe aus Feuer» heißt der Band. Die 13 Autorinnen und 23 Autoren stammen aus 14 verschiedenen Ländern des spanischsprachigen. Read More..

Kein Top-Favorit für die Goldene Palme in Cannes

Cannes stand noch nie in dem Ruf, eine Plattform für massentaugliches Kino zu sein. Schaffte es doch bisher kaum ein prämierter, geschweige denn nominierter Film des Festivals, zu einem Millionenpublikum. In diesem Jahr allerdings verlangen viele der 19 Wettberwerbsfilme dem Zuschauer derart viel ab, dass sich manch einer schon Woody Allens ebenso launische wie zynische Komödie «You Will Meet A Tall Dark Stranger» in den Wettbewerb wünschte. So fielen einige Beiträge umgehend wegen Langweile («My Joy»), Brutalität («Outrage») oder Banalität («La Princesse de Montpensier») bei den Kritiken durch. An den meisten scheiden sich die Geister, und nur ganz wenige werden als klare Favoriten gehandelt - wie «Des Hommes et des Dieux» von dem Franzosen Xavier Beauvois.Behutsam und ohne. Read More..

«Life, Above All» in Cannes stürmisch gefeiert

Im offiziellen Wettbewerb sind sie in diesem Jahr nicht vertreten, und doch haben die Deutschen bei dem Festival in Cannes genug Grund zum Feiern: Am Dienstag etwa bejubelte das Premieren-Publikum Oliver Schmitzs «Life, Above All» mit stürmischem Beifall und Tränen in der Augen.Der anrührende Film über eine Zwölfjährige in Südafrika ist eine deutsche Co-Produktion und läuft in der Nebenreihe «Un certain regard». Kulturstaatsminister Bernd Neumann lobte am Dienstag auch gleich die Erfolge der deutschen Filmwirtschaft, und am Abend zuvor hatte sich die Branche bei einer Strandparty selbst gefeiert.Oliver Schmitz («Paris Je T'Aime»), Sohn deutscher Einwanderer in Südafrika und inzwischen in Berlin lebend, erzählt die Geschichte der zwölfjährigen Chanda, die nach dem Tod ihrer. Read More..

Vor der Premiere in Oberammergau

Eine erschütternde Kreuzigungsszene in hereinbrechender Nacht auf karger Bühne, dafür umso farbintensivere lebende Bilder und überwiegend junge Darsteller: Eine halbe Million Zuschauer sollen so zu den Passionsspielen von Oberammergau gelockt werden. Regisseur Christian Stückl will Christus dabei nicht als passiven und leidenden Menschen darstellen, sondern als aktiv handelnde Person, die ihr Leben voll auf Gott ausrichtet.Dies wurde bei der Vorstellung der Schlüsselszenen am Montagabend im Passionstheater deutlich. An diesem Samstag (15. Mai) ist Premiere. Bis zum 3. Oktober sollen zu jeder der 102 Vorstellungen 5000 Zuschauer kommen. Allerdings wurden vor allem aus den USA wegen der Wirtschaftskrise in erheblichem Maße vorbestellte Karten mit Arrangements für ein oder zwei Übernachtungen. Read More..