Tanzgruppe Derevo begeistert in Dresden

Haifische im Dresdner Zwingerteich, tanzende Wasserlilien, ein Mississippi-Dampfer mit lärmenden Passagieren. Ein Mensch kämpft gegen ein Fabelwesen mit meterlangem und brennendem Schwanz.Das alles gehört zur wunderbaren Welt der russischen Tanztheater-Gruppe Derevo mit ihrem Chef Anton Adassinsky. Bei der Neuauflage ihrer Performance «Weiße Festung» am und im Teich des barocken Dresdner Zwingers zog das international preisgekrönte Ensemble die Zuschauer am späten Donnerstagabend in seinen Bann. Der «Tanz der Wasserlilien» im bauchtiefen Wasser war einem ihrer Lehrmeister gewidmet - dem Anfang Juni im Alter von 103 Jahren gestorbenen Butoh-Tänzer Kazuo Ohno.Die Wiesen am Zwinger waren von mehr als 400 Zuschauer dicht belegt. Adassinsky baute in die Aufführung auch junge Künstler. Read More..

Schlingensief beim Hamburger Theaterfestival

Überregional viel diskutierte Produktionen aus dem deutschsprachigen Theater sind beim Hamburger Theaterfestival vom 26. September bis 31. Oktober zu Gast. «Im zweiten Festival-Jahr erlebt das Publikum Theaterproduktionen vom Burgtheater Wien, dem Deutschen Theater Berlin, den Münchner Kammerspielen, dem Schauspielhaus Zürich und dem Berliner Ensemble», sagte Intendant Nikolaus Besch in Hamburg. Gezeigt werden Inszenierungen von Andreas Kriegenburg, Martin Kušej, Jürgen Gosch, Barbara Frey, Jan Bosse und Christoph Schlingensief. Auf der Bühne stehen Stars wie Barbara Sukowa, Sunnyi Melles, Ulrich Matthes und Joachim Meyerhoff.Die Münchner Kammerspiele zeigen «Der Prozess» von Franz Kafka (Regie: Andreas Kriegenburg). Vom Burgtheater Wien kommen «Der Weibsteufel» von Karl Schönherr. Read More..

Hochhuth inszeniert Musical mit Heesters

Der Dramatiker Rolf Hochhuth (79) bringt am Berliner Ensemble ein Musical mit Johannes Heesters (106) auf die Bühne. Premiere von «Die Inselkomödie oder Lysistrate und die Nato» ist am 30. Juli. Heesters spielt in Hochhuths erstem Musical einen «Ehrensenior», wie eine Sprecherin der Produktion am Freitag sagte. Die Hauptrolle der Lysistrate übernimmt Moderatorin Caroline Beil. Auch der griechische Gastwirt Kostas Papanastasiou («Lindenstraße») gehört zur Besetzung.2009 gab es einen denkwürdigen Streit zwischen Hochhuth und BE- Intendant Claus Peymann (73), der mit einer Niederlage des Dramatikers vor Gericht endete. Hochhuth («Der Stellvertreter») ist über eine Stiftung Eigentümer des Theaters am Schiffbauerdamm. Er hat das Recht, in der Sommerpause dort zu inszenieren - wenn. Read More..

Peter Stein und Robert Wilson am Berliner Ensemble

Peter Steins Inszenierung von Sophokles' «Oidipous auf Kolonos» wird in der nächsten Spielzeit einer der Höhepunkte am Berliner Ensemble (BE) sein.Stein bringt den antiken Stoff mit Klaus Maria Brandauer in der Titelrolle auf die Bühne. Brandauer war bereits Hauptdarsteller in Steins Großprojekt «Wallenstein» und in seiner Inszenierung von «Der zerbrochne Krug». Den Sophokles-Text hat Stein neu übersetzt. Premiere wird am 25. August sein, wie BE-Intendant Claus Peymann am Mittwoch ankündigte.US-Regisseur Robert Wilson wird an der einstigen Brecht-Bühne in der nächsten Saison Wedekinds «Lulu» zeigen. Premiere ist im April 2011. Peymann selbst inszeniert Mark Ravenhills Stück «Shoot/Get Treasure/Repeat». «Ein Autor, den ich im Prinzip nicht mag», meinte Peymann. Das neue. Read More..

Münchner Kammerspiele: Raus aus dem Theaterhaus

Die Münchner Kammerspiele wollen unter ihrem neuen Intendanten Johan Simons auf zu neuen Ufern. Das Ensemble soll in der kommenden Spielzeit nicht nur auf den angestammten Bühnen spielen, sondern auch auf der Straße. Die Qualität einer Aufführung hänge nicht von der Größe der Bühne ab, betonte Simons. «Ich will das Theater außerhalb der großen Bühnen aufwerten.» Für Schauspieler sollte es keine Rolle spielen, wo sie auftreten.«Die Perser» von Aischylos soll beispielsweise im Frühsommer 2011 in einem Münchner Stadtteil aufgeführt werden - mit älteren Einwohnern als Chor. «In Deutschland gibt es größere Anerkennung in größeren Theatersälen», kritisierte der Niederländer Simons, der hofft, mit der neuen Strategie auch Menschen zu erreichen, die sich bislang noch nicht. Read More..

Intendant Freytag beklagt Demontage der Theater

Große finanzielle Probleme gibt es für Holk Freytag als Intendant der Bad Hersfelder Festspiele eigentlich nicht. Doch was er in der deutschen Kulturlandschaft ringsherum beobachtet, klingt besorgniserregend. Den Probenauftakt zur 60. Jubiläumssaison des namhaften Theaterfestivals vom 12. Juni bis 8. August nutzte Freytag am Montag nicht nur für eine Vorstellung des großen Ensembles, sondern auch für eine Generalkritik. Der Kultur-Bereich dürfte angesichts finanzieller Einschnitte nicht kaputt gespart werden, sagte Freytag, der seit 2001 auch Vorsitzender der Intendantengruppe des Deutschen Bühnenvereins ist.«Die Demontage unserer Theater verletzt den Generationen-Vertrag und zerstört weit mehr als sie den öffentlichen Kassen nützt», beklagte Freytag. «Wir haben in den letzten. Read More..