Albertinum als Haus der Moderne wiedereröffnet

Das Albertinum in Dresden ist als Haus der Moderne wiedereröffnet worden. «Es ist zu einem der modernsten Museen Europas, zu einer Arche der Kunst geworden», sagte Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) bei dem Festakt. Das Domizil der Skulpturensammlung und der Galerie Neue Meister der Staatlichen Kunstsammlungen bietet Kunst von Klassizismus und Romantik bis zur Gegenwart. Es war seit 2004 mit einem Kostenaufwand von 51,2 Millionen Euro aus Landesmitteln saniert und modernisiert worden. Von Sonntag (20.6.) an ist das Albertinum für Publikum offen.In den teils nach historischem Vorbild rekonstruierten Hallen und Bildersälen sind 125 Skulpturen und Plastiken sowie rund 300 Gemälde ausgestellt. Die Antikensammlung wird in einem Gläsernen Schaudepot gezeigt, zwei weitere. Read More..

Krimifestival im Ruhrgebiet mit 200 Autoren

Das Ruhrgebiet wird im Herbst wieder zu einer literarischen Mördergrube: Im Kulturhauptstadtjahr 2010 werden rund 200 Krimiautoren aus 30 Ländern zum Krimifestival «Mord am Hellweg» erwartet. Erneut haben die Veranstalter ungewöhnliche Lese-Orte ausgesucht. Gänsehautatmosphäre versprechen diesmal etwa eine Friedhofshalle, ein Kaufhauskeller, ein Gefängnis oder eine Kaserne. Das Festival beginnt am 18. September und endet am 13. November.«Es kommt die Spitzenklasse der Krimiautoren», sagte Festivalleiter Herbert Knorr vom Westfälischen Literaturbüro Unna bei der Programmvorstellung. Kommen wollen etwa der Engländer Simon Beckett, die Schweden Håkan Nesser und Åke Edwardson, John Katzenbach (USA), die Kanadierin Joy Fielding und Karin Slaughter (USA). Die deutschen Leseparts übernehmen. Read More..

60. Hersfelder Festspiele eröffnet

Die 60. Bad Hersfelder Festspiele sind mit einem feierlichen Festakt und der Premiere von «Wilhelm Tell» eröffnet worden. Die bis zum 8. August laufende Jubiläumssaison des Freilicht-Theaterfestivals steht unter dem Leitmotiv «Europa». Die Festspiele müssten «größer und internationaler gedacht werden», sagte der neue Intendant Holk Freytag in der Stiftsruine zu seinen Zielen.In der größten romanischen Kirchenruine Europas zeigte Freytag am Abend eine eigene Inszenierung von Friedrich Schillers Drama «Wilhelm Tell». Bei der insgesamt gelungenen Premiere präsentierte der vom Staatsschauspiel aus Dresden gekommene und für vier Jahre verpflichtete Intendant eine moderne Version des Klassikers mit einigen Überraschungseffekten.Die etwa 1500 Zuschauer in der nicht ausverkauften. Read More..

[Tech] Rangliste der Super-PCs: China überholt Deutschland

China hat bei den Supercomputern kräftig aufgeholt und Deutschland in der Weltrangliste der stärksten Geräte überrundet. Das System «Nebulae» erbringe eine Rechenleistung von 1,27 Petaflop, teilten die Ausrichter der Supercomputerkonferenz ISC10 in Hamburg mit. Ein Petaflop entspricht einer Billiarde Rechenschritte pro Sekunde. Auf Platz eins liegt weiterhin «Jaguar». Der amerikanische Forschungsrechner schafft 1,76 Petaflop. Der schnellste deutsche Hochleistungscomputer «Jugene» rutschte auf den fünften Rang ab. «Nebulae» steht in einem neu errichteten Supercomputer-Zentrum in der südchinesischen Stadt Shenzen. Das System arbeitet mit 55 680 Rechenkernen sowie weiteren 4680 Grafikprozessoren. Die theoretische Leistung liegt nach Angaben der Konferenz-Ausrichter sogar noch. Read More..

Mega-Lena: Gefühlswelt auf Berg- und Talfahrt

«Das fühlt sich so unglaublich wahnsinnig an. Das ist eigentlich ganz schön viel für so einen kleinen Lena-Kopf.» Nach dem sensationell souveränen Sieg beim Eurovisions-Finale machte Deutschlands neues Sommermärchen aus Hannover eine Berg- und Talfahrt der Gefühle durch.Mal überwältigt mit den Tränen kämpfend, um in der nächsten Minute als Europas frisch gekürte Pop-Königin freche Sprüche über ihre Begegnung mit der norwegischen Prinzessin Mette-Marit abzuliefern: «Das war schon ziemlich cool, so 'ne Prinzessin ist schon was Geiles. Sie sah süß aus, hatte ein pinkes Kleid an, und die Haare schnuckelig gemacht. War auf jeden Fall cool.»Das kam bei der Siegerpressekonferenz locker, charmant, glaubwürdig und nicht zuletzt auch verblüffend professionell aus dem «kleinen. Read More..

Asturien-Preis für Soziologen Bauman und Touraine

Der aus Polen stammende Soziologe Zygmunt Bauman und sein französischer Kollege Alain Touraine erhalten den Prinz-von-Asturien-Preis in der Sparte Kommunikation und Geisteswissenschaften. Beide Wissenschaftler zählten zu den großen zeitgenössischen Denkern Europas und hätten mit ihren Arbeiten zum besseren Verständnis der gesellschaftlichen Veränderungen der heutigen Zeit beigetragen, erklärte die Jury im nordspanischen Oviedo.Der aus einer jüdischen Familie stammende Bauman (84) wurde in Polen geboren und emigrierte 1968 nach Israel, weil ihm in seiner Heimat damals aus politischen Gründen die Lehrerlaubnis entzogen worden war. Bis zur Emeritierung 1994 lehrte er als Professor an der Universität Leeds in England. In seinen Studien befasst er sich unter anderem mit dem Holocaust.. Read More..

«Amerikafahrt»: Koeppentage in Greifswald

Wolfgang Koeppens Reisetagebuch «Amerikafahrt» (1959) und sein Amerikabild stehen im Mittelpunkt der diesjährigen Koeppen-Literaturtage in Greifswald. Das Wolfgang-Koeppen-Archiv zeigt in dessen Geburtshaus vom 18. Juni an eine Ausstellung, die Koeppens Amerikafahrt anhand ausgewählter Exponate aus dem Nachlass nachvollzieht, wie das Literaturzentrum Vorpommern mitteilte. Der 1906 in Greifswald geborene Autor bereiste von April bis Juni 1958 im Auftrag des Süddeutschen Rundfunks die USA. Diese Reise sei zur Grundlage für den Radioessay «Die Früchte Europas. Amerika westwärts - Amerika ostwärts» und für Koeppens 1959 veröffentlichtes Buch «Amerikafahrt» geworden.Die Ausstellung zeigt nach Angaben des Literaturzentrums Postkarten und Briefe, Reisedokumente und Manuskripte sowie. Read More..

Neue Runde im ewigen Streit um Nofretete

Eines muss man Zahi Hawass lassen: Der Chef der Ägyptischen Altertümerverwaltung hat ein gutes Zeitgespür: Als im vergangenen Oktober das Neue Museum in Berlin mit der Büste von Königin Nofretete wieder eröffnete, war Kairos Oberarchäologe zur Stelle.Und pünktlich zur Reise von Außenminister Guido Westerwelle (FDP) nach Ägypten an diesem Wochenende forderte der medienerfahrene Wissenschaftler erneut die Rückgabe der 3300 Jahre alten Kalksteinbüste. Diesmal meint es Hawass angeblich ganz ernst.«Wir diskutieren jetzt nicht mehr darüber, ob wir dies tun, sondern nur noch darüber, wie diese Forderung formuliert werden soll», sagte der Generalsekretär der Archäologie-Behörde der Nachrichtenagentur dpa in Kairo. Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) stellte sofort klar: «Die. Read More..

Der Aachener Dom bewahrt Kaiser Karls Geheimnis

Sogar viele Hunde bekommen irgendein Gedenkzeichen, wenn sie unter die Erde kommen. Karl der Große war der bekannteste Herrscher des Mittelalters, gilt heute als erster Europäer, sein Dom in Aachen als die Wiege Europas - und doch soll Karl nach seinem Tod einfach nur verscharrt worden sein? Das kann man in seiner Heimatstadt Aachen nicht glauben. Aber so viele Möglichkeiten, die ursprüngliche Grabstätte Karls zu finden, gibt es nicht mehr. Drei Jahre lang haben Archäologen noch einmal im Aachener Dom gesucht. Fehlanzeige! Kein Grab, keine Sensation.«Sicher ist Karl der Große in Aachen bestattet worden und sicher im Bereich der Kirche», meint der Stadtarchäologe Andreas Schaub genauso wie die vielen Experten in den Jahrhunderten vor ihm. Und immer wieder war diese eine Frage das. Read More..

Düsseldorfs Theater: Jan-Fabre-Trilogie erstmals komplett

Als Dramatiker, Choreograph, Künstler und Performance-Artist ist der Belgier Jan Fabre in vielen Theatern und Museen Europas zu Gast. Das Düsseldorfer Schauspielhaus zeigt nun erstmals eine aus drei Bühnenabenden bestehende Trilogie des Antwerpener Allrounders.Aufgeführt werden zwischen dem 21. und 29. Mai am Rhein die Stücke «Der Kaiser der Verluste», «Der König des Plagiats» und als Deutsche Erstaufführung «Der Diener der Schönheit», teilte eine Theatersprecherin in Düsseldorf mit.Die Abende faszinieren laut Ankündigung «durch ihre schönen, aber auch verstörenden Bilder». So begegne das Publikum einem Clown auf der Suche nach dem Erhabenen, der sich der Tragik seiner Existenz bewusst wird. Ein Engel hält Zwiesprache mit den Hirnen von Geistesgrößen und ein Puppenspieler. Read More..