Arte führt ins Tal der Gefängnisse

In den USA lebt fast jeder 100. Mensch hinter Gittern. In Cañon City im Bundesstaat Colorado gibt es 36 000 Gefangene, die in 13 Haftanstalten inhaftiert sind. Eine davon ist Supermax, das neue Hochsicherheitsgefängnis mit Todestrakt - dort sitzen fast 8000 Häftlinge ein. Arte bezeichnet die Dokumentation «Prison Valley» der Filmemacher David Dufresne und Philippe Brault, die an diesem Samstag (16.45 Uhr) zu sehen ist, als ein «Roadmovie aus einer Gefängnisstadt». Der Zuschauer erlebe hautnah, was dort «Gefängnisindustrie» genannt wird.«Prison Valley» ermöglicht dem Internetnutzer, mit den Protagonisten des Films oder Experten in direkten Dialog zu treten. Bilder, O-Töne, Texte, Dokumente und Einträge sollen aus der Erzählung nach und nach eine kollektive Debatte entfachen.. Read More..

Iranischer Filmemacher Shokof verschwunden

Der iranische Filmemacher Daryush Shokof ist verschwunden. Er sei in Berlin als vermisst gemeldet, und es werde nach ihm gefahndet, sagte ein Polizeisprecher in Köln. Er bestätigte damit einen Bericht der Tageszeitung «Die Welt» (Samstag). Shokof lebt seit 1985 in Deutschland. Er gilt als scharfer Kritiker der Islamischen Republik.Nach Informationen der «Welt» wurde Shokof (55) zuletzt am Montag im Kölner Hauptbahnhof gesehen, wo er einen Zug nach Paris besteigen wollte. Dort scheine er aber niemals angekommen zu sein. Weder seine Frau, die Schauspielerin Taies Farzan, noch seine Freunde hätten ein Lebenszeichen von ihm erhalten.

Entlassen: Iranischer Filmemacher Jafar Panahi ist wieder frei

Jafar Panahi (49), iranischer Filmemacher, ist wieder auf freiem Fuß. Der Filmemacher sei gegen eine Kaution von rund 160 000 Euro vorläufig aus dem Teheraner Evin-Gefängnis entlassen worden, berichtet der Branchendienst «imdb.com». Dem preisgekrönten Regisseur («Der Kreis», Offside«) war vorgeworfen worden, an einen regimekritischen Film über die Unruhen nach den iranischen Wahlen im Juni 2009 zu arbeiten. Vor wenigen Wochen hatten sich Hollywoodstars, darunter Robert De Niro, Robert Redford und Steven Spielberg, mit einem Brief an die iranische Regierung um seine Freilassung bemüht. Zuletzt hatten sich bei den Filmfestspielen in Cannes unter anderem die Schauspielerin Juliette Binoche und die Festivalleitung für Panahi eingesetzt. Wann Panahi der Prozess. Read More..

Palme von Cannes Balsam für Thailands Seele

Für das von politischen Unruhen geschüttelte Thailand hätte der Gewinn der Goldenen Palme in Cannes zu keinem besseren Zeitpunkt kommen können. Nach den monatelangen Protesten gegen die Regierung und der Militäroffensive vergangene Woche sind viele Thailänder über ihre tief gespaltene Gesellschaft verzweifelt und fürchten nach den Gewaltbildern, die um die Welt gingen, um den Ruf ihres Landes in aller Welt. Der Sieg von Regisseur Apichatpong Weerasethakul mit dem Film «Uncle Boonmee Who Can Recall His Past Lives» war Balsam auf die wunde Seele der Thailänder. «Ich hatte ihm gerade noch eine SMS geschrieben: Das thailändische Volk braucht Deinen Sieg», freut sich Ing Kanjanavanit, eine unabhängige Filmproduzentin in Thailand.Apichatpong (39) gehört zu den unbequemen Filmemachern. Read More..

Regisseur Mario Monicelli wird 95

Mario Monicelli gilt als einer der «Meisterregisseure» des italienischen Nachkriegskinos, obwohl er selbst sich bis heute lieber als einfachen Handwerker bezeichnet. Als Regie-Genie der italienischen Filmkomödie steht der gebürtige Toskaner vor allem für unvergessene Streifen wie «La grande guerra» mit dem einmaligen Paar Alberto Sordi und Vittorio de Sica in den Hauptrollen und die Rififi-Parodie «I soliti ignoti» («Diebe haben's schwer»), mit der er 1958 einer damals noch völlig unbekannten Claudia Cardinale zum Durchbruch verhalf. Hier wie dort gilt das Prinzip der Komödie «all'italiana», in der - wie es Monicelli einmal ausdrückte - «alles ungelöst bleibt», die es aber dennoch schafft, «Hoffnung zu erzeugen - mittels eines gewaltigen Gelächters.» Am Samstag (15. Mai). Read More..

Jury-Präsident Burton ist längst «burtonesque»

Tim Burton ist der Mann fürs Fantastische, für Grusel und für Visionen. Kaum ein anderer Filmemacher hat in seinen Werken jedes einzelne Genre immer wieder neu erfunden.Die filmische Biografie wie in «Ed Wood» (1994) mit dem er 1995 in Cannes um die Goldene Palme konkurrierte, Science Fiction («Mars Attacks!», 1997 und «Planet der Affen», 2001), Comicverfilmungen wie «Batman» und jegliche Formen von Fantasy und Märchenwelt wie zuletzt in «Alice im Wunderland» (2010). Angesichts seines unverwechselbaren Stils ist sein Name bereits zu einem Adjektiv geworden: burtonesque. Nun ist der 51-jährige Amerikaner der erste Jury-Präsident in Cannes, der seine Karriere als Trickfilmer begann.Seine Passion entdeckte Burton schon als Kind. Aufgewachsen in einer typischen kalifornischen Vorstadt. Read More..

Ken Loach in Cannes dabei

Der britische Filmemacher Ken Loach wird mit seinem jüngsten Film «Route Irish» beim Filmfestival in Cannes vertreten sein. Damit erhöhe sich die Zahl der Wettbewerbsfilme auf 19, teilte das Festivalbüro mit. Der Film handelt von einem Beschäftigten einer Sicherheitsfirma im Irak, der die offizielle Erklärung zum Tod eines Freundes nicht akzeptieren und die Wahrheit selber herausfinden will.Loach hatte 2006 mit seinem Film «The Wind That Shakes The Barley» die Goldene Palme gewonnen. Im vergangenen September war der 73-Jährige für sein Lebenswerk mit dem Ehrenpreis der Europäischen Filmakademie ausgezeichnet worden. Loach gilt als einer der renommiertesten Filmregisseure der Gegenwart, der dem sozialkritischen Kino neue Impulse gegeben hat.

Deutscher Film im Finale für Studenten-Oscar

Ein Absolvent der Filmakademie Baden-Württemberg ist unter den fünf Finalisten im Rennen um den Studenten-Oscar. Nach Mitteilung der Oscar-Akademie in Beverly Hills tritt Martin Schreier mit seinem Kurzspielfilm «The Night Father Christmas Died» gegen Filmemacher aus Schweden, Großbritannien und Slowenien an. Der Preis wird am 12. Juni in Beverly Hills verliehen.In diesem Jahr wetteiferte eine Rekordzahl von Bewerbern um den Nachwuchspreis. Nach Angaben der Academy of Motion Picture Arts and Sciences hatten 61 Teilnehmer aus 36 Ländern - darunter sieben deutsche Filmemacher - ihre Beiträge eingereicht. Zu den deutschen Mitbewerbern gehörten Absolventen von Film- und Kunsthochschulen in Köln, Berlin, Potsdam-Babelsberg und München.2008 hatte der Schweizer Reto Caffi als Absolvent. Read More..

Europäisches Kino boomt

Deutsche Filmemacher sorgen für Rekordproduktionen in Europa, die Europäer gehen immer lieber ins Kino, doch Kassenschlager bleiben amerikanische Blockbuster.«Ice Age 3 - Die Dinosaurier sind los» (USA 2009) und «Harry Potter und der Halbblutprinz» (USA/Großbritannien 2008) standen im vergangenen Jahr an der Spitze der EU-Charts. Das steht in dem jüngsten Bericht der Europäischen Audiovisuellen Informationsstelle des Europarates, der in Straßburg veröffentlicht wurde.Deutsche Filmemacher, die 2009 insgesamt 129 Filme gedreht haben, erwiesen sich als besonders dynamisch im Vergleich der 27 EU-Länder. Sie sorgten mit für ein Rekordergebnis von 1168 produzierten Filmen, 28 mehr als im bisherigen Rekordjahr 2008. Sie haben dabei auch einige Hits gelandet. Die Streifen «Wickie und. Read More..

Filmemacher Werner Herzog wird Offizier der Ehrenlegion

Berlin (ddp). Der Regisseur Werner Herzog wird am 11. Mai im Namen des französischen Staatspräsidenten mit dem Orden eines Offiziers der Ehrenlegion ausgezeichnet. Botschafter Bernard de Montferrand werde die Ehrung des in Frankreich sehr populären Filmemachers in der Französischen Botschaft in Berlin vornehmen, teilte die Botschaft am Mittwoch mit. Der 67-Jährige werde für sein künstlerisches Gesamtwerk und seine Impulse für das internationale Filmschaffen geehrt. Seine engen Beziehungen zu Frankreich hätten sein Werk entscheidend mitgeprägt und ihn zu einem Botschafter der französischen Kultur und Sprache gemacht, hieß es weiter. Herzog, einer der bedeutendsten Filmemacher des Autorenkinos und Vertreter des «Neuen Deutschen. Read More..