Schlingensief gegen «Nazi-Nummer» in Venedig

Der Regisseur Christoph Schlingensief will sich nicht ausdrücklich mit der NS-Architektur des deutschen Pavillons bei der Kunst-Biennale in Venedig auseinandersetzen. Der Künstler soll den Pavillon bei der nächsten Biennale 2011 gestalten.«Ich muss alle enttäuschen, die schon in Bayreuth enttäuscht waren. Ich werde keine Nazi-Nummer geben! Warum auch?» sagte der an Krebs erkrankte Schlingensief (49) in einem Gespräch mit dem Magazin «Focus». Schlingensief hatte in Bayreuth Richard Wagners «Parsifal» inszeniert. In Venedig hätten sich bereits so viele Künstler vor ihm von Haacke bis Genzken mit der Architektur auseinandergesetzt, «was soll ich da noch sagen?»Die Kritik des Künstlers Gerhard Richter an seiner Venedig-Berufung versteht Schlingensief nicht. Richter habe so etwas. Read More..

Albertinum als Haus der Moderne wiedereröffnet

Das Albertinum in Dresden ist als Haus der Moderne wiedereröffnet worden. «Es ist zu einem der modernsten Museen Europas, zu einer Arche der Kunst geworden», sagte Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) bei dem Festakt. Das Domizil der Skulpturensammlung und der Galerie Neue Meister der Staatlichen Kunstsammlungen bietet Kunst von Klassizismus und Romantik bis zur Gegenwart. Es war seit 2004 mit einem Kostenaufwand von 51,2 Millionen Euro aus Landesmitteln saniert und modernisiert worden. Von Sonntag (20.6.) an ist das Albertinum für Publikum offen.In den teils nach historischem Vorbild rekonstruierten Hallen und Bildersälen sind 125 Skulpturen und Plastiken sowie rund 300 Gemälde ausgestellt. Die Antikensammlung wird in einem Gläsernen Schaudepot gezeigt, zwei weitere. Read More..

«Haus der Moderne» wird in Dresden eröffnet

Dresden (dpa) ­ Festakt und Kunstparty: Im 450. Jahr ihres Bestehens feiern die Staatlichen Kunstsammlungen an diesem Wochenende die Moderne. Zur Wiedereröffnung des sanierten und um ein Kunstdepot erweiterten Albertinums als «Haus der Moderne» trifft sich die Kunstszene in Dresden.Zum Opening sind rund 800 Gäste geladen. Dazu gehören auch die 46 Künstler, die für eine Benefizauktion zugunsten der geretteten Dresdner Gemälde nach der Flutkatastrophe 2002 Werke spendeten. Der Erlös bildete den Grundstock für die Generalsanierung des Ausstellungsgebäudes an der Brühlschen Terrasse.Namen werden bisher nicht offiziell genannt. Es wird aber damit gerechnet, dass Gerhard Richter und Georg Baselitz anreisen. Beide aus Sachsen stammenden Maler haben eigene Säle im Albertinum. Auch der. Read More..

Maler Sigmar Polke gestorben

In Deutschlands Kunstszene gehörte Sigmar Polke seit jeher zu den «Geheimnisvollen»: Kaum jemand kannte den stillen Star, dessen Werk nahe der Pop-Art voller ästhetischer und technischer Kapriolen ist. Selbst für prominente Museums-Chefs und Kuratoren war der 1941 in Niederschlesien geborene Wahlkölner nur schwer erreichbar, Porträtfotos existieren kaum. Am Freitag starb Sigmar Polke, der mit seinem Lehrer Beuys, mit Richter, Baselitz und Immendorff, die Kunstlandschaft der jüngeren Zeit geprägt hat. Er wurde 69 Jahre alt. Trotz dieser großen Namen «war Polke vielleicht die wichtigste Figur der deutschen Nachkriegskunst», sagte Kasper König, Direktor des Kölner Museums Ludwig, am Freitag.Vor vier Jahrzehnten kreierte Polke gemeinsam mit seinen Künstlerkollegen Konrad Fischer. Read More..

Große Realismus-Ausstellung in München

Eine große Ausstellung befasst sich in München mit dem Realismus und der präzisen Darstellung der Wirklichkeit. Die Schau der Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung spannt dabei einen weiten Bogen vom Realismus des 19. Jahrhunderts über die neue Sachlichkeit, die Pop-Art und den Fotorealismus der 1960er Jahre bis zur Kunst der Gegenwart. Mehr als 180 Werke aus Malerei, Fotografie, Skulptur, Videokunst und Grafik von mehr als 120 Künstlern sind nach Angaben des Museums zu sehen, sie alle sind auf eine detailgenaue Auseinandersetzung mit der Realität gerichtet. Die Schau bleibt bis zum 5. September in München und soll anschließend leicht verändert in Rotterdam gezeigt werden. Zuvor war sie in Emden (Niedersachsen) zu sehen.Die Kunstwerke stammen von Klassikern wie Gustave Courbet, Edward. Read More..

Georg Baselitz im Dresdner Albertinum

Nach Gerhard Richter gestaltet derzeit auch Georg Baselitz einen Saal im künftigen «Haus der Moderne» der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. «Dresden ist ein schwieriger Ort für mich», sagte der 72-Jährige in der Elbestadt. Die elf Gemälde und eine bemalte Holzskulptur aus der Serie «Dresdner Frauen» werden nach Vorgaben des Künstlers in einem Raum zwischen dem A.R. Penck- und den beiden Richter-Sälen arrangiert. Neben Leihgaben des Künstlers und aus Privatbesitz befinden sich mit «The Bridge Ghost's Supper» (2006) sowie «Frauenkopf und Tannen» (1985) auch zwei Bilder aus dem Bestand der Kunstsammlungen darunter.Er habe in Dresden ganz schwere, tiefe, aber auch tolle Erlebnisse gehabt. Die ausgewählten Arbeiten hätten mit dieser Vergangenheit zu tun. «Ich habe das eben. Read More..