Filmpreis für Münchener Polizei-Satire

Mit einer amüsanten Geschichte über die absurde Regelungswut eines unterbeschäftigten Dorfpolizisten hat der Münchener Regisseur Giulio Ricciarelli bei den 17. Rüsselsheimer Kurzfilmtagen gesiegt. Der 15-minütige Streifen «Ampelmann» brachte dem in Mailand geborenen Ricciarelli (45) 5000 Euro für den ersten Preis ein. Insgesamt wurden bei dem jährlichen Satirefilm-Wettbewerb in Hessen 22 Filme gezeigt.Der zweite Preis (2000 Euro) des vom Publikum entschiedenen Wettstreits ging an die Hamburger Filmerin Lena Liberta. Sie beschrieb den vergeblichen Versuchen eines Schleusers wider Willen, eine afrikanische Familie aus seinem Lastwagen loszuwerden. Platz drei (1000 Euro) errang das Berliner Filmteam Erik Schmitt, Oliver Walser und Stephan Müller. Die Gruppe präsentierte Ideen, wie. Read More..

Identitätsfindung zwischen São Paulo und Prag

Die Wege von vier Frauen kreuzen sich in den 1990er Jahren zufällig in Prag. Lediglich Maruska hat fast ihr ganzes, ungewollt einsames Leben hier verbracht. Die drei anderen kommen aus dem fernen Brasilien. Nach dem endgültigen Ende des Kommunismus gibt es kein wirkliches Hindernis mehr, das Land und seine Menschen zu erkunden, mit dem sie sich auf geheimnisvolle Weise verbunden fühlen.Die mitunter weit in die Vergangenheit zurückgreifenden Geschichten im Roman «Wir müssen uns irgendwie ähneln» von Marketa Pilatova lassen sich auf einen Nenner bringen: Es geht um die schwierige Suche nach der eigenen Identität.Für ihr Buch bieten sich Pilatovas eigene Erfahrungen geradezu an. 1973 in Prag geboren, lebt sie heute in Südamerika. Für die studierte Romanistin und Journalistin ist es. Read More..

Besessen von Mordlust: Simon Becketts Frühwerk «Voyeur»

Es ist die Geschichte einer unheiligen Allianz zwischen dem Schöngeist und Kunsthändler Donald Ramsey und dem amoralischen Zeppo, die Bestsellerautor Simon Beckett vorgelegt hat. In «Voyeur» lässt er den Leser schon im Vorwort wissen, dass er eine verstörende sexuelle Obsession beschreiben, dabei aber nicht auf eine gehörige Portion schwarzen Humors verzichten wollte. Eigentlich hat der Galerist Ramsey kein Auge für Frauen. Sex zu machen bereitet ihm keinen Spaß, Sex zu beobachten schon. Doch dann erweckt die schöne Anna, seine Mitarbeiterin, sein Interesse. Donald hat einen verwerflichen, aber genialen Plan: Zeppo soll sich Anna nähern, mit allen amourösen und leidenschaftlichen Konsequenzen. Ramsey weiß noch nicht, was er damit auslöst. Der Krimi ist ein Frühwerks des Autors,. Read More..

Marina Lewyckas Friedensgespräche am Küchentisch

Marina Lewycka hat spätestens mit ihrem internationalen Bestseller «Kurze Geschichte des Traktors auf Ukrainisch» bewiesen, dass sie Unterhaltung und Humor mit Anspruch zu verbinden versteht. Jetzt hat die Britin ukrainischer Abstammung, die nach dem Zweiten Weltkrieg in einem Flüchtlingslager in Kiel das Licht der Welt erblickte, ein weiteres Werk vorgelegt. «Das Leben kleben» liest sich als kurzweiliges Plädoyer für Toleranz, mit der sich nach Lewyckas Überzeugung auch die größten Probleme lösen lassen. Die Botschaft kommt an: Auch dieser Roman hat die Bestellerlisten erobert.Georgie Sinclair, Mitarbeiterin eines Klebstoff-Fachmagazins, hat ihren Mann aus dem Haus geworfen. Als sie gerade dessen Habseligkeiten in einem Müllcontainer vor ihrem Haus am Rande Londons entsorgt,. Read More..

Die Geschichte der Zeitzeugin Riemann geht weiter

Erika Riemann hatte wohl selbst nicht damit gerechnet, dass sie nach ihrem Debüt «Die Schleife an Stalins Bart» noch einmal nachlegen würde. Aber das Echo auf ihr erstes Buch, die Geschichte ihrer acht Jahre langen Gefangenschaft in einem sowjetischen Lager in der DDR, muss die Zeitzeugin dazu bewogen haben, noch einmal zur Feder zu greifen. Riemann berichtet nun in «Stalins Bart ist ab» von ihren Auftritten bei Lesungen und im Fernsehen, von den Nachfragen und ihrem Wandel von der einfachen Frau zur öffentlichen Person. Sie erzählt von ihrem russischen Untermieter in Hamburg und den gemeinsamen langen Gesprächen, von der Notwendigkeit, aus Erfahrungen zu lernen und Vorurteile zu brechen, und sie empfiehlt das Reden als Rezept gegen Traumata und innere Verletzungen. So zeichnet sie. Read More..

Beunruhigend: All-Age-Thriller «Colony»

Dan hat überlebt. Keiner weiß warum. Denn das Unglück auf der geheimen militärischen Forschungsstation in der kalifornischen Wüste war verheerend. Zusammen mit Louise, der einzigen anderen Überlebenden, flüchtet Dan - er weiß nur nicht genau wovor. Zusammen mit Dan und Louise ist aber noch etwas anderes aus dem geheimen Forschungslabor entkommen: eine unheimliche Kraft, die bei bestimmten Menschen zu tragischen Persönlichkeitsveränderungen führen kann.Der aus Edinburgh stammende Autor J. A. Henderson hat einen Hang zu düsteren, verwickelten Geschichten. Auf mehreren Zeit- und Erzählebenen hat er seine bis in die letzte Verästelung perfekt konstruierte Geschichte angesiedelt. Von den 1980er Jahren bis in die Gegenwart verfolgt er das Schicksal von Dan und einer Handvoll Kinder,. Read More..

Lena-Mania: Straße in Mettenheim soll nah «Lena-Meyer-Landrut benannt werden

Die Einwohner der Stadt Mettenheim in Rheinland-Pfalz wollen eine Straße nach der deutschen Grand-Prix-Gewinnerin Lena Meyer-Landrut benennen. Ein entsprechender Namensvorschlag sei am Montag eingegangen, sagte Ortsbürgermeister Leonhard Jugenheimer (SPD) auf ddp-Anfrage. Bei Zustimmung des Gemeinderats Ende des Monats könne es somit künftig den «Lena-Meyer-Landrut-Ring» in einem Neubaugebiet der Stadt geben. Ende Juni will der 16-köpfige Gemeinderat endgültig über den Vorschlag entscheiden. Bei einer positiven Entscheidung will die Stadt die Grand-Prix-Gewinnerin um ihre schriftliche Zustimmung fragen. Dann würde die Stadt sie einladen, damit sie den Straßennamen selbst enthüllt, sagte der Bürgermeister. Lena hatte am Samstag den diesjährigen Eurovision Song Contest. Read More..

«Das Lied von den zwei Pferden» – Einblicke in die Mongolei

Hamburg (dpa) Die Sängerin Urna braucht viel Geduld bei ihrer Reise durch die Mongolei. Sie ist auf der Suche nach einer uralten Weise und sie will die zerstörte Pferdekopfgeige ihrer Großmutter restaurieren lassen. Ein Weg mit Hindernissen, der die Musikerin in die Hauptstadt der Mongolei, Ulan-Bator, und in die weite Steppe des Hinterlands führt. Die in der Mongolei aufgewachsene und in Deutschland lebende Regisseurin Byambasuren Davaa setzt sich auch in «Das Lied von den zwei Pferden» mit Themen wie Tradition und Aufbruch, Natur und Profit, Spiritualität und Moderne auseinander.Mit ihrem ersten Film «Die Geschichte vom weinenden Kamel» hatte Davaa, die in München an der Hochschule für Film und Fernsehen studierte, gleich einen internationalen Erfolg gelandet: Das Werk erhielt. Read More..

Die Promi-Geburtstage vom 29. Mai 2010: André Brink

André Philippus Brink sorgt sich um die junge Demokratie Südafrikas - und dass die Fußball-WM in zwei Wochen gnadenlos ihre zahllosen Wunden enthüllt: die Armut, die Korruption, die Ausbeutung, die Gewalt. Südafrika habe sich heute abgewendet von den humanitären Idealen Nelson Mandelas, klagte Bring jüngst in einem Beitrag für den englischen «Guardian».Der Schriftsteller, der heute 75 Jahre alt wird, ist stolz, «dass ich Nelson Mandela einen Freund nennen kann». Brink hat das auch seiner intellektuellen Gradlinigkeit zu verdanken, die ihn früh zum Gegner der Apartheid werden ließ. Dabei ist er nach eigenem Verständnis tief verwurzelt in der burischen Geschichte: Seine ersten Romane schrieb er nur in Afrikaans (Burisch), der von Schwarzen noch heute oft verhassten Sprache derer,. Read More..

Eichinger verfilmt Fall Kampusch

Erfolgs-Produzent Bernd Eichinger verfilmt den Entführungsfall Natascha Kampusch: Die Constantin Film und Eichinger hätten sich mit der heute 22-Jährigen geeinigt, die Geschichte ihrer Gefangenschaft in einem Kinofilm zu erzählen, teilte die zuständige PR-Agentur mit. Die Österreicherin war 1998 im Alter von zehn Jahren entführt und bis 2006 in einem Kellerverlies bei Wien festgehalten worden. Die Dreharbeiten sollen 2011 beginnen, 2012 werde der Streifen in die Kinos kommen, hieß es.Kampuschs Sprecher, Wolfgang Brunner, sagte der Nachrichtenagentur APA, Details über das Filmprojekt würden frühestens im Herbst bekanntgegeben. Über die Darsteller sei noch nicht verhandelt worden. Die Entscheidung der Wienerin, ihre Geschichte auf die Leinwand zu bringen, kommentierte der Sprecher:. Read More..