Goethe-Institut von Sparplänen bedroht

Das Goethe-Institut gilt als das Flaggschiff der deutschen Kulturpolitik im Ausland, Außenminister Guido Westerwelle sprach gar von einem «Juwel». Doch angesichts der radikalen Sparpläne für den Bundesetat drohen dem Institut massive Einschnitte. Bei der Haushaltsklausur des Kabinetts an diesem Wochenende werden die Rahmenbedingungen festgezurrt. Das Auswärtige Amt, das dieses Jahr 30 Millionen Euro einsparen muss, will allein dem «Goethe» 10 Millionen streichen. Die Mittel wurden im laufenden Etat bereits gesperrt. Noch schlimmer: Bis zum Jahr 2014 sollen die Verwaltungskosten des Instituts auf dem Stand von 2009 eingefroren werden. Das würde die Programmarbeit drastisch einschränken. Die Kulturpolitiker im Bundestag schlagen Alarm.«Anderswo geben wir Geld ohne Ende aus», warnt. Read More..

Song Contest: Europa liebt Lena Meyer-Landrut

Auch Europa liebt Lena, und Deutschland feiert sein (Früh-)Sommermärchen. Unbekümmert, kokett, schlagfertig - so präsentierte die 19-jährige Abiturientin ihr Land im 20. Jahr der Wiedervereinigung und knapp zwei Wochen vor Beginn der Fußball-WM.Mit ihrem Triumph beim 55. Eurovision Song Contest am Samstagabend in Oslo, 28 Jahre nach dem bisher einzigen Gewinn durch Nicole, gelang Lena Meyer-Landrut ein historischer Sieg - für sich, für ihren Förderer Stefan Raab, für die ARD und natürlich für Millionen Fans in Deutschland.Historisch - das klingt zwar ziemlich hochgestochen angesichts eines Wettbewerbs, bei dem es vor allem um eines geht: Gaudi. Die «Europameisterschaft im Singen» (Raab) ist seit jeher ein etwas schräger Wettbewerb, bei dem Äpfel gegen Birnen antreten: Wer kann. Read More..

Nofretete-Diplomatie: Außenminister versuchen Entspannung

Wie das in der Politik eben so ist: Manchmal wird man auch von Beschlüssen eingeholt, für die man nun wirklich überhaupt nichts kann. So musste sich Guido Westerwelle an Pfingsten in Kairo mit den Folgen einer Entscheidung beschäftigen, die das Auswärtige Amt im Jahr 1899 getroffen hatte. Es geht um die Frage, ob die weltberühmte Nofretete aus Berlin in ihre Heimat Ägypten zurückgebracht werden muss.111 Jahre ist es bereits her, dass das deutsche Außenministerium einen jungen Gelehrten auf Mission nach Ägypten schickte. Offiziell war Ludwig Borchardt im Generalkonsulat von Kairo als «wissenschaftlicher Attaché» angestellt. In Wahrheit war er wohl so etwas wie ein Schatzjäger im Auftrag des deutschen Kaiserreichs. Sein berühmtester Fund: die drei Jahrtausende alte Büste der. Read More..

Neue Runde im ewigen Streit um Nofretete

Eines muss man Zahi Hawass lassen: Der Chef der Ägyptischen Altertümerverwaltung hat ein gutes Zeitgespür: Als im vergangenen Oktober das Neue Museum in Berlin mit der Büste von Königin Nofretete wieder eröffnete, war Kairos Oberarchäologe zur Stelle.Und pünktlich zur Reise von Außenminister Guido Westerwelle (FDP) nach Ägypten an diesem Wochenende forderte der medienerfahrene Wissenschaftler erneut die Rückgabe der 3300 Jahre alten Kalksteinbüste. Diesmal meint es Hawass angeblich ganz ernst.«Wir diskutieren jetzt nicht mehr darüber, ob wir dies tun, sondern nur noch darüber, wie diese Forderung formuliert werden soll», sagte der Generalsekretär der Archäologie-Behörde der Nachrichtenagentur dpa in Kairo. Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) stellte sofort klar: «Die. Read More..

Schwule Emanzipation am Ende?

Lesben und Schwule müssen sich nicht mehr verstecken. Nicht zuletzt zehn Jahre Homo-Ehe, offen schwule Popstars und Politiker, aber auch lesbische TV-Größen sorgen für Selbstbewusstsein.Die meisten Medien haben viel Verständnis. Außenminister Guido Westerwelle plauderte über sein Schwulsein sogar in der Jugendzeitschrift «Bravo». Die Insolvenz des schwulen TV- Senders Timm könnte man außerdem so auslegen, dass keine Extrawurst mehr nötig ist. Und das Web sorgt sowieso für unendliche Freiheit. Doch herrscht wirklich Friede, Freude, Eierkuchen?Die Begriffe «schwul» und «lesbisch» rufen in jedem etwas anderes hervor - das ist auch bei den Leuten so, die sich selbst vom eigenen Geschlecht erotisch angezogen fühlen. Viele Jüngere können mit den Kampfbegriffen aus den 70er Jahren. Read More..

Wichtige Mamas: Von Merkels Mutti bis zur Queen

Mütter bemühen sich oft, ihre Kinder zu erziehen und deren Leben zu strukturieren. Sie sagen Sachen wie: Setz eine Mütze auf, es ist kalt! Oder: Mach doch mal das Zimmer sauber, wie sieht das denn sonst aus? 20 oder 30 Jahre später sorgen sie sich häufig immer noch um ihre Kinder. Doch wie ist das eigentlich mit Müttern von Promis? Was weiß man über sie? Und wie sind Mütter, die selbst prominent sind? Zum Muttertag 2010 eine Auswahl von interessanten Mamas des vergangenen Jahres: Zwei Mütter, über die man wenig erfuhr, obwohl ihre Kinder wichtig waren, und dann ein paar Mütter, die in ihrer Mutterrolle im Blickfeld stehen.HERLIND KASNER: Sie ist die Mutter der wiedergewählten Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Von Parteikollegen und Journalisten wird Merkel (55) manchmal «Mutti». Read More..

Civis Medienpreis verliehen

Der Civis Medienpreis geht in diesem Jahr an Produktionen der Sender Arte, Deutschlandradio Kultur France 2, RBB, RTL und ZDF sowie an die National Film School of Denmark. Die Auszeichnung wird für Programmleistungen vergeben, die das friedliche Zusammenleben in der europäischen Einwanderungsgesellschaft fördern. Der Preis ist mit insgesamt 46 000 Euro dotiert.An dem europäischen Wettbewerb 2010 nahmen laut Mitteilung des WDR 616 Beiträge aus 23 Ländern teil. Schirmherren des Medienpreises, der am Donnerstagabend bei einer Gala im Auswärtigen Amt in Berlin verliehen wurde, waren Außenminister Guido Westerwelle und der Präsident des Europäischen Parlaments, Jerzy Buzek.Den Europäischen Fernsehpreis (Information) erhielt der französische Autor Frédéric Castaignède für seine Arte-Dokumentation. Read More..

Westerwelle als Spottobjekt

Früher gab es Ansteckbuttons mit «Stoppt Strauß». Heute kann man sich «Gays against Guido» in den FDP-Farben Gelb-Blau ans Revers heften. Soll heißen: Einen Sympathiebonus hat Guido Westerwelle (48) selbst bei den Schwulen nicht, auch wenn er mit einem Mann liiert ist. Das Satiremagazin «Titanic» titelt: «Toyota ruft Westerwelle zurück!». Das Berliner Kabarett «Distel» hat ein Programm das «Guido-Prinzip» genannt. Kurz vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen am Sonntag sind gleich zwei Spottbiografien erschienen.So viel Satirisches über einen Politiker, das erinnert an die Zeiten vor der Wiedervereinigung, als Helmut Kohl noch «Birne» war. Alles hat seine Zeit. Nachdem Witze über Frisur und Mundwinkel der Kanzlerin passé sind, haben sich die Kabarettisten auf den Vizekanzler. Read More..