Jeff Wall: Inszenierte und verfremdete Wirklichkeit

Die Galerie Neue Meister Dresden präsentiert zur Wiedereröffnung des Albertinums 26 Werke des kanadischen Fotokünstlers Jeff Wall. Sie zeigen zu dürfen, sei «ein Glücksfall», sagte der Generaldirektor der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Martin Roth. Die Schau «Transit» setze zugleich einen wichtigen Schwerpunkt der Gegenwartskunst. In der benachbarten Kunsthalle im Lipsiusbau sind vom 20. Juni bis zum 19. September 19 riesige Großbilddias in Leuchtkästen, sechs Schwarzweißfotografien und eine farbige Arbeit im C-Print-Verfahren zu sehen.Die Palette der Kunstwerke reicht vom «Doorpusher» (1984) bis zu dem als farbiges LightJet Print realisierte Bild «Search of premises» - einem Experiment. Die meist großformatigen Leihgaben des Künstlers geben einen Überblick über sein. Read More..

40 000 Besucher bei Händel-Festspielen in Halle

Mit der berühmten «Feuerwerksmusik» und echtem Feuerwerk sind die Händel-Festspiele in Halle zu Ende gegangen. Die Veranstalter zogen eine positive Bilanz. Zu den 130 Veranstaltungen in der Geburtsstadt des Barockkomponisten Georg Friedrich Händel (1685- 1759) in Sachsen-Anhalt kamen mehr als 40 000 Gäste. 83 Prozent der Tickets seien verkauft wordenen, teilte Intendant Clemens Birnbaum zum Abschluss des elftägigen Festivals mit. Zu den Höhepunkten bei den Festspielen im kommenden Jahr (2. bis 12. Juni) soll die Inszenierung des Händel-Musikdramas «Ottone, Re die Germania» (Otto, König von Deutschland) gehören.«Mit einer ausgewogenen Mischung aus bewährten, hochkarätigen Programmangeboten und neuen Aufführungsformen ist es uns im Jahr eins nach dem großen Händel-Jubiläum. Read More..

Naturbühne auf Rügen zeigt «Störtebekers Gold»

In Hamburg droht mutmaßlichen Piraten aus Somalia aktuell ein Gerichtsprozess - auf der Insel Rügen werden historische Seeräuber als Helden gefeiert. Am 19. Juni startet auf der Naturbühne Ralswiek mit den Störtebeker-Festspielen wieder Deutschlands beliebtestes Open Air. Das Stück «Störtebekers Gold - Der Fluch des Mauren» führt den Seeräuber auf der Suche nach dem Templerschatz bis nach Andalusien. Bereits jetzt wurden 190 000 Karten verkauft oder reserviert - ein Plus von 4,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie Intendant Peter Hick sagte. 2009 verfolgten rund 396 000 Zuschauer auf der Insel Rügen die Piratenabenteuer Störtebekers.Die 18. Auflage der Festspiele ist so opulent ausgestattet wie keine der Vorgänger-Inszenierungen: An dem rund 5,5 Millionen Euro teuren Piratenspektakel. Read More..

3sat-Preis für Schauspieler von Münchner Kammerspielen

Annette Paulmann und Paul Herwig von den Münchner Kammerspielen sind am Samstagabend beim Berliner Theatertreffen mit dem 3sat-Preis ausgezeichnet worden. Er ist mit insgesamt 10 000 Euro dotiert. Sie spielen die Hauptrollen in der Inszenierung «Kleiner Mann - was nun?». Regie bei der Bühnenfassung des Fallada-Romans führte Luk Perceval.In einem einstündigen «Preiskampf» mussten sich vier Theaterexperten darauf einigen, wer die Auszeichnung für eine herausragende künstlerische Leistung gewinnt. Die «Preisrichter» waren der Schauspieler Burghart Klaußner («Das weiße Band»), die Autorin Juli Zeh sowie die Kritiker Tobi Müller und Christopher Schmidt. Zur Wahl standen die Künstler der zehn Inszenierungen, die bis zum Pfingstmontag beim 47. Theatertreffen zu sehen waren.Paulmann. Read More..

«Euryanthe»-Premiere in Karlsruhe gelungen

Karlsruhe (dpa) ­ Musikalisch ein Geniestreich, dramatisch leider eine Niete ­ so firmiert Carl Maria von Webers (1786 ­ 1826) vorletzte Oper «Euryanthe» im Bewusstsein der Musikfreunde. Die fetzige Ouvertüre ist in den Konzertsälen ein Renner.Die Opernhäuser drücken sich aber nach wie vor gerne vor einer szenischen Aufführung. Das Badische Staatstheater hat es nach Jahrzehnten wieder einmal gewagt ­ und gewonnen! Roland Aeschlimanns streng stilisierte Inszenierung ließ die Schwächen des Textbuches vergessen. Das musikalische Niveau war beeindruckend. Und so feierte das begeisterte Premierenpublikum am Samstagabend eine denkwürdige Aufführung.Die Handlung des dreistündigen Werkes ist eigentlich schlicht: Graf Adolar liebt Euryanthe, lässt sich vom finsteren Graf Lysiart zu. Read More..

«Riesenbutzbach» führt von Wien nach Berlin

«Starke Stücke» nennt der Fernsehsender 3sat die drei Inszenierungen, die er vom Berliner Theatertreffen zeigt. An diesem Samstag (20.15 Uhr) trägt das Stück «Riesenbutzbach. Eine Dauerkolonie» das Prädikat. Christoph Marthaler und Anna Viebrock brachten das Szenario über die Wirtschaftskrise auf die Bühne - seine Uraufführung hatte das Werk bei den Wiener Festwochen, danach wurde es zum Theatertreffen nach Berlin geladen.Leicht wird es «Riesenbutzbach» nicht haben, denn die deutsche Fernsehwelt guckt zeitgleich nach Oslo und nach Budapest. In der norwegischen Hauptstadt läuft das Finale des Eurovision Song Contests. In Ungarn tritt die deutsche Fußball-Nationalmannschaft zu einem der letzten Testspiele vor dem Beginn der Fußball- Weltmeisterschaft in Südafrika an.«Riesenbutzbach». Read More..

Theaterpreise für Paul Herwig und Annette Paulmann

Die Schauspieler Annette Paulmann und Paul Herwig sind zum Abschluss des Berliner Theatertreffens mit dem mit insgesamt 10 000 Euro dotierten 3sat-Preis ausgezeichnet worden. Sie spielten die Hauptrollen in der Inszenierung «Kleiner Mann - was nun?» von den Münchner Kammerspielen. Regie bei der Bühnenfassung des Fallada-Romans führte Luk Perceval. Die Jury wählte die Preisträger unter den Künstlern der zehn Inszenierungen, die bei dem am Pfingstmontag zu Ende gegangenen 47. Theatertreffen zu sehen waren.Herwig erhielt außerdem den Alfred-Kerr-Darstellerpreis. Die Entscheidung über den Preisträger der mit 5000 Euro dotierten Auszeichnung fällte als alleiniger Juror der Schauspieler Bruno Ganz. Herwig und Paulmann spielen in Falladas Arbeitslosen-Drama das Paar Johannes und Lämmchen.. Read More..

47. Theatertreffen: Schwacher Jahrgang

Es ging um Arbeitslose, Säufer, Zwangsprostituierte und gewalttätige Männer, um illegale Einwanderer, geldgierige Manager und konsumgeile Wohlstandsbürger. Wie verändert die globalisierte Wirtschaftskrise das Leben der Menschen - an diesem Thema arbeiteten sich fast alle Inszenierungen des am Pfingstmontag zu Ende gegangenen Berliner Theatertreffens ab. Doch egal ob die Sicht auf Opfer oder Täter geboten wurde. Nur in wenigen Momenten erreichten die Stücke sowohl Hirn als auch Herz der Zuschauer.Das 47. Theatertreffen zeigte erstmals in der Geschichte des Festivals fast ausschließlich zeitgenössische Stücke. Dramatiker wie Elfriede Jelinek, Christoph Marthaler, Dea Loher, Roland Schimmelpfennig und Dennis Kelly brachten das ganze Elend unserer Zeit auf die Bühne: Existenzängste. Read More..

Castorf will in Moskau «soziale Wut» spiegeln

Der Berliner Regisseur Frank Castorf (58) will seine erste Inszenierung nach dem Schriftsteller Anton Tschechow in Russland nicht als Demokratie-Lehrstück verstanden wissen. «Ich habe genügend Geschichte in mir und habe eigenen genetischen Müll abzuarbeiten, dass ich nicht anderen sagen möchte, wie Demokratie zu funktionieren hat», sagte der in der DDR geborene Castorf in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa in Moskau. Der als «Stücke-Zertrümmerer» bekannte Theatermacher eröffnet an diesem Dienstag mit der Komödie «Nach Moskau! Nach Moskau!» das Tschechow-Festival, bei dem bis 30. Juli 24 Stücke zu sehen sind.Die Einladung des provozierenden Intendanten der Berliner Volksbühne sorgt in dem oft noch konservativen Moskauer Kulturbetrieb mit sowjetischen Traditionen. Read More..

3sat-Schauspielpreis geht nach München

Annette Paulmann und Paul Herwig von den Münchner Kammerspielen sind am Samstagabend beim Berliner Theatertreffen mit dem 3sat-Preis ausgezeichnet worden. Er ist mit insgesamt 10 000 Euro dotiert. Sie spielen die Hauptrollen in der Inszenierung «Kleiner Mann - was nun?». Regie bei der Bühnenfassung des Fallada-Romans führte Luk Perceval.«Preisrichter» waren der Schauspieler Burghart Klaußner («Das weiße Band»), die Autorin Juli Zeh sowie die Kritiker Tobi Müller und Christopher Schmidt. Zur Wahl standen die Künstler der zehn Inszenierungen, die noch bis zum Pfingstmontag beim 47. Theatertreffen zu sehen sind.Der Förderpreis für neue Dramatik des Berliner Theatertreffens ging an Claudia Grehn. Die 1982 in Wiesbaden geborene Autorin wurde damit für ihr Stück «Ernte» ausgezeichnet.. Read More..