Tyler Brûlé ernennt Beirut zum Szenewohnort

Tyler Brûlé, kanadischer Journalist und Erfinder stilbildender Magazine wie «Wallpaper» und «Monocle», hat eine Stadt am Mittelmeer zum neuen Szene-Hotspot erkoren. Doch es ist nicht etwa Barcelona oder Tel Aviv, sondern: Beirut! In seiner Kolumne in der «Financial Times» (auf Deutsch bei «merian.de») schrieb Brûlé kürzlich, er suche zurzeit eine Wohnung in der Hauptstadt des Libanons. «Was ich Ihnen sagen kann ist, dass die Stadt perfekt ist für kleine Einkäufe, viel Sonne und Tanz.» Zu seinen Highlights gehören demnach «ein Tag im Lazy B Beach Club». Für nächtliche Trinkgelage empfiehlt Brûlé die neue «Li Beirut Bar» in Hamra: «Am Ende werden Sie den gesamten Soundtrack haben wollen, den die Jungs bis in die frühen Morgenstunden hinein auflegen.»

Friedenspreis des Buchhandels für David Grossman

Der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels geht in diesem Jahr an den israelischen Schriftsteller und Journalisten David Grossman. Der 56-Jährige wird für seinen aktiven Einsatz für die Aussöhnung zwischen Israelis und Palästinensern geehrt.Das teilte der Börsenverein des Deutschen Buchhandels zu Beginn der Buchtage Berlin mit. «Seine Bücher zeigen, dass die Spirale von Gewalt, Hass und Vertreibung im Nahen Osten nur durch Zuhören, Zurückhaltung und die Kraft des Wortes beendet werden kann», heißt es in der Begründung des Stiftungsrats des mit 25 000 Euro dotierten Friedenspreises.«In seinen Romanen, Essays und Erzählungen versucht er, nicht nur die eigene, sondern immer auch die Haltung der jeweils Andersdenkenden zu verstehen und zu beschreiben», heißt es weiter. «David. Read More..

Neues Buch von Jürgen Schmieder: «Du sollst nicht lügen!» – Schmerzhafte Erfahrungen mit der Ehrlichkeit

Eigentlich klingt es ganz einfach, was sich Journalist Jürgen Schmieder da vorgenommen hat. «Du sollst nicht lügen!», hat er sich auf die Fahnen geschrieben. In seinem gleichnamigen Buch erzählt er von den Hürden, die er auf dem Weg zu 40 ehrlichen Tagen überwinden musste. Da werden Bahnangestellte am Schalter mit Hasstiraden überschüttet, Steuererklärungen gewissenhaft ausgefüllt, die Affären des besten Freundes verraten und das ungenießbare Essen der Bekannten kommentiert. Rund 200 Mal am Tag ist der Mensch unehrlich, lügt also nach Schmieders Erkenntnissen. Der Autor, der zuvor bereits mit «Mein Bauch gehört mir» und einem Six-Pack-Selbstversuch für Aufsehen gesorgt hat, beschreibt die Wochen der schmerzhaften Ehrlichkeit mit Humor, viel Selbstkritik und ohne Scheu. Read More..

Günter Wallraff in Barcelona bestohlen

Der Kölner Schriftsteller Günter Wallraff ist in Barcelona empfindlich bestohlen worden: Seine Tasche mit Buch-Manuskript, wichtigen Korrespondenzen, Ausweisen, Adressbuch und Terminplaner ist weg. «Mein ganzes mobiles Büro ist abhanden gekommen», sagte der Autor am Mittwoch der Nachrichtenagentur dpa in Köln. Die Tasche wurde am Sonntag gestohlen, als Wallraff mit seinem Übersetzer in einem Café zusammensaß, der sein jüngstes Buch «Aus der schönen neuen Welt - Expeditionen ins Landesinnere» in Spanische übertragen wird. Ein Mann lenkte Wallraff mit aggressiven Sprüchen ab, ein anderer griff blitzschnell nach der Tasche und flüchtete.«In der Tasche war alles drin, was ich brauche. Ich bin ja mehr unterwegs als zu Hause und trage alles Wichtige in dieser Tasche mit mir herum»,. Read More..

Ex-„Mr. Tagesthemen“ Ulrich Wickert schreibt Krimi

Der frühere «Tagesthemen»-Moderator Ulrich Wickert hat sich erst spät zum Schreiben von Krimiromanen durchgerungen. Er habe während des Studiums in den USA amerikanische Krimis für sich entdeckt, sagte Wickert der «Süddeutschen Zeitung» (Samstagausgabe). «So was wollte ich auch schreiben, habe mich aber nicht getraut.» Deshalb sei er dann Journalist geworden, habe Sachbücher geschrieben und immer noch im Kopf gehabt: «Eigentlich willst du Krimis schreiben. Es hat eben sehr lange gedauert, bis ich mich getraut habe.» Seine Romane spielten stets in Frankreich, weil «wir Deutschen im Verbrechen Mittelmaß sind». ddp

Tilman Jens schreibt über Vater-Sohn-Verhältnis

Tilman Jens hat ein ebenso vertracktes wie aufschlussreiches Buch über die Beziehung zu seinem seit Jahren an Demenz erkrankten berühmten Vater Walter Jens geschrieben - das zweite innerhalb eines Jahres. Nach «Demenz - Abschied von meinem Vater» Anfang vergangenen Jahres legt der Journalist vom Jahrgang 1954 jetzt die Dokumentations- und Verteidigungsschrift «Vatermord - Wider einen Generalverdacht» vor. Laut Verlagsankündigung ist es auch ein historischer Streifzug «durch die reichen Gefilde gescheiterter Vater-Beziehungen», von der Bibel über Thomas und Klaus Mann bis heute.Diesem «kleinen Ausflug auf den verminten Gipfel der Familiendesaster» auf über 170 Seiten - laut Karl Kraus hat ja das Wort Familienbande «einen Beigeschmack von Wahrheit» - steht nur ein kleines Schlusskapitel. Read More..

Helmut Schmidt liest Journalisten die Leviten

Helmut Schmidt musste im Rollstuhl in den Saal geschoben werden. Viele Gäste der Gala zur Verleihung der Henri Nannen Preise fragten sich am Freitag im Deutschen Schauspielhaus in Hamburg, ob der gebrechliche 91-jährige Ex-Kanzler den Anstrengungen der zweieinhalbstündigen Veranstaltung gewachsen sein würde. Doch im Gespräch mit «Zeit»-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo zeigte Schmidt, dass er geistig hellwach ist und nichts von seinem Biss verloren hat. Er habe viele Menschen schlecht behandelt und es gebe vielleicht einiges in seinem Leben, was er bereuen sollte. Aber: «Die Journalisten und ihre Behandlung gehören nicht dazu.»Schmidt wurde für sein publizistisches Lebenswerk mit dem Henri Nannen Preis ausgezeichnet. Und er nutzte die Gelegenheit, der versammelten Schar der Chefredakteure,. Read More..

Ex-Spiegel-Mann Stefan Aust ist einer der «Männer des Jahres» bei «GQ».

Stefan Aust (63), Journalist, ist einer der «Männer des Jahres» des Magazins «GQ». Der ehemalige «Spiegel»-Chefredakteur werde der erste Preisträger in der neuen Kategorie «Medien» sein, teilte das Magazin mit. Aust werde «für seine außergewöhnlichen, den öffentlichen Diskurs in Deutschland prägenden, journalistischen Arbeiten geehrt». Der 63-Jährige werde die Auszeichnung am 3. November bei einer Gala im Münchner Haus der Kunst entgegennehmen. (ddp/nat)

Recherche-Reise: Hollywood-Star Sean Penn fliegt als Journalist nach Kuba

Sean Penn (49), Schauspieler, fliegt als Journalist nach Kuba. Im Auftrag der «Vanity Fair» und der «Hufftington Post» ist der zweifache Oscar-Gewinner zurzeit auf einer seiner Journalistenreisen im Irak, Iran und in Venezuela unterwegs. Der ambitionierte Schreiber hat seinen in Amerika kontrovers diskutierten Trip um einen Abstecher nach Kuba verlängert, wie der Onlinedienst «E! News» berichtet. Die Gerüchte, Penn, der ja auch Ex-Mann von Madonna ist, wäre für ein Interview mit dem früheren Staatsführer Fidel Castro nach Kuba gereist, wurden von seinen Sprechern dementiert. Ganz abwegig sei ein Treffen dennoch nicht, zumal Penn den Staatsmann in der Vergangenheit bereits getroffen hatte und auch schon über Castro geschrieben hat, wie der Branchendienst berichtete. (kar)