«Extraschicht»: Kulturhauptstadt feiert ihr Sommerfest

Ein Kletterparcour im Stahlwerk, elektronische Musik im Gastank und eine extravagante Modenschau auf einem Zechengelände: Am 19. Juni feiert sich das Ruhrgebiet wieder selbst. Die «ExtraSchicht - Nacht der Industriekultur» geht in ihre zehnte Auflage, doch in diesem Jahr ist das Kulturfestival gleichzeitig das Sommerfest der Kulturhauptstadt Ruhr.2010.Von 18 Uhr bis 2 Uhr morgens sind 200 Veranstaltungen an 50 Spielorten geplant. Mit 200 000 Besuchern soll es die bislang größte «Extraschicht» werden. Das erwartet der Veranstalter, die Ruhr Tourismus GmbH (RTG). Industriedenkmäler und Wahrzeichen des Ruhrgebiets verwandeln sich für eine Nacht in Bühnen für Theater, Musik, Artistik, Tanz und Lichtinszenierungen.Im Mittelpunkt des Programms stehen in diesem Jahr Projekte der Kulturhauptstadt. Read More..

TV: Fritz Pleitgen als «Sprachpanscher» nominiert

Ruhr.2010-Chef Fritz Pleitgen hat sich den Zorn der selbsternannten Sprachschützer des «Vereins Deutsche Sprache» zugezogen. Weil die Kulturhauptstadt Ausdrücke wie «local heroes» oder «mapping the region» verwendet, wurde Pleitgen nun als einer von fünf Kandidaten für den Antipreis «Sprachpanscher des Jahres» nominiert. Auf der Internetseite der Kulturhauptstadt wimmele es von «Imponierdenglisch», berichtete der Verein Deutsche Sprache am Sonntag in Dortmund. Auch wundere man sich, warum es zusätzlich noch eine englische Seite gebe.Auch die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten in Berlin gehört zu den Nominierten. Sie habe Preußenkönigin Luise auf Werbeplakaten für eine Ausstellung «It-Girl», «Fashion Victim» und «Working Mum» genannt, bemängelte der Verein.. Read More..

Ballonprojekt vom Winde verweht

Der gelbe Gasballon liegt auf einem Feld bei Oberhausen schlaff auf der Seite - unten an der Seilwinde ist weit und breit kein Mensch zu sehen. So haben sich die Organisatoren der Kulturhauptstadt ihr 1,5 Millionen Euro teures Großprojekt «Schachtzeichen» nicht vorgestellt.Starker Wind hat das Projekt, das an die weit über 1000 Berkwerksschächte des einstigen «Kohlenpotts» erinnern soll, erheblich erschwert. Am Freitag konnten die rund 300 Heliumballons aus Sicherheitsgründen schon wieder nicht aufsteigen - es war der dritte ausgefallene Flugtag des auf neun Tage angelegten Projektes. Allein Pfingstmontag wurden rund 40 Ballons beschädigt und mussten repariert oder ersetzt werden. Hinzu kam Vandalismus: In drei umzäunte Firmengelände waren Unbekannte nachts eingebrochen, schnitten. Read More..

Schlechtes Wetter holt Ruhr-Ballons erneut vom Himmel

Das schlechte Wetter mit teils starkem Regen und Windböen hat die gelben «Schachtzeichen»-Ballons der Kulturhauptstadt am Mittwoch erneut vom Himmel geholt. Um die Mittagszeit seien die mehr als 300 Standorte aus Sicherheitsgründen angewiesen worden, die bis zu 80 Meter hoch stehenden Ballons auf den Bodenstationen festzusetzen, sagte ein Ruhr.2010-Sprecher. Die Ballons halten zu starken Wind nicht aus. Einer hatte sich deshalb am Pfingstwochenende bereits losgerissen, rund 40 waren beschädigt worden. Daraufhin gab es am Pfingstmontag bereits eine Zwangspause.«Ärgerlich» nannte der Sprecher das Hin und Her mit den Ballons. Auf das Wetter habe man aber nun mal keinen Einfluss. Die Wetterfestigkeit der Ballons sei vorab ausführlich getestet worden. Das ausgewählte System mit nur einem. Read More..

Ballons über Revier-Schächten

Mit 311 gelben Gasballons über früheren Bergwerksschächten hat die Kulturhauptstadt am Wochenende den Strukturwandel im Ruhrgebiet ins Bild gesetzt. Nach Angaben der Veranstalter war es «die größte Kunstinstallation der Welt». Ein solcher Superlativ weckt natürlich hochgespannte Erwartungen - die am Pfingstwochenende nicht immer erfüllt wurden. «Wo sind denn die Ballons?», fragte am Montag zum Beispiel ein Kind auf dem Tetraeder in Bottrop, einer Pyramide mit Aussichtsplattform. Von dort waren mit Mühe gerade einmal zwei Ballons zu erkennen.Ruhr.2010-Geschäftsführer Oliver Scheytt zeigte sich jedoch zufrieden. «Das ist genau das Bild des Wandels, das wir wollten», sagte er bei der Eröffnung am Samstag auf der Halde «Rheinelbe» in Gelsenkirchen.Neun Tage lang sollen die 3,70. Read More..

311 Gasballons über alten Revierzechen gestartet

In über 311 früheren Bergwerksschächten im Ruhrgebiet hat die Kulturhauptstadt eins ihrer spektakulärsten Projekte gestartet. Mehr als 2000 Helfer ließen 3,70 Meter große Gasballons bis zu 80 Meter hoch in den sonnigen, aber leicht bedeckten Himmel steigen. Sie sollen das einst dichte Zechennetz im Revier ins Bild setzen und zugleich für den Strukturwandel stehen.An den Ballonstandorten gab es Musik, Lesungen und Ausstellungen. Tausende Ruhrgebietler nutzten alte Kohlehalden oder Aussichtspunkte wie den Oberhausener Gasometer, um die gelben Ballons am Himmel besser sehen zu können. «Ich bin sehr glücklich. Das ist genau das Bild des Wandels, das wir wollten», sagte Ruhr.2010-Geschäftsführer Oliver Scheytt.

Gasballons als «Schachtzeichen» im Revier

Über einstigen Bergwerken des Ruhrgebiets startet die Kulturhauptstadt an diesem Samstag 311 gelbe Gasballons. Zehn Tage lang sollen die «Schachtzeichen» in bis zu 80 Metern am Himmel stehen. Sie sollen aus dieser Höhe Fotografien der zum Teil längst verschwundenen Bergbautradition im Revier liefern. Ruhr.2010- Chef Fritz Pleitgen erwartet «eine der größten Flächenskulpturen» aller Zeiten mit «Bildern, die um die Welt gehen», wie er am Donnerstag in Gelsenkirchen sagte.Zugleich hofft der Ideengeber und Gelsenkirchener Kulturamtsleiter Volker Bandelow auf ein «soziales Kunstwerk» ähnlich wie bei den Verhüllungsprojekten der Christos: 5000 Helfer wirken an «Schachtzeichen» mit, beaufsichtigen die Ballone bis zum 30. Mai und haben ein Kulturprogramm vorbereitet, das sich mit. Read More..

Generalprobe für A 40-Sperrung geglückt

Das Szenario sah mehr nach Katastrophe als nach Kultur aus: Die Autobahn gesperrt, überall Helfer mit Warnwesten und mitten in der stockdunklen Nacht die THW-Laster mit ihren grellen Scheinwerfern. Auf einem wenig befahrenen Autobahnstück zwischen Neuss und Grevenbroich hat die Kulturhauptstadt Ruhr 2010 am Wochenende für ihr wohl spektakulärstes Projekt geprobt: die Sperrung der «Ruhrgebiets-Schlagader» A 40 auf 60 Kilometern zwischen Dortmund und Duisburg am 18. Juli.Es war ein erfolgreicher Probelauf: Nach rund zweieinhalb Stunden standen die 400 Tische, 800 Bänke, Toiletten, Absperrungen und Schilder auf dem Probekilometer der Autobahn. Einziger Verletzter: ein Küchenhelfer des technischen Hilfswerks, der sich beim Catering in den Finger schnitt. In zwei Monaten müssen in derselben. Read More..

Spektakulärstes Projekt der Kulturhauptstadt: Generalprobe für A 40-Sperrung bei Grevenbroichgeglückt

Die Generalprobe für das spektakulärste Projekt der Kulturhauptstadt im Ruhrgebiet ist geglückt: In der Nacht vom Samstag auf Sonntag probten mehr als 150 Helfer auf einem gesperrten Autobahnstück bei Grevenbroich erfolgreich den Aufbau von 400 Tischen verteilt über einen Kilometer. Am 18. Juli soll die Hauptschlagader des Ruhrgebiets, die A 40, auf 60 Kilometern zwischen Duisburg und Dortmund gesperrt werden. An über 20 000 Tischen will Ruhr.2010 dann ein «Fest der Alltagskultur» mit Darbietungen vom Gesangsverein bis zur öffentlichen Goldhochzeit präsentieren. Rund eine Million Besucher werden erwartet. Die letzten 5000 Tischtickets sind von diesem Montag an im Internet und im Vorverkauf erhältlich. www.ruhr.2010.de/still-leben

Riga und Umeå Kulturhauptstädte 2014

Die lettische Hauptstadt Riga und die schwedische Stadt Umeå werden 2014 europäische Kulturhauptstädte sein. Dies beschlossen die Kulturminister der EU in Brüssel. Beide Städte waren bereits im vergangenen September als Kulturhauptstädte benannt worden. Umeå mit etwa 75 000 Einwohnern am Bottnischen Meerbusen und Riga mit mehr als 700 000 Bürgern an der Ostsee verfügen über Altstädte von großer historische Bedeutung und sind kulturelle Zentren der jeweiligen Regionen. Seit 1985, als Athen zur ersten Kulturhauptstadt Europas ausgerufen wurde, sind mehr als 40 Städte mit diesem Titel ausgezeichnet worden. In Deutschland ist derzeit das Ruhrgebiet eine Kulturhauptstadt Europas - zusammen mit der türkischen Metropole Istanbul und der ungarischen Stadt Pécs, zuvor war es 2007 Luxemburg. Read More..