Eminem dreht wieder voll auf

Rap-Rüpel Eminem sprüht nach seinem Entzug vor Energie. Erst vor einem Jahr gab er mit «Relapse» (deutsch: Rückfall) sein Comeback nach fünf Jahren Pause wegen seiner Sucht nach Schlaf- und Beruhigungspillen. Prompt erhielt er zwei Grammy-Musikpreise - jetzt ist seine neueste Platte weltweit herausgekommen. Mit seinem siebten Studioalbum «Recovery» (deutsch: Wiederbelebung/Erholung) meldet sich der 37-jährige US-Musiker zurück in der Arena der derben, nicht jugendfreien Sprüche.Der «weiße Rapper» hatte nach eigenen Angaben täglich 10 bis 20 Tabletten geschluckt. Auch den Heroin-Ersatz Methadon nahm er ein, einmal fast eine Überdosis. Er ist nicht der einzige Musiker, der in jüngster Zeit Drogen- oder Medikamentensucht eingestand und therapierte. Der Tod von Michael Jackson,. Read More..

Jeremy Jay: Ein junger Amerikaner in Paris

«Splash» hat der junge amerikanische Sänger Jeremy Jay sein neues Album betitelt. So kurz und schmissig wie der Name ist auch der Inhalt: eingängiger Gitarren-Pop, der wenig Zeit braucht, um auf den Punkt zu kommen.Jeremy Jay hat es, wie schon viele amerikanische Künstler vor ihm, nach Paris verschlagen. Die Stadt steht für ihn zunächst einmal für Existentialismus und Nouvelle Vague, das Lebensgefühl der späten 50er. Sich aber damit zu verbinden, fällt ihm nicht immer leicht. Oftmals träumt er von seiner Heimat Kalifornien und seiner Kindheit, in der ihn Goonies, Time Bandits und besonders die Filme von John Hughes geprägt haben. Dann fühlt er sich wie der Jaguar, diese immer wiederkehrende Figur in seinen Songtexten: ein scheuer, nachtaktiver Einzelgänger im Großstadtdschungel.. Read More..

«Art Basel» endet mit Besucherrekord

Die weltweit größte Messe für Gegenwartskunst «Art Basel» ist am Sonntag mit einem Besucherrekord beendet worden. In diesem Jahr zog der Treffpunkt der internationalen Kunstwelt mehr als 62 500 Künstler, Sammler, Kuratoren und Kunstliebhaber aus aller Welt an. Die Sammler hätten das künstlerische Material und die Standpräsentationen die ganze Woche hindurch mit starken Umsätzen belohnt, erklärten die Veranstalter.Etwa 300 Galerien aus aller Welt boten Arbeiten von mehr als 2500 Künstlern an. Dazu gehörten Klassiker der Moderne, aber auch Werke junger Künstler, die vor allem in dem Sonderbereich «Art Statements» zu waren. Mit 72 Galerien waren die USA am stärksten vertreten, gefolgt von Deutschland mit 53. www.artbasel.com

Exzentriker Sebastian Horsley gestorben

Der exzentrische Londoner Schriftsteller und Künstler Sebastian Horsley ist tot. Er starb wahrscheinlich an einer Überdosis Heroin, teilte der Blumenbar Verlag in Berlin mit. Horsley wurde 47 Jahre alt. Der Exzentriker wurde durch provokante Kunstaktionen bekannt. Für eine Performance ließ er sich auf den Philippinen freiwillig ans Kreuz nageln und dabei filmen.Auf Deutsch erschienen seine Memoiren «Dandy in der Unterwelt». In seinen Werken schilderte Horsley seine Drogen- und Sexsucht, seine kaputte Familie und seinen Umgang mit Prostituierten. Erst vor wenigen Tagen wurde eine Theaterfassung von «Dandy in der Unterwelt» im Soho Theater in London uraufgeführt. Horsley wurde vermutlich von seiner Freundin am vergangenen Donnerstag (17. Juni) leblos in seiner Wohnung in Soho gefunden.

Schlingensief gegen «Nazi-Nummer» in Venedig

Der Regisseur Christoph Schlingensief will sich nicht ausdrücklich mit der NS-Architektur des deutschen Pavillons bei der Kunst-Biennale in Venedig auseinandersetzen. Der Künstler soll den Pavillon bei der nächsten Biennale 2011 gestalten.«Ich muss alle enttäuschen, die schon in Bayreuth enttäuscht waren. Ich werde keine Nazi-Nummer geben! Warum auch?» sagte der an Krebs erkrankte Schlingensief (49) in einem Gespräch mit dem Magazin «Focus». Schlingensief hatte in Bayreuth Richard Wagners «Parsifal» inszeniert. In Venedig hätten sich bereits so viele Künstler vor ihm von Haacke bis Genzken mit der Architektur auseinandergesetzt, «was soll ich da noch sagen?»Die Kritik des Künstlers Gerhard Richter an seiner Venedig-Berufung versteht Schlingensief nicht. Richter habe so etwas. Read More..

Wien entdeckt seinen Jugendstilkünstler Olbrich

Deutschland will die Bauten des Jugendstil-Künstlers Joseph Maria Olbrich (1867-1908) als Weltkulturerbe schützen lassen, aber in seiner Heimat Österreich ist er fast ein Unbekannter. Mit einer am Freitag eröffneten großen Retrospektive im Wiener Leopold Museum wird ein neues Kapitel aufgeschlagen. Die Schau kam auf Initiative der Mathildenhöhe in Darmstadt zustande. Dort war sie in veränderter Form bereits zu sehen.Olbrich wurde im schlesischen Troppau - dem heutigen Opava in Tschechien - geboren und studierte an der Akademie der bildenden Künste Wien. Er arbeitet im Büro des Jugendstil-Künstlers Otto Wagner und soll auch viele Entwürfe Wagners beeinflusst haben. Nach einigen Aufträgen in Österreich ging Olbrich aber nach Deutschland und gestaltete in Darmstadt die Künstlerkolonie. Read More..

William Kentridge erhält Kyoto-Kunstpreis

Der südafrikanische Künstler William Kentridge erhält den diesjährigen Kyoto-Preis für sein Lebenswerk. Die Auszeichnung ist neben dem Nobelpreis eine der weltweit wichtigsten Ehrungen in Kultur und Wissenschaft. Der mit 50 Millionen Yen (rund 450 000 Euro) dotierte Preis wird jedes Jahr im November im japanischen Kyoto verliehen. Das teilte die Firma Kyocera in Neuss (Niordrhein-Westfalen) mit. Der Gründer des japanischen Technologiekonzerns Kyocera, Kazuo Inamori, hatte den Kyoto-Preis ins Leben gerufen. Vergeben wird er jährlich durch die Inamori-Stiftung.Nach Ansicht des Preis-Komitees zeichnen sich Kentridges Werke durch die Kombination traditioneller Zeichnungen mit neuen Medien aus. Der Künstler und Regisseur setze darin etwa Kohle-Zeichnungen zu Videoproduktionen zusammen,. Read More..

«Haus der Moderne» wird in Dresden eröffnet

Dresden (dpa) ­ Festakt und Kunstparty: Im 450. Jahr ihres Bestehens feiern die Staatlichen Kunstsammlungen an diesem Wochenende die Moderne. Zur Wiedereröffnung des sanierten und um ein Kunstdepot erweiterten Albertinums als «Haus der Moderne» trifft sich die Kunstszene in Dresden.Zum Opening sind rund 800 Gäste geladen. Dazu gehören auch die 46 Künstler, die für eine Benefizauktion zugunsten der geretteten Dresdner Gemälde nach der Flutkatastrophe 2002 Werke spendeten. Der Erlös bildete den Grundstock für die Generalsanierung des Ausstellungsgebäudes an der Brühlschen Terrasse.Namen werden bisher nicht offiziell genannt. Es wird aber damit gerechnet, dass Gerhard Richter und Georg Baselitz anreisen. Beide aus Sachsen stammenden Maler haben eigene Säle im Albertinum. Auch der. Read More..

Jeff Wall: Inszenierte und verfremdete Wirklichkeit

Die Galerie Neue Meister Dresden präsentiert zur Wiedereröffnung des Albertinums 26 Werke des kanadischen Fotokünstlers Jeff Wall. Sie zeigen zu dürfen, sei «ein Glücksfall», sagte der Generaldirektor der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Martin Roth. Die Schau «Transit» setze zugleich einen wichtigen Schwerpunkt der Gegenwartskunst. In der benachbarten Kunsthalle im Lipsiusbau sind vom 20. Juni bis zum 19. September 19 riesige Großbilddias in Leuchtkästen, sechs Schwarzweißfotografien und eine farbige Arbeit im C-Print-Verfahren zu sehen.Die Palette der Kunstwerke reicht vom «Doorpusher» (1984) bis zu dem als farbiges LightJet Print realisierte Bild «Search of premises» - einem Experiment. Die meist großformatigen Leihgaben des Künstlers geben einen Überblick über sein. Read More..

Art Basel beginnt

Die Art Basel, weltweit die wichtigste Messe für Gegenwartskunst, öffnet an diesem Mittwoch ihre Pforten. Dabei setzen die Veranstalter auf neue Ideen. «Wir wiederholen uns nie, das ist wichtig für unseren Erfolg», sagte Annette Schönholzer, die mit Marc Spiegler das jährliche Kunstreffen leitet. Bei der 41. «Art Basel» präsentieren 300 Galerien die Werke von rund 2500 Künstlern. Neu im Programm sind die Bereiche «Art Feature» über den kuratorischen Aspekt der Galerienarbeit und «Art Parcours» mit Kunstprojekten in der Stadt Basel als Brücke zur Bevölkerung.Man müsse dem Zeitgeist folgen und sich neuen Trends anpassen, meinte auch Spiegler. Ein Konzept, mit dem die Messe dem Krisenjahr 2009 erfolgreich die Stirn geboten hat, auch wenn die Umsätze im Vergleich zu den Spitzenjahren. Read More..