«beSCHÜRZENd» – Hommage an ein Kleidungsstück

Vom Standessymbol zum versteckten Küchen-Utensil: Das Landesmuseum Württemberg zeigt eine Ausstellung über das Schürzentragen vom späten Mittelalter bis in die Gegenwart.Unter dem Titel «beSCHÜRZENd - eine Hommage an ein weibliches (?) Kleidungsstück» sind bis zum 3. Oktober etwa 80 Schürzen im Schloss Waldenbuch (Kreis Böblingen) zu sehen.Ursprünglich hätten nur Männer Schürzen getragen, und zwar bei der Arbeit als Schmied oder Schuhmacher, sagte die Ausstellungsmacherin Teresa Klatte in dem Museum der Alltagskultur. Die Schürze hätte den eigenen Stand gezeigt: Bei den Schmieden oder Steinmetzen hatten nur Meister eine Schürze an, ihre Gesellen trugen einen Kittel.Als die Frauen dann im 16. Jahrhundert mit dem Tragen von Schürzen begannen, blieb die Kleidung zunächst. Read More..

Der Blick eines Expressionisten auf die Ostsee

Lübeck (dpa)- Der Himmel ist gelb, der Strand lila, die Bäume sind rot und blau. So sah Karl Schmidt-Rottluff (1884-1976), einer der bedeutendsten Maler des deutschen Expressionismus, 1961 das Brodtener Steilufer bei Travemünde in Schleswig-Holstein.Seine Ostseebilder aus den Jahren 1906 bis 1973 sind von diesem Sonntag an bis zum 5. September in gleich zwei Lübecker Museen, dem Museum Behnhaus Drägerhaus und der Kunsthalle St. Annen, zu sehen.Die Lübecker Ausstellung ist Teil eines Gemeinschaftsprojektes «Expressionismus zwischen den Meeren» mit dem Landesmuseum Schloss Gottorf in Schleswig und der Kunsthalle zu Kiel. In Gottorf sind noch bis zum 29. August Bilder von Erich Heckel zu sehen, die Kunsthalle zu Kiel zeigt vom 19. September an eine Max-Pechstein-Retrospektive. Die meisten. Read More..

Archäologen finden ältesten Klebstoff

Bei der Ausgrabung eines altsteinzeitlichen Lagerplatzes nahe Jülich sind Wissenschaftler auf den ältesten Klebstoff in Mitteleuropa gestoßen. An 83 Feuersteinklingen hätten sich deutlich sichtbare Reste von rund 120 000 Jahre altem Birkenpech nachweisen lassen.Das sagte der Archäologe Jürgen Thissen am Mittwoch der Nachrichtenagentur dpa. Mit dem Kleber aus destillierter Birkenrinde seien die schmalen Steinklingen zusätzlich an Speerspitzen befestigt worden, um bei der Jagd die Wunde zu vergrößern.Vergleichbar uralter Birkenpech-Kleber ist im Fundplatz Königsaue in Sachsen-Anhalt entdeckt und auf «nur» rund 80 000 Jahre datiert worden. Zwei weitere verklebte Stein-Werkzeuge aus Mittelitalien sind möglicherweise rund 200 000 Jahre alt, erklärte der beim Landschaftsverband. Read More..

Versteckte Botschaften bei den Niederländern

Beeindruckende Details, komplizierte Perspektiven und täuschend echte Spiegelungen sind jetzt im Ostfriesischen Landesmuseum in Emden zu sehen. «Schein oder Wirklichkeit? Realismus in der niederländischen Malerei des 17. Jahrhunderts» heißt die neue Ausstellung. Gezeigt werden 120 Werke, darunter 80 Gemälde von Malern wie Jan Steen, Willem Kalf oder Samuel van Hoogstraten. Die Niederländer setzten mit technisch und ästhetisch meisterhaften Werken neue Kunstmaßstäbe, sagte Kuratorin Annette Kanzenbach in Emden. «Sie gelten als Wegbereiter des modernen Realismus.»Die Werke zeigen Landschaften, Alltagsdarstellungen, Interieurs und Stillleben mit präzisen Details und exakt wiedergegebenen Materialien. «Viele Gemälde wirken wie Fotos, aber sie sind immer durchkomponiert und konstruiert»,. Read More..