Bund gibt Zeichnung von Adolph von Menzel zurück

Die Bundesrepublik gibt eine Bleistiftzeichnung des Berliner Malers Adolph von Menzel (1815-1905) an die Erben der jüdischen Eigentümer zurück. Das Blatt mit dem Titel «Bildnis eines alten Herrn» befand sich bisher als Leihgabe der Bundesrepublik in der Städtischen Kunsthalle Mannheim, wie das Bundesamt für zentrale Dienste und offene Vermögensfragen in Berlin mitteilte. Früher gehörte die Zeichnung zur privaten Kunstsammlung des Malers Max Liebermann.Nach dessen Tod 1935 wollte Liebermanns Witwe Martha wegen der Verfolgung durch die Nationalsozialisten Deutschland verlassen. Sie konnte aber die Sonderabgaben, die die Nazis von ihr verlangten, nicht bezahlen. Vor der drohenden Deportation in das Konzentrationslager Theresienstadt nahm sie sich 1943 in Berlin das Leben.Das «Bildnis. Read More..

«Haus der Moderne» wird in Dresden eröffnet

Dresden (dpa) ­ Festakt und Kunstparty: Im 450. Jahr ihres Bestehens feiern die Staatlichen Kunstsammlungen an diesem Wochenende die Moderne. Zur Wiedereröffnung des sanierten und um ein Kunstdepot erweiterten Albertinums als «Haus der Moderne» trifft sich die Kunstszene in Dresden.Zum Opening sind rund 800 Gäste geladen. Dazu gehören auch die 46 Künstler, die für eine Benefizauktion zugunsten der geretteten Dresdner Gemälde nach der Flutkatastrophe 2002 Werke spendeten. Der Erlös bildete den Grundstock für die Generalsanierung des Ausstellungsgebäudes an der Brühlschen Terrasse.Namen werden bisher nicht offiziell genannt. Es wird aber damit gerechnet, dass Gerhard Richter und Georg Baselitz anreisen. Beide aus Sachsen stammenden Maler haben eigene Säle im Albertinum. Auch der. Read More..

Zerstörte Synagogen: Malen zum Erinnern

Mindestens 2500 Synagogen sind in ganz Deutschland am Abend des 9. November 1938 in Flammen aufgegangen. Mit einer Bilderserie der von den Nazis zerstörten jüdischen Bethäuser setzt der Freiburger Maler Alexander Dettmar der Barbarei einen Akt des künstlerischen Erinnerns entgegen.Rund 100 seiner Synagogen-Motive, die zuvor im New Yorker Leo-Baeck-Institut zu sehen waren, sind vom 13. Juni bis 15. August im Preußenmuseum in Wesel und im Jüdischen Museum Westfalen in Dorsten ausgestellt. «Kein anderer Maler, weder vor noch nach den Zerstörungen von 1938, hat je die deutschen Synagogen in einem großen Zyklus vorgestellt», sagt der Direktor des Preußenmuseums, Veit Veltzke, zu der außergewöhnlichen Doppelausstellung des mit dem Ernst-Barlach-Preis geehrten Malers.Ob das kleine, verschwundene. Read More..

Bauhaus würdigt T. Lux Feininger

Er ist einer der letzten noch lebenden Bauhäusler: Theodore Lux Feininger. Das Bauhaus Dessau feiert den in den USA lebenden Künstler am 17. Juni anlässlich seines 100. Geburtstages mit einer Hommage. Ehrengast des Abends sei sein Sohn Conrad, teilte die Stiftung Bauhaus Dessau am Donnerstag mit. Theodore, auch T. Lux Feininger genannt, war am Bauhaus in Dessau Schüler bei Josef Albers, László Moholy-Nagy, Paul Klee und Wassily Kandinsky. Später wurde er selbst berühmt, widmete sich zunächst der Fotografie, dann der Malerei.Nach der Schließung des Bauhauses in Dessau ging er nach Paris und siedelte später nach Amerika über. Seit 1935 arbeitete er in New York als Maler und lehrte unter anderem am Sarah Lawrence College, am Fogg-Museum der Harvard University in Cambridge und am. Read More..

Russischer Maler Glasunow feiert 80. Geburtstag

Der legendäre Moskauer Maler Ilja Glasunow hat sich an seinem 80. Geburtstag als patriotisches Vorbild für das neue Russland feiern lassen. Der wohl bekannteste zeitgenössische russische Maler stehe wie kaum ein anderer Künstler für «echte Liebe zur Geschichte und Kultur» seines Landes. Das schrieb Kremlchef Dmitri Medwedew in einem Glückwunschtelegramm. Im Westen wurde der am 10. Juni 1930 in Leningrad (St. Petersburg) Geborene als Dostojewski-Illustrator und Porträtkünstler bekannt. Sein Historienbild «Mysterium des 20. Jahrhunderts» war in den 1970er Jahren als «antisowjetische Karikatur» gebrandmarkt worden.Wegen seines nationalen und religiösen Pathos ist der bekennende Monarchist, dem eine staatliche Galerie in Moskau gewidmet ist, umstritten. Zwar sieht sich Glasunow. Read More..

Alex Katz in der Wiener Albertina

Alex Katz (82), dessen Werk sich irgendwo zwischen modernem Realismus und Pop-Art bewegt, gilt als einer der bedeutendsten amerikanischen Maler unserer Zeit. Im Herbst 2009 schenkte der gebürtige New Yorker sein gesamtes druckgrafisches Werk der Albertina in Wien. Das Museum widmet Katz jetzt eine große Ausstellung mit rund 150 Druckgrafiken, Cut-outs (bemalte bzw. bedruckte Aluminium-Silhouetten) sowie Künstlerbüchern. Die Schau umfasst eine repräsentative Auswahl von Werken, die von den 1960er Jahren bis heute reichen. Neben großflächigen Porträts sind auch zahlreiche Landschaftsbilder zu sehen. Die Ausstellung «Alex Katz - Prints» bleibt noch bis zum 29. August geöffnet. www.albertina.at

Kolumbianischer Maler Ómar Rayo gestorben

Der kolumbianische Maler und Bildhauer Ómar Rayo ist am Montag im Alter von 82 Jahren an den Folgen eines Herzinfarkts gestorben. Der weit über die Grenzen Kolumbiens bekannte Künstler sei noch in ein Krankenhaus der südwestkolumbianischen Großstadt Cali gebracht worden, wo er jedoch nicht mehr gerettet werden konnte, teilte seine Familie mit. Präsident Alvaro Uribe äußerte sich betroffen: «Das ist eine traurige Nachricht.»Rayo wurde vor allem wegen seiner abstrakten geometrischen Arbeiten bekannt. Meist verwendete er Schwarz, Weiß und Rot. 1981 gründete er in seinem Heimatort Roldanillo (Valle del Cauca) ein Museum für Moderne Kunst, das viele seiner Arbeiten aber auch Werke anderer lateinamerikanischer Künstler aus seiner Privatsammlung zeigt. Die Werke Rayos sind in vielen. Read More..

Neo Rauch schenkt Leipziger Museum ein Gemälde

Der Maler Neo Rauch (50) hat dem Museum der bildenden Künste in seiner Heimatstadt Leipzig ein großformatiges Gemälde geschenkt. «Es ist ein ganz großer Tag für uns», sagte Museumsdirektor Hans-Werner Schmidt am Freitag bei der Übergabe des Werkes «Unter Feuer» (2010). Bisher besaß das Museum nur ein Gemälde Rauchs und einige seiner grafischen Arbeiten. Das neue Gemälde ist 2,50 mal 3 Meter groß und hängt in der laufenden Rauch-Retrospektive im Bildermuseum, zu der bislang knapp 40 000 Besucher kamen.«In der Stadt, in der er studiert hat und in der er die meiste Zeit im Wach- und Schlafzustand verbringt, müssen Arbeiten im Museum sein!», sagte Rauchs Galerist Judy Lybke und kündigte weitere Dauerleihgaben an. Für ein Gemälde verlangt der Künstler sonst mehrere hunderttausend. Read More..

Klimts unfertiges Frauenbildnis bei Auktion

Eines der letzten Bilder des österreichischen Malers Gustav Klimt kommt unter den Hammer. Das «Frauenbildnis (Porträt Ria Munk III)» soll 14 bis 18 Millionen Pfund (derzeit 16,5 bis 21,2 Mio Euro) bei einer Versteigerung im Juni in London einbringen, teilte das Auktionshaus Christie's mit. Das Lentos-Museum in Linz hatte das dritte Bild einer Trilogie im vergangenen Jahr den Erben des ursprünglichen Besitzers zurückgegeben. Die Nazis hatten es 1941 beschlagnahmt. Gustav Klimt (1862-1918) hatte drei Versuche für die Auftragsarbeit gestartet. Ria Munk ist die Nichte seiner Mäzenin Serena Lederer.

Madrid zeigt die schönsten Torero-Trachten

Ob der Stierkampf Kunst ist, darüber scheiden sich die Geister schon seit langem. Dass die Tracht der Toreros jedoch sehr kunstvoll sein kann, darin stimmen viele überein. Der reich verzierte «Lichteranzug» hat sogar Künstler und renommierte Modedesigner fasziniert, wie eine Ausstellung im Madrider Trachtenmuseum dokumentiert. Noch bis zum 19. September ist dort beispielsweise der kanariengelbe «traje de luces» zu sehen, den der Maler Pablo Picasso für seinen guten Freund, den Stierkämpfer Luis Miguel Dominguín, entwarf. Beeindruckend ist auch der silberfarbene «Lichteranzug» mit Swarovski-Kristallen des Toreros Cayetano Rivera, entworfen von Giorgio Armani. Das älteste der Exponate stammt aus dem Jahre 1809.