Russischer Maler Glasunow feiert 80. Geburtstag

Der legendäre Moskauer Maler Ilja Glasunow hat sich an seinem 80. Geburtstag als patriotisches Vorbild für das neue Russland feiern lassen. Der wohl bekannteste zeitgenössische russische Maler stehe wie kaum ein anderer Künstler für «echte Liebe zur Geschichte und Kultur» seines Landes. Das schrieb Kremlchef Dmitri Medwedew in einem Glückwunschtelegramm. Im Westen wurde der am 10. Juni 1930 in Leningrad (St. Petersburg) Geborene als Dostojewski-Illustrator und Porträtkünstler bekannt. Sein Historienbild «Mysterium des 20. Jahrhunderts» war in den 1970er Jahren als «antisowjetische Karikatur» gebrandmarkt worden.Wegen seines nationalen und religiösen Pathos ist der bekennende Monarchist, dem eine staatliche Galerie in Moskau gewidmet ist, umstritten. Zwar sieht sich Glasunow. Read More..

Opern-Diva Anna Netrebko singt Pop

Die russische Opern-Diva Anna Netrebko steigt nun auch in die Popbranche ein. Mit dem russischen Superstar Filipp Kirkorow hat die 38-Jährige ein Duett aufgenommen. «Ich war neugierig und wollte etwas ausprobieren, das für mich und alle anderen völlig unerwartet ist», sagte die russische Sopranistin der Moskauer Zeitung «Iswestija». Das Lied wurde bereits aufgenommen, im Juni soll in St. Petersburg ein Video gedreht werden. Geplant sind auch Auftritte von Netrebko und dem gebürtigen Bulgaren Kirkorow, der als «Dieter Bohlen von Russland» gilt. Vorerst wird das Pop-Lied aber ein einmaliger Seitensprung Netrebkos bleiben. Ihr größter Wunsch sei die Rolle der Elsa in Richard Wagners Oper «Lohengrin», sagte sie.

Castorf will in Moskau «soziale Wut» spiegeln

Der Berliner Regisseur Frank Castorf (58) will seine erste Inszenierung nach dem Schriftsteller Anton Tschechow in Russland nicht als Demokratie-Lehrstück verstanden wissen. «Ich habe genügend Geschichte in mir und habe eigenen genetischen Müll abzuarbeiten, dass ich nicht anderen sagen möchte, wie Demokratie zu funktionieren hat», sagte der in der DDR geborene Castorf in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa in Moskau. Der als «Stücke-Zertrümmerer» bekannte Theatermacher eröffnet an diesem Dienstag mit der Komödie «Nach Moskau! Nach Moskau!» das Tschechow-Festival, bei dem bis 30. Juli 24 Stücke zu sehen sind.Die Einladung des provozierenden Intendanten der Berliner Volksbühne sorgt in dem oft noch konservativen Moskauer Kulturbetrieb mit sowjetischen Traditionen. Read More..

Gérard Depardieu soll Rasputin spielen

Mit dem französischen Filmstar Gérard Depardieu (61, «Cyrano von Bergerac») soll in Russland das Leben des legendären Zarenberaters und Wunderheilers Rasputin (1869-1916) verfilmt werden. «Von dieser Rolle träume ich schon lange. Wir planen einen Film, der die Zuschauer überraschen wird», sagte Depardieu der Moskauer Zeitung «Moskowski Komsomolez». Ein Teil der Dreharbeiten finde im kommenden Winter in St. Petersburg statt, wo Verwandte des Zaren Nikolaus II. den Wanderprediger ermorden ließen. Obwohl Grigori Rasputin auf zeitgenössischen Fotos schlank erscheine, plane er aber für den Film keine Diät, sagte der eher kräftig gebaute Depardieu. «Ich muss Rasputin ja nicht gleich magersüchtig verkörpern.»

Stephan Stuchlik erhält erneut «Liberty Award»

Berlin (dpa) ­ Zum zweiten Mal in Folge hat der Moskauer ARD- Korrespondent Stephan Stuchlik den Journalistenpreis «Liberty Award» erhalten. Stuchlik wurde am Montagabend in Berlin zusammen mit seiner Kollegin Ina Ruck für den Fernsehbeitrag «Mord in Moskau ­ Wer erschoss Stanislaw Markelow?» ausgezeichnet. Darin geht es um den regierungskritischen Menschenrechtsanwalt Markelow, der Anfang 2009 auf offener Straße erschossen wurde. Bei dem Anschlag starb auch die Journalistin Anastassija Baburowa. Der mit 15 000 Euro dotierte Preis des Tabakunternehmens Reemtsma für herausragende deutschsprachige Auslandskorrespondenten wurde zum vierten Mal vergeben.Die Jury urteilte: «Der Beitrag wirft nicht nur ein bezeichnendes Licht auf die russische Justiz, sondern ist zugleich spannend wie ein. Read More..

Gaultier-Show in Moskauer Bahnhof

Mit einer farbenprächtigen Show hat der Mode- Designer Jean-Paul Gaultier seine neue Kollektion in der reich verzierten Halle eines Moskauer Bahnhofs präsentiert. Er habe sich mit der Show am Freitagabend einen 20 Jahre alten Traum verwirklicht, sagte der 58-jährige Franzose Gaultier. Der Kasaner Bahnhof, der unter Denkmalschutz steht, sei ein mythischer Ort. Dutzende Obdachlose mussten allerdings dem Modezirkus weichen, wie das russische Staatsfernsehen am Samstag berichtete. Vor der Mode- Gala durchsuchten Spürhunde den Bahnhof sicherheitshalber nach Sprengstoff. Für seine Modelle hatte sich Gaultier unter anderem vom 3D-Erfolgsfilm «Avatar» inspirieren lassen.

Michalkows neuer Monumentalfilm floppt

Der neue Monumentalfilm von Starregisseur Nikita Michalkow (64) sollte in Russland das Kinoereignis des Jahres werden. Doch nun entpuppt sich «Die Sonne, die uns täuscht», die Fortsetzung des mit einem Oscar prämierten Streifens von 1994, zunehmend als Flop.Das mit einem Rekordbudget von 41 Millionen Euro produzierte Weltkriegsepos laufe trotz gigantischer Werbung vor halbleeren Kinosälen, berichteten Moskauer Medien. Das Boulevardblatt «Moskowski Komsomolez» («MK») empörte sich, dass nun sogar Schüler in der Stadt Wladiwostok von Schulleitungen zum Gang ins Kino gezwungen würden - auf eigene Kosten.Der als regierungstreu bekannte Michalkow, der sich wie so oft auch in diesem Film selbst in der Heldenrolle besetzte, hatte sogar die seltene Ehre einer Kreml-Premiere erhalten. Auch. Read More..